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Paula, Theo, Moritz und Bernhard: Die Muschiks spielen Torhüter-Quartett

Die fliegende Fußball-Familie

Afferde. Wo ist der beste Platz für einen Fußballer? Natürlich im Tor. Sehen jedenfalls die Muschiks aus Afferde so. Vier Torhüter in einer Familie – das hat nun wirklich Seltenheitswert. Der stets brisante Job auf der Linie ist aktuell für die Geschwister Paula (16), Theo (11) und Moritz Muschik (19) Trumpf. Verantwortlich für das Torwart-Gen ist Vater Bernhard (46), der früher im Trikot von Eintracht Afferde zwischen den Pfosten stand.

veröffentlicht am 11.02.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:21 Uhr

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Erst vor kurzem feierte Paula ihr Debüt als Keeper. Weil eine Torfrau bei den B-Juniorinnen von Blau-Weiß Tündern in der Niedersachsenliga fehlte, stellte sie sich kurzerhand in den Kasten. „Ich hatte keine Angst vor dem Ball und bin deswegen ins Tor gegangen“, erzählt die Schülerin des Schiller-Gymnasiums. Neben dem Fußball spielt sie leidenschaftlich gern Querflöte. „Ein guter Ausgleich“, findet die 16-Jährige. „Ohne die Musik könnte ich es beim Fußball nicht so locker angehen lassen.“

Theo Muschik, der jüngste Fußballer der Familie, ist schon seit fünf Jahren Torwart. Der 11-Jährige hält in der D-Jugend den Kasten der JSG Halvestorf sauber. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Lennart Kallmeyer, mit dem er sich von Spiel zu Spiel abwechselt, musste er in sieben Spielen erst zweimal hinter sich greifen. Und warum steht Theo im Tor?. „Das Fliegen macht mir einfach Spaß“, findet der 11-Jährige, dessen Vorbild Gladbach-Keeper Yann Sommer ist. Erst dieses Jahr wechselte er von Eintracht Afferde an den Piepenbusch.

Am Afferder Eintrachtweg hütet sein großer Bruder Moritz das Tor. Dort kämpft er mit der Herrenmannschaft in der Kreisliga um Platz zwei. Im Alter von sechs Jahren kam der 19-Jährige eher zufällig zum Torhüterposten. „Ich bin damals nur ins Tor gegangen, weil in meiner Mannschaft sonst niemand Handschuhe hatte“, blickt er augenzwinkernd zurück. Seitdem steht für ihn aber fest: „Auf keiner anderen Position würde ich lieber spielen.“

Damit tritt er in die Fußstapfen seines Vaters Bernhard Muschik (46). Denn auch der stand in der Jugend im Tor der Eintracht. Doch seine Handschuhe hängte der 46-Jährige schon vor längerer Zeit an den Nagel. Mittlerweile ist ihm das Verletzungsrisiko einfach zu groß. In schlechter Erinnerung hat der Tischlermeister auch sein kurzzeitiges Comeback als Keeper. 2006 brach sich der Familienvater bei einem Spaß-Spiel auf der Ferieninsel Ameland das Schlüsselbein. „Seitdem stelle ich mich lieber nicht mehr ins Tor“, geht er auf Nummer sicher.

Nur Mutter Marion Muschik (43) stand nie zwischen den Pfosten. Als Jugendliche spielte die Lehrerin Tennis. „Aber dafür bleibt kaum Zeit.“ Immerhin ist sie in ihrer Freizeit öfters damit beschäftigt, ihre Kinder zum Fußball zu bringen ...



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