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Auch der HSV macht Meissner Sorgen

Der „Bub“ von Börry sucht noch einen Knipser

Fußball. Von wegen alles Käse. Der „Börry-Bub“ ist zwar wieder da – aber nicht wie früher als Camembert der Spitzenklasse. Nun schwingt der „Bub“ als Trainer beim Kreisligisten SC Börry das Zepter. Andreas Meissner trägt diesen Spitznamen seit ewigen Zeiten und weiß auch noch genau, wie es dazu kam. „Ich bin mit 21 von Preußen 07 zum MTV Coppenbrügge gewechselt und saß in der Kabine neben Routinier Jürgen Mietzner. Der nannte mich Bub, und ich ihn Opa. Und so ist es noch heute“, schmunzelt der 49-Jährige.

veröffentlicht am 05.10.2011 um 17:17 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:53 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

In Börry hat er derzeit allerdings wenig zu lachen, denn schon jetzt hängt der Aufsteiger als Vorletzter mit erst sieben Punkten mächtig in den Seilen und ist von der gepriesenen Spitzenklasse des einstigen Camemberts noch meilenweit entfernt. Aber Andreas Meissner hat während seiner elfjährigen Trainerkarriere, die einst bei der SSG Marienau begann, schon so manche Misere gemeistert. Nun auch die in Börry? „Es geht für uns um nichts anderes als den Klassenerhalt und ich bin sicher, wir schaffen das auch“, lässt der HSV-Fan erst gar keine Zweifel aufkommen. Die hat der Dauerkarteninhaber von der Nordtribüne bei seinem Lieblingsklub schon eher. „Der Hamburger SV macht mir Kummer. Das wird eine ganz harte Saison. Hoffentlich holen die nicht einen Selbstdarsteller wie Louis van Gaal als Trainer“, blickt der „Bub“ auch sorgenvoll an die Elbe. Doch auf die Belange beim Bundesliga-Dino hat er bekanntlich keinen Einfluss, auf die beim SC Börry schon.

Ein Blick auf die Tabelle macht auch schnell deutlich, wo Andreas Meissner die Hebel ansetzen muss – und auch wird. Es hapert bei seinen Gelb-Schwarzen nach dem Weggang von Torjäger René Conrad im Angriff. Und zwar gewaltig, denn nur neun Tore in 12 Spielen sind eine spärliche Ausbeute. Viele Punkte sammelt man so nicht.

„Wir spielen gut bis zum Strafraum, dann passiert nicht mehr viel. Uns fehlt ein Knipser, ansonsten können wir in der Kreisliga mithalten“, denkt der Coach auch schon ein wenig an die Winterpause. „Vielleicht können wir dann noch einen effektiven Stürmer zu uns holen“, orakelt Meissner. Wenn das man nicht zu spät ist, denn bis zum 4. Dezember stehen noch acht Spiele auf dem Plan, ist danach über die Hälfte der Saison vorbei. Da muss sich der „Bub von Börry“ wohl schnell einen Torjäger schnitzen – sonst ist doch noch alles Käse.



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