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Der „Phantom-Torjäger“

Sebastian Zschoch trifft und trifft – taucht aber im Fußballportal nicht auf

veröffentlicht am 05.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:21 Uhr

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Salzhemmendorf. Er trifft und trifft, hat in dieser Saison schon 20 Buden gemacht – doch Sebastian Zschoch bleibt irgendwie der „Phantom-Torjäger“ der Kreisliga. Wer im offiziellen DFB-Portal „Fußball.de“ nach dem Namen des Salzhemmendorfer Top-Stürmers sucht, wird ihn auf der Torjägerliste nicht finden.

Pech gehabt, denn dort in den elektronischen Spielberichtsbögen taucht nur eine gewisse Nummer 20 auf. Wohl dem, der gerne Fußball-Rätsel löst. Aber warum diese Geheimniskrämerei, die sonst nur noch der Ostkreisrivale WTW Wallensen betreibt?

„Aus Datenschutzgründen werden unsere Spielernamen nicht genannt. Die Mannschaft war damit aber einverstanden“, klärt Salzhemmendorfs Co-Trainer Karsten Pfitzner auf.

An der Klasse von Sebastian Zschoch ändert das zwar nichts, aber die Torjägerliste bei Fußball. de ist damit eigentlich nur eine Farce. Schließlich stimmt sie durch die fehlenden Informationen aus Salzhemmendorf und Wallensen hinten und vorne nicht. „Zschochi“, wie der überaus wendige und schnelle Stürmer im Mannschaftskreis genannt wird, stört sein „Inkognito-Dasein“ allerdings nicht sonderlich. „Das ist doch nicht so wichtig. Es zählt ohnehin nur der Erfolg mit Blau-Weiß“, meint der 21-Jährige, der einst in der Jugend von SF Osterwald mit dem Fußball begann.

Doch die Kreisliga soll nicht unbedingt Endstation in seiner Karriere sein. Schließlich ist er noch jung, und so will der Torjäger mit dem starken rechten Fuß sportlich noch einiges erreichen. Natürlich am liebsten im Trikot von Salzhemmendorf. „Wir haben ein sehr junges Team mit viel Potenzial nach oben. Vielleicht gelingt uns ja bald mal der Sprung in die Bezirksliga“, orakelt Sebastian Zschoch. Darauf hofft auch sein Trainer Dirk Schumacher, der sich nach dem Aufstieg aber erst einmal in der Kreisliga etablieren will. Mit Platz fünf ist ihm das bislang auch gelungen. „In Zukunft ist noch vieles möglich“, meint der Coach und rechnet dabei fest mit vielen Zschoch-Toren. ro

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