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Sportgericht zuständig, nicht der Spielausschuss: Tündern legt an falscher Stelle Einspruch ein

Der komplizierte Fall Lukas Kramer

Es kommt nicht so oft vor, dass Manfred Lentge sprachlos ist. Doch als Tünderns Vize-Vereinschef von der Dewezet-Sportredaktion erfuhr, dass das Kreisliga-Spiel, das Tünderns Reserve am ersten Spieltag durch den Siegtreffer des angeblich nicht spielberechtigten Lukas Kramer mit 1:0 gegen Aerzen gewonnen hatte, inzwischen mit 0:5 gewertet wurde, weil sein Klub gegen den von Hans-Jürgen Hartmann, Spielausschussvorsitzender des Kreisfußballverbandes, per Email verschickten Verwaltungsentscheid keinen Einspruch eingelegt haben soll, fehlten ihm für einen kurzen Augenblick die Worte.

veröffentlicht am 28.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:03 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

„Was soll ich dazu sagen?“ Lentge versicherte, „dass wir innerhalb der 7-Tage-Frist Einspruch eingelegt haben“. Dass das von Vereinsseite verschickte Fax fristgerecht beim Kreisfußball-Verband vorlag, wurde sowohl Lentge als auch der Dewezet-Sportredaktion vonseiten des Vorstandsmitgliedes Werner Jorns auf Anfrage telefonisch bestätigt. Weil der Vorsitzende des Juniorenausschusses nicht für Angelegenheiten des Sportgerichtes zuständig ist, wurde er gebeten, den per Fax verschickten Einspruch weiterzuleiten. „Das habe ich auch getan“, versichert Jorns. Allerdings nur an Hans-Jürgen Hartmann, den Absender des Verwaltungsentscheides. Der Vorsitzende des Spielausschusses nahm das Fax lediglich zur Kenntnis, leitete es aber nicht unbürokratisch an das zuständige Sportgericht weiter, dessen Vorsitzender Reinhard Freyer ist.

 

Wie sich Kreisfußball-Boss Andreas Wittrock, Friedrich-Wilhelm Meyer vom Kreis-Spielausschuss und August-Wilhelm Winsmann, Vorsitzender des Bezirksfußball-Verbandes, äußern, lesen Sie in der Print-Ausgabe der Dewezet. Unter der Überschrift "Zu viel verlangt?" gibt es auch einen Kommentar von Dewezet-Sportredakteur Andreas Rosslan zum Thema.   

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