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Fußball: Es gibt wieder mehr Lichtblicke – auch HSC Tündern, SV Lachem, SSG Halvestorf und Juniorenteams glänzen

Der hellste Stern leuchtet über Hastenbeck

Der heimische Fußball in den höheren Spielklassen ist zwar längst nicht mehr das, was er einmal war – aber es gibt wieder mehr Lichtblicke als sonst. Nicht nur bei den Herren und Frauen, auch im Juniorenbereich. Aber wo viel Licht ist, darf auch der Schatten nicht fehlen. Und so hat der Kreis bei der Zwischenbilanz auch wie immer einige Sorgenklubs im Angebot.

veröffentlicht am 23.12.2018 um 15:58 Uhr

Eine Hinserie zum Dauer-Strahlen: Die Fußball-Frauen des SV Hastenbeck mischen die Oberliga gewaltig auf und sind Tabellendritter. Foto: nls Foto: nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Der vielleicht hellste Fußball-Stern leuchtet derzeit über dem Hastenbecker Reuteranger. Rein sportlich gesehen der Wahnsinn, was die Oberliga-Frauen hier in der Hinserie ablieferten. Die Bilanz von neun Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage spricht für sich. Wie es Spielertrainern Bianca Lity gelungen ist, aus einem Abstiegskandidaten innerhalb kürzester Zeit ein Spitzenteam quasi aus dem Hut zu zaubern, wird wohl auf ewig ihr Geheimnis bleiben. Fakt ist: Mit dem ausgezeichneten dritten Tabellenplatz knüpft der Frauen-Traditionsklub nun endlich einmal wieder an lange vermisste Glanzzeiten früherer Tage an. Und die Messe in der 4. Liga ist noch längst nicht gelesen, denn bei sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Hannover 96 hat der SV Hastenbeck für die Restserie ab dem 3. März noch alle Optionen für den ganz großen Sprung. Von dem kann der Nachbar HSC BW Tündern nur noch träumen, denn mit nur einem Sieg und einem Unentschieden aus 14 Spielen ist der Klassenerhalt für das Schlusslicht in weite Ferne gerückt. Verletzungspech und ein großer Aderlass war für Trainer Alexander Stamm und seine zwangsläufig neu formierte Mannschaft bislang noch nicht zu kompensieren. Richtungsweisend dürfte wohl gleich das erste Spiel nach der Winterpause werden, denn dann gibt der SV Hastenbeck seine Visitenkarte bei den Schwalben ab. Hier hilft dem HSC nur ein Sieg. Auch wenn es im Interesse des heimischen Frauenfußballs wesentlich attraktiver wäre, gleich zwei Frauen-Oberligisten aufbieten zu können, Nachbarschaftshilfe wird es wohl nicht geben.
Motzner formt HSC Tündern zur Spitzenmannschaft

Eine Hinserie zum Einrahmen legten dafür die Herren des HSC BW Tündern in der Landesliga hin. Sie haben mit 39 schon genauso viele Punkte wie in der kompletten Vorsaison – und sind damit auch zu einer echten Hausnummer im Bezirk Hannover geworden. Getreu dem Motto, hinten top und vorne trifft das Tor-Trio Robin Tegtmeyer (15), Lukas Kramer (10) und Ugur Aydin (7), hat Trainer Siegfried Motzner so ein echtes Spitzenteam geformt. Der Tabellenzweite besitzt mit nur vier Punkten Rückstand auf Primus SC Hemmingen (43) auch noch alle Optionen auf den Platz an der Sonne.

Vorausgesetzt natürlich, Tündern schenkt sich diesmal eine so katastrophale Rückserie wie zuletzt, in der nur noch zwei Siege gelangen. Bleiben Spielmacher Jannik Hilker und Co aber konzentriert am Ball, dann kann Manager Manfred Lentge schon langsam mal die Unterlagen für die Oberliga anfordern. Auch wenn der Satz in die 5. Liga mit enormen finanziellen Belastungen verbunden sein dürfte. Klappt es dann aber tatsächlich sportlich, wird er sicherlich auch alle pekuniären Möglichkeiten ausloten.

Eine Hinserie zum Dauer-Strahlen: Die Fußball-Frauen des SV Hastenbeck mischen die Oberliga gewaltig auf und sind Tabellendritter. Foto: nls
  • Eine Hinserie zum Dauer-Strahlen: Die Fußball-Frauen des SV Hastenbeck mischen die Oberliga gewaltig auf und sind Tabellendritter. Foto: nls

Als stabiler Faktor in der Landesliga hat sich bislang auch wieder die SpVgg. Bad Pyrmont erwiesen. Zwar leistete sich die Elf von Trainer David Odonkor einige unnötige Schlenker und verspielte damit eine noch bessere Position als den derzeitigen siebten Rang. Von kurzfristiger Abstiegsgefahr, wie zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr, ist aber längst keine Rede mehr. Und tritt die Spielvereinigung in der Restserie noch einmal auf das Gaspedal, dann ist auch noch ein Sprung in höhere Gefilde drin.
SV Lachem sorgt in der
Bezirksliga für Furore

Zu den Überfliegern im heimischen Fußball-Kosmos zählt zweifellos auch der SV Lachem-Haverbeck. Angefangen mit dem sensationellen Sommer-Triumph im Bezirkspokal (2:0 gegen Stelingen), startete Trainer Tarik Önelcin in der Bezirksliga gleich bis auf Platz zwei durch und hat mit 41 Zählern schon zwei mehr auf dem Konto als in der gesamten Saison 2017/18. Aber auch die Optik stimmt, denn Spitzenreiter TSV Barsinghausen ist noch in Sichtweite. Zwar scheint der Aufstieg des Dorfklubs aufgrund des NFV-Regelwerks (2. Herren und Jugendmannschaft Pflicht) im Augenblick utopisch, aber Meister werden will Trainer Önelcin mit seinen Mannen trotzdem. Und das dürfte auch nicht völlig unmöglich sein.

Mit der SSG Halvestorf schreibt ein weiterer Klub der Region vorwiegend positive Schlagzeilen in der Bezirksliga. Nach zwei Zitterjahren, in denen das Abstiegsgespenst Dauergast am Piepenbusch war, ist Trainer René Hau der Verjüngungsprozess perfekt gelungen und Rang fünf (33 Punkte) auch der verdiente Lohn für seine Arbeit. Mit Torjäger Julian Maaß (17) stellt der Klub zudem auch den Topmann in der Stürmerfraktion. Mit dem Titel wird es zwar nichts mehr werden, aber ein paar Meter nach oben sollten noch drin sein.

Wandelt Eintracht Afferde derzeit als Neunter (25 Punkte) noch zwischen Gut und Böse, ist die Versetzung bei den restlichen beiden Mannschaften aus dem Kreis Hameln-Pyrmont dagegen hochgradig gefährdet. Nur noch theoretische Chancen besitzt allerdings BW Salzhemmendorf als abgeschlagenes Schlusslicht in der Bezirksliga-Staffel 4. Zwölf Punkte Abstand auf den Relegationsplatz bedeuten schon eine sehr hohe Hypothek. Aber vielleicht bewirkt das neue Trainerduo Dirk Schumacher/Karsten Fitzner ja Wunder? Wesentlich mehr Hoffnungen auf ein Happy End darf sich dagegen der MTSV Aerzen machen, der momentan zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz (TSV Luthe/18) hat. Ein ständiger Tanz auf der Rasierklinge wird die Restserie für die Crew von Trainer Gaetano Bartolillo aber allemal.
JSG Halvestorf klopft
ans Tor zur Landesliga

Viele Lichtblicke gibt es derweil auch im Juniorenbereich. So stellt der Kreis mit der JSG Hameln-Land endlich einmal wieder einen Landesligisten bei den A-Junioren. Und die Mannschaft von Trainer Steffen Niemeyer schlägt sich dort als Siebter mit 14 Punkten fernab der Abstiegsränge auch beachtlich. Und der nächste Klub klopft schon dezent an. In der Bezirksliga regiert im Augenblick die noch unbesiegte JSG Halvestorf auf Platz eins und hat damit auch die besten Karten im Titelrennen. Eine Etage tiefer bei den B-Junioren machen mit der JSG Hameln-Land als Spitzenreiter und Union Pyrmont als ärgster Verfolger gleich zwei Mannschaften aus dem Kreisgebiet die Musik in der Bezirksliga. Noch dick im Geschäft bei den C-Junioren ist auch die JSG Halvestorf als Tabellenzweiter.



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