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Winter-Check der Dewezet: Hastenbecker Oberliga-Frauen blicken auf sorgenfreie Hinserie zurück

Detlef Genge: „Mein Kagawa heißt Maline“

Was haben Fußball-Trainer wie Lucien Favre und Detlef Genge eigentlich gemeinsam? Auf den ersten Blick natürlich rein gar nichts, außer vielleicht ein überaus glückliches Händchen für äußerst schwierige sportliche Situationen. Denn nicht nur Favre übernahm vor rund einem Jahr ein Himmelfahrtskommando, auch Genge. Der eine beim abstiegsbedrohten Bundesligisten Mönchengladbach, der andere beim nicht weniger zitternden Frauen-Oberligisten SV Hastenbeck.

veröffentlicht am 03.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

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Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Und der Stand heute: Beide Mannschaften stiegen förmlich wie Phönix aus der Asche auf und kennen den Tabellenkeller nur noch aus der Entfernung. „Das war damals ein hartes Stück Arbeit, aber alle haben voll mitgezogen“, erinnert sich Genge an den Kraftakt Klassenerhalt. Sieben Jahre hatte er zuvor pausiert und war eigentlich nur als Retter in der Not zurückgekehrt – doch nun könnte er sich sogar noch ein paar weitere Jahre am Reuteranger vorstellen. „Es sei denn, es findet sich ein Jüngerer. Dann mache ich natürlich Platz“, orakelt der mittlerweile 50-jährige Trainerfuchs. Doch eigentlich gibt es für einen Wechsel am Regiepult auch keinen Grund. Souverän hat Detlef Genge die Geschehnisse im Griff und legte mit seinen Frauen eine komplett sorgenfreie Hinrunde in der Oberliga hin.

18 Punkte und Platz fünf – Hastenbecker Fußballherz, was willst du mehr? Nur die dumme 0:1-Heimpleite am 27. November gegen den SV Upen will da nicht so richtig ins Bild passen. „Das war ein rabenschwarzer Tag für uns“, hat Genge aber längst einen großen Haken hinter die Niederlage gemacht. Er erinnert sich ohnehin viel lieber an die Sternstunde beim 5:1-Triumph gegen die SG Schamerloh. So stellt sich der Erfolgscoach attraktiven Frauenfußball beim ranghöchsten Klub aus dem Kreis vor. Und so will er auch in der Rückrunde noch sein Saisonziel von 33 Punkten und Platz vier erreichen. Mithelfen soll dabei auch weiterhin Klassetorhüterin Sandra Dahmen. „Ohne sie wären wir im Sommer abgestiegen“, stellt Detlef Genge seiner Nummer eins ein gutes Zeugnis aus.

Bestnoten gibt es aber auch für die starken Neuzugänge. Ein gutes Näschen hatte der SV Hastenbeck vor allem bei der überaus quirligen Maline Dahler vom TSV Deinsen. „Die dreht auf wie der Dortmunder Kagawa“, meint der Coach. Als überaus wirkungsvoll entpuppte sich zudem auch Yvonne Harms. Sie kam ebenfalls aus Deinsen und ist mittlerweile die Allzweckwaffe in der Hastenbecker Defensive und neben Mannschaftsführerin Anika Arlt eine weitere Führungsspielerin.

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Nachwuchstalent Luisa Schadeck (16) und Torjägerin Mara Bödeker (7 Treffer) fügten sich nicht minder nahtlos in das vorhandene Mannschaftsgefüge ein. Und mit Francesca Rüscher (16) kam in der Winterpause noch ein hoffnungsvolles Talent vom MTV Lauenstein dazu. „Auch sie hat großes Potenzial“, hatte Genge während der Vorbereitung schnell erkannt.

Durchaus möglich, dass sie am Sonntag (11 Uhr) zum Rückrundenstart beim PSV Hildesheim ihr Punktspiel-Debüt in der Oberliga geben wird. Derzeit von einer Rückkehr in die Mannschaft nur träumen können die Langzeitverletzten Angela Katzinaki und Christina Risel.

„Wir müssen abwarten. Im Moment plane ich nicht mit ihnen“, gibt der Trainer den Stand der Dinge wieder. Ein wenig besser sieht es dagegen bei Madeline Piel aus, die nach ihrem Kreuzbandriss schon vorsichtig ins Lauftraining eingestiegen ist. „Ein paar Spiele wird sie noch machen“, ist Genge sicher.

„Sie dreht im Spiel auf wie Kagawa“, ist der Hastenbecker Trainer Detlef Genge mit den Leistungen von Neuzugang Maline Dahler bisher sehr zufrieden.

Foto: nls



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