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Bezirksliga-Kellerduell in Wallensen: WTW empfängt Germania Hagen

Der Fluch der Kapitänsbinde

Wallensen/Hagen. Im Blickpunkt des 9. Spieltages der Fußball-Bezirksliga steht das Keller-Derby zwischen WTW Wallensen und Germania Hagen. Beide Teams stehen nach einem miserablen Saisonstart mit jeweils vier Punkten zurzeit auf einem Abstiegsplatz. Für Hagens Coach Stephan Meyer ist die Partie am Sonntag (15 Uhr) gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf ein „Sechs-Punkte-Spiel, das wir auf gar keinen Fall verlieren dürfen“. Das gilt auch für Wallensen, denn beide Teams haben schon fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Wer das Kellerduell verliert, droht den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu verlieren. Selbst ein Unentschieden hilft keinem der beiden Abstiegskandidaten weiter, nur ein Sieg.

veröffentlicht am 30.09.2015 um 15:20 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:25 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

„Personell sieht es bei uns momentan nicht so gut aus“, sagt Meyer. Denn bei Hagens 1:5-Heimpleite gegen den SC Rinteln haben sich Marco Unverzagt (Gehirnerschütterung) und Abbas Issa (Bänderriss im Sprunggelenk) verletzt. Beide werden in Wallensen fehlen. Dazu kommt seit Saisonbeginn „der Fluch der Kapitänsbinde“, wie Meyer sagt. Erst fiel Nils Lippert aus, dann auch Torjäger Christopher Loges – und jetzt ist auch noch Torwart Niklas Frye im Urlaub. Nicolaus von Stietencron übrigens auch. „Aber unser Kader ist groß genug. Wir werden trotz der Ausfälle eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen“, so Meyer. Für Wallensens neuen Trainer Uwe Klose ist die Partie die Heimspiel-Premiere. Bei seinem Debüt in Aerzen kassierte er mit WTW eine deftige 0:4-Pleite. In dem Spiel präsentierte sich Wallensen allerdings erschreckend schwach. Das Ergebnis hätte sogar noch höher ausfallen können, wenn Wallensens Keeper Jan Arendt nicht so gut gehalten hätte. „Unser nächstes Spiel läuft sicherlich besser, wenn wir denn auch die Fehler endlich abstellen“, hofft Wallensens Fußball-Chef Thomas Schütte.

Bad Pyrmont – Obernkirchen. Wer tummelt sich als hochgehandelter Titelkandidat schon gerne fernab der Spitze im Mittelfeld der Fußball-Bezirksliga herum? Die Spielvereinigung Bad Pyrmont ganz bestimmt nicht. Ein erster Befreiungsschlag gelang der Gasde-Elf in der Vorwoche mit dem 6:0 in Boffzen, folgt jetzt gegen Obernkirchen (So., 15 Uhr) der zweite Streich, könnte der ambitionierte Klub wieder ein bisschen Boden gut machen. Vor heimischer Kulisse holte Pyrmont allerdings in fünf Spielen nur sechs Punkte. Zweifellos ein Manko. Fraglich ist noch der Einsatz von Angreifer Florian Büchler, der sich seit Saisonbeginn mit einer hartnäckigen Verletzung herumplagt – und dem Team deshalb bislang auch nur wenig helfen konnte.

HSC Tündern – MTSV Aerzen.

Zwei Heimspiele in Folge vergeigt – die Gesichter in Tündern wurden zuletzt immer länger. Plötzlich war sie wieder futsch: die gute Ausgangsbasis im Titelrennen der Fußball-Bezirksliga . Da muss der HSC gegen Aerzen (Sa., 16 Uhr) nun wieder liefern, sonst versinken die Schwalben im Mittelmaß. Zwar hat die Motzner-Elf noch das Nachholspiel in Wallensen in petto, wäre aber alles nur Makulatur, wenn jetzt nichts läuft. Trotzdem eine harte Prüfung für den HSC, denn die Gäste reisen mit breiter Brust an. 13 Punkte in Serie machen Lust auf mehr. Spannung verspricht zudem das Duell der Torjäger. Tündern hat mit Adrian Gurgel und Ugur Aydin ebenso zwei im Angebot wie Aerzen mit Patrick Hoppe und Dennis Deppmeyer.

SV Lachem – FC Boffzen.

Der SV Lachem hat scheinbar ein kleines Problem: Zweimal stand Trainer Tarik Önelcin aus den unterschiedlichsten Gründen nicht an der Linie – zweimal blieb das Punktekonto in der Fußball-Bezirksliga leer. Das war in Tündern (0:10) und in Halvestorf (1:2) so. Läuft das jetzt so weiter, droht auch gegen Schlusslicht Boffzen (So. , 15 Uhr) wieder Ungemach. Denn der Coach genießt noch eine Woche seinen verdienten Urlaub an der türkischen Riviera. Auf der anderen Seite konnte sich der SV Lachem bislang in jedem Kellerduell behaupten und holte seine neun Saisonpunkte gegen Wallensen, Hagen und Hagenburg. Zuletzt wieder gut in Schuss zeigte sich Torjäger Soner Aslan. Er soll es auch gegen Boffzen krachen lassen.

Holzminden – SSG Halvestorf. Wenn Trainer Ralf Fehrmann auf die Halvestorfer Bilanz der letzten vier Spiele zurückblickt, huscht bestimmt ein leichtes Schmunzeln über sein Gesicht. Zehn Punkte in Serie machen nicht nur zufrieden sondern auch deutlich: Die SSG hat nach einem anfänglichen Zickzack-Kurs in die erhoffte Erfolgsspur gefunden. Und wer den ehrgeizigen Halvestorfer Trainer kennt, der weiß: Er wittert nun als Tabellenvierter der Fußball-Bezirksliga Morgenluft. Und die schönen Zeiten rund um den Piepenbusch könnten noch länger andauern, schließlich ist die Aufgabe am Sonntag (15 Uhr) beim bislang heimschwachen SV Holzminden – erst ein Sieg – nicht unlösbar. Es sei, denn Günzel und Co. unterschätzen die Situation. ro



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