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Vizemeister Emmerthal in der Kreisliga nur Mittelmaß / Quartey moniert Trainingsbeteiligung

Der Absturz der grünen Himmelsstürmer

Was ist bloß los? In Emmerthal raufen sich alle verzweifelt die Haare. Es läuft in dieser Saison einfach nicht rund beim amtierenden Vizemeister der Fußball-Kreisliga. Schon einen Monat ohne Sieg – und nun grüßt auch noch das Niemandsland.

veröffentlicht am 21.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

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Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Was ist bloß los? In Emmerthal raufen sich alle verzweifelt die Haare. Es läuft in dieser Saison einfach nicht rund beim amtierenden Vizemeister der Fußball-Kreisliga. Schon einen Monat ohne Sieg – und nun grüßt auch noch das Niemandsland. Ade, Titelrennen! Der begehrte Platz an der Sonne blinkt für den momentanen Sechsten nur noch aus weiter Ferne, dafür ist der Absturz ins bedeutungslose Mittelmaß längst vollzogen. Ist aber auch kein Wunder. Die TSG Emmerthal (31) lässt Punkte liegen, die Konkurrenz nicht. Spitzenreiter TSV Bisperode (40) und Verfolger MTSV Aerzen (39) sind so schon weit enteilt. Selbst Mannschaften wie Lachem und Wallensen haben im Augenblick noch mehr Optionen nach oben als die letztjährigen grünen Himmelsstürmer von der Emmer. „Von der Meisterschaft redet bei uns keiner mehr. Wie auch“, meint Trainer Roddy Quartey. Ein Hauptgrund für den Absturz aus der Spitzengruppe ist für ihn die mangelhafte Trainingsbeteiligung. So musste der ehrgeizige Coach schweren Herzens schon einige Einheiten ausfallen lassen. „Wer nicht regelmäßig trainiert, der kann auch in der Kreisliga auf Dauer nicht mithalten“, legt Quartey gezielt den Finger in die Wunde.

Langwierige Verletzungen wie die von Torjäger Michael Jermakowicz, der zuletzt am 20. Oktober beim 2:1 gegen Hemeringen auf dem Platz stand, können anscheinend auch nicht kompensiert werden und tragen so ihr Übriges zum Emmerthaler Übel bei.

Doch Roddy Quartey ist auch ein Kämpfer und hat die Hoffnung auf bessere Zeiten noch längst nicht aufgegeben. „Die Mannschaft muss wollen und jetzt eine deutliche Reaktion zeigen. Dann könnten wir vielleicht noch eine wesentlich interessantere Saison spielen als im Augenblick“, nimmt der Coach Kapitän Murat Bendes und Co. in die Pflicht. Gerüchten, dass er keine Lust mehr habe und deshalb seinen Job in Emmerthal vorzeitig aufgeben will, tritt der 52-Jährige energisch entgegen. „Ich bin bestimmt kein Trainer, der plötzlich alles hinwirft, nur weil es mal nicht so läuft, wie ich es gerne hätte“, will er seinen Vertrag bei der TSG auf alle Fälle bis zum Saisonende erfüllen.

Und vielleicht schnürt der einst gefürchtete Abwehrspezialist von Preußen 07 vorher sogar noch einmal selber die Stiefel: „Daran gedacht habe ich schon, aber nur wenn Not am Mann ist ...“

Nicht zu fassen: Emmerthals Trainer Roddy Quartey (links) und Angreifer Cayan Altuntas hadern mit der sportlichen Talfahrt in der Kreisliga.

Foto: nls



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