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„Das war heute beschissen“: Thals Trainer Nickel nach 0:6 Pleite bedient

Alle Spiele - alle Tore: So lief der 13. Spieltag der Fußball-Kreisliga.

veröffentlicht am 10.10.2021 um 18:59 Uhr

SpVgg. Bad Pyrmont II – VfB Hemeringen 4:2 (1:1).

Die Landesliga-Reserve der SpVgg. Bad Pyrmont kletterte durch einen souveränen 4:2-Heimsieg gegen den VfB Hemeringen auf Platz drei der Kreisliga-Tabelle. Dabei sah es zu Beginn der Partie so aus, als machten die Gäste das Rennen um die drei Punkte: Finn Hoppe brachte Hemeringen schon nach sieben Minuten in Führung. „Am Anfang hat Hemeringen sehr viel Druck gemacht, das hat uns kalt erwischt“, so Pyrmonts Trainer Eldar Zahirovic. Danach kippte das Spiel allerdings immer weiter, die Hausherren übernahmen die Spielkontrolle. Nach einer halben Stunde war es Anil Aranmis, der den 1:1-Ausgleich und gleichzeitig den Halbzeitstand erzielte. „Dann sind wir aber super aus der Kabine gekommen und haben genau das umgesetzt, was unsere Stärke ist: Angriffspressing. Ich hatte den Eindruck, dass Hemeringen damit nicht so gut klar kam“, berichtete Zahirovic weiter. In der 60. Minute traf Jannis Thielke zum 2:1 für die Zahirovic-Elf. Zehn Minuten später erhöhte Aranmis auf 3:1. In der 80. Minute kamen die Gäste aber noch einmal zurück ins Spiel, Karsten Wieneke verkürzte auf 2:3. „Das war ein Fehler von uns, Hemeringen hat den Konter aber dennoch gut zu Ende gespielt“, so Zahirovic. Für klare Verhältnisse sorgte im Endeffekt erneut Thielke, der in der 85. Minute das 4:2 erzielte. „Wir hatten noch viele weitere Torchancen, die wir nicht genutzt haben. Am Ende geht der Sieg völlig in Ordnung“, so Zahirovic, der abschließend den jungen Andrej Felker hervorhob.

Tore: 0:1 Finn Hoppe (7.), 1:1 Anil Aranmis (30.), 2:1 Jannis Thielke (60.), 3:1 Aranmis (70.), 3:2 Karsten Wieneke (80.), 4:2 Thielke (85.).

SC RW Thal - MTV Lauenstein 0:6 (0:3).

„Das war heute beschissen“, musste RW-Trainer Markus Nickel zugeben. Mit 0:6 gab seine Mannschaft sich auf heimischem Rasen gegen den MTV Lauenstein geschlagen. Nach 90 Sekunden hatten die Hausherren allerdings gleich eine dicke Chance, René Hündersen vergab jedoch. „Kurz danach macht Lauenstein durch Linus Zorn das 1:0, danach hatten wir keine Chance mehr“, so Nickel weiter. Nach elf Minuten verwandelte Rene Hündersen einen Strafstoß zum 1:1, aufgrund zu früh in den Sechzehner herein laufende Spieler musste dieser jedoch wiederholt werden – Hündersen vergab den zweiten Versuch. Danach machten die Gäste kurzen Prozess mit den Rot-Weißen. Vor der Halbzeit erhöhten Sebastian Serrano (15.) und Karsten Eberding (45.) auf 3:0. In der letzten Viertelstunde legten vor allem die eingewechselten MTV-Akteure noch einmal nach. Bengt Brock traf gleich doppelt (75./80.), bevor Frederick Giger den 6:0-Endstand perfekt machte. „Lauenstein hat uns heute 90 Minuten unter Druck gesetzt, sie waren immer zwei bis drei Schritte schneller als wir. Damit kamen wir nicht zurecht. Sie haben uns in Grund und Boden gelaufen“, zeigte sich Nickel nach der Partie als fairer und anerkennender Verlierer.

Tore: 0:1 Linus Zorn (7.), 0:2 Sebastian Serrano (15.), 0:3 Karsten Eberding (45.), 0:4 Bengt Brock (75.), 0:5 Brock (80.), 0:6 Frederick Giger (85.).

Besonderes: Thals Rene Hündersen verschießt Strafstoß (11.).

SG Hajen/Latferde – VfB Eimbeckhausen 2:0 (2:0).

Die SG Hajen/Latferde fuhr einen ungefährdeten 2:0-Heimsieg gegen den VfB Eimbeckhausen ein. „Das war heute eine reife und souveräne Vorstellung von uns. Definitiv eines der besten Spiele, die ich in dieser Saison von uns gesehen habe“, zeigte sich SG-Sprecher Marc Knoesel vollkommen zufrieden. Bereits in Halbzeit eins sorgten die Hausherren für relativ klare Verhältnisse, hatten das Spiel unter Kontrolle. Yannic Bohne versenkte einen direkten Freistoß zum 1:0 ins Netz (19.). Nach einer guten halben Stunde erhöhte Jan Knoesel auf 2:0 (31.). „Wir sind heute von Anfang an gut in die Zweikämpfe gekommen, hatten auch noch viele Chancen aus dem Spiel heraus. Dass das 1:0 dann durch einen direkten Freistoß fällt, war uns jedoch auch recht“, so Knoesel weiter. Im restlichen Verlauf der Partie zogen die Hausherren sich mit dem 2:0 im Rücken etwas zurück, die Gäste kamen besser ins Spiel – jedoch ohne zu zwingenden Torchancen zu kommen. Vollkommen zufrieden war Knoesel im Endeffekt dann aber doch nicht: „Wir müssen das abstellen, dass wir uns mit dem Spielstand zufrieden geben und dem Gegner die Spielkontrolle geben. Nach der Pause haben wir zunächst sehr verhalten agiert, danach sind wir allerdings schon wieder so aufgetreten wie noch zu Beginn der ersten Halbzeit.“ Die SG traf sogar noch zweimal die Latte und verschoss in der Nachspielzeit einen Strafstoß, das Ergebnis hätte also durchaus höher ausfallen können. „Das war heute einfach eine starke Mannschaftsleistung“, bekräftigte Knoesel abschließend.

Tore: 1:0 Yannic Bohne (19.), 2:0 Jan Knoesel (31.)

Besonderes: SG Hajen / Latferde verschießt Strafstoß (90.)

TSV Großenwieden – FC Preussen Hameln 2:5 (1:1).

Der TSV Großenwieden musste den nächsten Rückschlag hinnnehmen. Im Heimspiel gegen Preussen Hameln gab es eine deutliche 2:5-Niederlage. Gäste-Coach Rik Balk zeigte sich zufrieden: „Das war heute ein völlig verdienter Sieg von uns. Großenwieden hat sein Können nicht auf den Rasen gebracht, das hat uns natürlich auch in die Karten gespielt.“ Die Großenwiedener erwischten einen klassischen Fehlstart, bereits nach fünf Minuten brachte Kay Weddecke Preußen in Führung. In der Folge berappelten die Hausherren sich, Marcel Smolka traf acht Minuten vor der Pause zum Ausgleich (37.), das Spiel war wieder offen. Doch auch nach der Pause verschlief der TSV erneut die ersten Minuten nach Anpfiff. Sönke Wyrwoll brachte die 07er mit seinem Treffer zum 2:1 in wieder in Führung (49.) – ein traumhafter Dropkick in den Knick aus 25 Metern. „Das gelingt ihm so schnell nicht wieder“, scherzte Balk. Nur 120 Sekunden später erhöhte Kay Weddecke auf 3:1 (51.). Diesmal gelang es Großenwieden nicht, wieder in die Partie zu finden. Stattdessen traf Nick Fabian Wolny zum 4:1 (68.) und sorgte damit 20 Minuten vor Schluss bereits für die Entscheidung. 07-Akteur Kay Weddecke krönte seine ohnehin gute Leistung in der 79. Minute schließlich noch mit seinem dritten Treffer – 5:1! Daniel Wins verkürzte drei Minuten vor Schluss noch auf 2:5. Balk: „Wir haben uns heute defensiv gut aufgestellt und mit Kontern agiert, das hat sehr gut funktioniert. Situativ haben wir uns dann aber doch auch mal sehr offensiv positioniert und so dann hohe Ballgewinne erzwungen. Daraus sind drei Treffer gefallen. Der Sieg heute ist, auch in der Höhe, völlig in Ordnung.“ Der TSV rutscht ab auf Rang fünf, Preußen ist Siebter.

Tore: 0:1 Kay Weddecke (5.), 1:1 Marcel Smolka (37.), 1:2 Sönke Wyrwoll (49.), 1:3 Weddecke (51.), 1:4 Nick Fabian Wolny (68.), 1:5 Weddecke, (79.), 2:5 Daniel Wins (87.).


BW Tündern U23 – TSG Emmerthal 1:1 (1:1).

Remis im Spitzenspiel. Nach 75-Minütiger Führung gab die U23 von BW Tündern gegen die TSG Emmerthal noch den Sieg aus der Hand – trotz hochkarätiger Chancen. Bereits nach acht Minuten brachte Niklas Berndt die Hausherren und Tabellenführer auf der Hamelner Kampfbahn in Führung. „Wir sind wirklich gut gestartet, die Mannschaft hat meine Vorgaben top umgesetzt“, zeigte BW-Coach Alexander Liebegott sich hochgradig zufrieden mit der Anfangsphase. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten die „Schwalben“ viele Chancen, genutzt haben sie allerdings keine. In der 30. Minute holte TSG-Keeper Jannik Schröder Niklas Berndt im Strafraum der Emmerthaler von den Beinen, der Schiedsrichter entschied sich gegen einen Strafstoß. „Hier mussten wir in meinen Augen einen Elfmeter bekommen“, ärgerte sich Liebegott. Bis zur Halbzeit geschah nicht mehr viel. Die erste Emmerthaler Möglichkeit ereignete sich nach 65 Minuten, aus sechs Metern gelang es der TSG allerdings nicht, den Ball im Tor von Tünderns Schlussmann Robin „Robo“ Bartels unterzubringen. „Das hätte bereits das 1:1 sein müssen“, weiß auch Liebegott. Die zweite TSG-Chance saß dann aber: Luca-Fabian Schulz erzielte in der 83. Minute den umjubelten Ausgleich für die Gäste. „Natürlich sind wir enttäuscht, dennoch ist es kein Beinbruch für uns. Durch unsere vergebenen Chancen haben wir Emmerthal leider lange im Spiel gehalten und am Ende die Quittung kassiert“, so Liebegott abschließend. In der nächsten Woche wartet gleich der nächste ganz heiße Tanz auf die Tünderaner, es geht zum Nachbarn Preussen Hameln.

Tore: 1:0 Niklas Berndt (8.), 1:1 Luca-Fabian Schulz (83.).


SV Azadi Hameln – TuS Rohden 0:0.

Im Kellerduell sollten keine Tore fallen. „Man hat beiden Mannschaft angemerkt, dass sie im Abstiegskampf sind. Beide haben nervös angefangen. Es war klar, dass es kein Leckerbessen wird. Aber unsere Jungs haben sich in dieses Spiel reingearbeitet“, erklärte Azadi-Manager Yalcin Uzun, der Rohden, abgesehen von einem Freistoß, keine Torchance bescheinigte: „Unsere Abwehr um unsere sehr starken Innenverteidiger Davut Uzun und Utku Chaka hat fast nichts zugelassen. Die Defensive ist nicht das Problem. In der Offensive gelingt uns aktuell wenig.“ Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit wurde Hameln immer stärker. „Wir hatten gerade in der Schlussphase Chancen über Chancen“, so Uzun. Die größte Möglichkeit hatte Gezim Musliji, der Torhüter war bereits geschlagen, doch die Fußbspitze eines Rohdener Verteidigers lenkte den Ball noch um den Pfosten. Letztlich blieb es beim 0:0. „Wir hatten gefühlt 30:1 Torschüsse. Mal hat die Genauigkeit gefehlt, mal stand Rohdens sehr starker Keeper Stefan Dreier im Weg. Wir merken, dass die letzte Spritzigkeit durch viele Verletzungen während des Kreisturniers vor der Saison und die vielen Urlauber fehlt“, resümierte Uzun und richtete noch Besserungswünsche an Dardan Gjelevic: „Er ist nach einjähriger Verletzungspause endlich wieder dabei und hat sich heute leider wieder verletzt. Wir wünschen ihm alles Gute. Er ist ein wichtiger Charakter für unsere Mannschaft.“


MTSV Aerzen II – TSV Grohnde 0:2 (0:1).

Aerzen kassierte gegen Grohnde eine 0:2-Niederlage, verbleibt damit auf einem Abstiegsrang und Grohnde setzte sich weiter ins Mittelfeld ab. „Am Ende müssen wir froh sein und uns bei unserem Torwart Daniel Sigusch bedanken, dass es nicht 0:6 ausgegangen ist“, zeigte sich MTSV-Trainer Oliver Kosowski ganz ohne Vereinsbrille als fairer Verlierer. „Sie waren von Anfang an spielbestimmend.“ Schon während der Anfangsphase hatten die Gäste drei Großchancen – mit der vierten sollte es schließlich klappen: Robert Engel verwandelte einen Strafstoß zum 1:0. In der Folge kam Aerzen zwar besser ins Spiel, hatte jedoch keine nennenswerte Szenen. Nach dem Seitenwechsel hatten die Hummetaler mehr Ballbesitz, die Highlights hatten aber die Grohnder. „Sie waren über Konter brandgefährlich und hätten eigentlich viel mehr Tore schießen müssen“, so Kosowski. Eine dieser Chancen nutzte Engel zum 2:0, höher sollte der Sieg jedoch nicht ausfallen. Aerzens Trainer resümierte: „Trotz Hilfe aus der ersten Mannschaft hat man uns angesehen, dass nicht alle fit waren. Zudem mussten wir verletzungsbedingt zweimal wechseln, das hat es nicht unbedingt einfacher gemacht.“

Tore: 0:1 Robert Engel (18.Strafstoß), 0:2 Engel (58.).



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