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Pokalfieber in Rischenau vor dem Jahrhundertspiel gegen Bielefeld / Premiere im Westfalen-Cup

Die Arminen kommen! Ein Dorf macht mobil

Fußball (kf). „Sehen wir uns nicht in dieser Welt, so sehen wir uns beim Spiel gegen Bielefeld“ – dieser leicht abgewandelte Spruch kursiert schon seit Tagen im Lügder Ortsteil Rischenau. Denn das 1100-Seelen-Dorf unweit des Köterbergs macht gegen Bielefeld mobil. Nicht gegen die Stadt, sondern gegen die Fußballer des DSC Arminia.

veröffentlicht am 17.08.2011 um 17:43 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 17:21 Uhr

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In Rischenau ist das Pokalfieber ausgebrochen. Die Feierabendkicker des Turn- und Sportvereins, die in der Detmolder Kreisliga A um Punkte und Tore spielen, haben in der 1. Runde des Westfalen-Pokals das ganz große Los gezogen. Zum Jahrhundertspiel auf dem kleinen Sportplatz am Schmiedeberg laufen am kommenden Mittwoch die Arminia-Profis auf. Beim TSV sollen seit der Auslosung sogar Gerüchte kursieren, dass der alte Cheruskerfürst Arminius bei der Auslosung die Hand mit im Spiel gehabt haben soll. Vielleicht wollte er seinen Arminen, die in der 3. Liga nach fünf Spieltagen immer noch ohne Sieg sind, ja endlich mal wieder einen Erfolg gönnen oder hoch vom Hermannsdenkmal auf der Grotenburg bei Detmold aus ein flottes Spielchen sehen.

Für das Pokalduell laufen in Rischenau schon seit Tagen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Provisorische Stehtribünen sind bereits aufgebaut, die Tore versetzt, das Spielfeld neu vermessen – beim TSV wird nichts dem Zufall überlassen. Gestern Abend hatte sich die Platzkommission des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes angekündigt. Und den Herren wollte man in Rischenau schon eine Sportanlage zeigen, die deren Ansprüchen auch gerecht wird.

Vereinschef Detlef Töberich erinnerte sich noch an Zeiten, als der Platz den typischen Dorfcharakter hatte. „Der Strafraum bestand vor Jahren nur aus roter Asche. Damit hätten wir den Bielefeldern bestimmt viel Freude bereitet“, sagt er schmunzelnd, ist aber stolz, den Gästen ein sattes Grün bieten zu können. Töberich rechnet mit mindestens 2000 Zuschauern – einer Rekordkulisse, die wohl für ewige Zeiten in den Annalen des Rischenauer Sportvereins, der im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Jubiläum feierte, stehen dürfte. Der Kartenvorverkauf lief bislang nicht nur vor Ort, sondern auch in der Geschäftsstelle von Arminia Bielefeld gut an.

Die Fans können kommen: Stehränge entlang der Außenlinie sind bereits aufgebaut. Fotos (2): kf

Sportlich hält Trainer Ulrich Tölle den Ball vor dem Pokalhit bewusst flach: „Für die Jungs ist das sicher ein tolles Erlebnis, aber Arminia ist für uns mehr als eine Nummer zu groß.“ Die drohende Niederlage gegen die Elf von Trainer Markus von Ahlen, die am Dienstag immerhin mit einem 0:0 in Sandhausen überraschte, in Grenzen zu halten, so lautet sein Ziel. „Wir dürfen uns nicht nur auf Arminia Bielefeld konzentrieren. Für mich ist ein gelungener Punktspielauftakt gegen Heiden viel wichtiger“, machte Tölle deutlich. Und die TuRA-Kicker kommen schon am Sonntag (15 Uhr) an den Schmiedeberg.

Beim Training verteilte Trainer Ulrich Tölle zwar schon einmal die orangefarbenen Leibchen, doch an der Startaufstellung für das Bielefeld-Spiel feilt er noch.



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