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Fußball: HagensTrainer Philipp Gasde kündigt überraschend Abschied zur Winterpause an

Der Herbstmeister-Coach geht

HAGEN. Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Das Heimspiel am Sonntag gegen den MTV Lauenstein wird sein letztes Punktspiel als Trainer von Germania Hagen sein. Nach knapp einem Jahr wird Philipp Gasde in der Winterpause den Kreisliga-Tabellenführer schon wieder verlassen und in der Landesliga einen neuen Trainerjob übernehmen.

veröffentlicht am 07.11.2018 um 15:26 Uhr
aktualisiert am 07.11.2018 um 16:20 Uhr

Die Entscheidung, Germania Hagen als Trainer im Winter zu verlassen, ist Philipp Gasde schwergefallen. Foto: nls
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Als Philipp Gasde am Dienstagabend vor dem Training von Germania Hagen das Wort ergriff, war es in der Kabine plötzlich mucksmäuschenstill. Man hätte sogar eine Stecknadel fallen hören. Einige Spieler konnten offenbar gar nicht glauben, was sie hörten. Denn der 35-jährige A-Lizenzcoach kündigte beim Kreisliga-Herbstmeister quasi aus heiterem Himmel seinen Abschied an – und das schon zum Jahreswechsel. „Mir ist die Entscheidung wirklich schwergefallen“, sagte Gasde, der mit den Germanen in der Kreisliga klar auf Titelkurs ist. Hagen ist „Herbstmeister“ und hat mit 42 Punkten den direkten Wiederaufstieg fest im Visier. Umso überraschender ist, dass Gasde im Winter geht. Die Frage ist, warum eigentlich?

Sportlich könnte es für Hagen nicht besser laufen. Und auch das Verhältnis zwischen Trainer, Mannschaft und Vereinsführung ist top. Eigentlich kein Grund für einen Winter-Wechsel. Ausschlaggebend waren für den 35-jährigen Lehrer der Wilhelm-Raabe-Realschule berufliche Gründe: „Ich werde mich zum Halbjahreswechsel Richtung Hannover orientieren und eine neue Stelle antreten. Die wird voraussichtlich in Burgdorf oder Langenhagen sein“, begründet Gasde seine Entscheidung, Germania Hagen zu verlassen und sich in der Region Hannover einen neuen Trainerjob zu suchen. Und den hat Hagens Noch-Coach bereits gefunden. Gasde wird neuer Trainer beim Fußball-Landesligisten Ramlingen-Ehlershausen, der sich schon Anfang September schnell wieder von seinem gerade erst im Sommer durchgestarteten Coach Philippe Harms getrennt und Trainer-Urgestein Kurt Becker als Interimslösung reaktiviert hatte. Der Trainerjob in Ramlingen sei „eine interessante Aufgabe“, denn der Klub zählt zu den Topteams der Landesliga und hat als Tabellendritter durchaus das Potenzial, in die Oberliga aufzusteigen. Und als Trainer wollte Gasde sowieso schon immer so hoch wie möglich arbeiten.

Wer Gasdes Nachfolger als Trainer von Germania Hagen wird, steht laut Vereinschef Sven Schipper noch nicht fest: „Es ist schade, dass Philipp uns nach so kurzer Zeit schon wieder verlässt, weil er bei uns einen super Job gemacht hat. Wir werden jetzt in Ruhe und ohne zeitlichen Druck einen Nachfolger für ihn suchen.“ Zu möglichen Kandidaten konnte sich Hagens Vereinschef noch nicht äußern, „weil wir von Philipps Entscheidung auch erst am Dienstag erfahren haben.“

Möglicherweise bietet sich ja auch eine vereinsinterne Lösung an, denn Torjäger Florian Büchler hat vor wenigen Wochen seinen Trainerschein gemacht. Als Spielertrainer wäre er zwar ein Quereinsteiger, aber zumindest bis Saisonende eine interessante Interimslösung, wenn der ehemalige Regionalliga-Spieler von Hannover 96 und Germania Halberstadt Interesse hätte. Bei der Trainersuche besteht laut Schipper aber kein Grund zur Panik, denn bis zum 31. Dezember werde Gasde die Mannschaft weiter trainieren und auch bei den ersten beiden Qualifikationsturnieren für den Dewezet-Supercup coachen. Die offene Trainerfrage soll laut Schipper aber bis spätestens Anfang Februar gelöst sein.

Mein Standpunkt
Klaus Frye
Von Klaus Frye

Einen Top-Trainer wie Philipp Gasde gleichwertig zu ersetzen, wird schwer, denn Hagens Coach hat einen super Job gemacht. Die Germanen werden aber auch ohne ihn Meister. Egal, wer Trainer wird. Mein Favorit: Florian Büchler.



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