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Ex-Profi Bernd Wehmeyer glaubt an seinen HSV und begeistert beim Freundeskreis der Preußen

Das Unmögliche ist noch möglich

HAMELN. Stau im Elbtunnel! Bernd Wehmeyer kam zwar mit leichter Verspätung nach Hameln, doch dann begeisterte der ehemalige Bundesliga-Profi des Hamburger SV mehr als 80 Gäste beim Freundeskreis-Treffen der ehemaligen Hamelner Fußballer – nicht nur 90 Minuten, sondern gleich noch mit Verlängerung.

veröffentlicht am 06.03.2018 um 17:47 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Auch wenn die aktuelle Situation bei seinem HSV keinesfalls rosig aussieht. Doch Wehmeyer, der in Hamburg seine beste Zeit als aktiver Spieler erlebte, sah es locker: „Das habe ich jetzt davon. Ich hätte im Sommer letzten Jahres auch schon in Rente gehen können.“ Doch daraus wurde nichts. Er blieb den Rothosen treu und hatte auch seinem alten Bekannten Eckhard Koss – beide waren in jungen Jahren gemeinsam in der deutschen Studentenauswahl dem Leder nachgejagt – bereits frühzeitig seine Zusage für einen Besuch an der Weser gegeben. Und hier trat der gebürtige Westfale trotz der aktuellen HSV-Probleme ohne Angstschweiß und Nervosität ans Mikrofon. „Zum Wettkampf gehören nicht nur Niederlagen, da gibt es auch immer ein Fünkchen Hoffnung“, zeigte sich Wehmeyer, der 1984 mit der deutschen Olympia-Auswahl in Los Angeles im Viertelfinale gegen Jugoslawien (2:5) ausschied, kämpferisch. „Auch der HSV wird kämpfen, denn das Unmögliche ist noch möglich.“

Der erfahrene Fußballer ist aber kein Träumer und schätzt die schwierige Situation durchaus realistisch ein: „Es fehlt momentan einfach die Qualität. Und in den letzten Jahren haben wir vielleicht auch den Fußball-Gott schon zu arg strapaziert. Man muss sich nichts vormachen, es wird verdammt schwer.“ Der Gast des Freundeskreises ging noch weiter ins Detail: „Die fehlende Kontinuität zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Das kann auf Dauer gesehen nicht gutgehen. Was muss eigentlich noch passieren, dass wir endlich mal wieder ein Spiel gewinnen?“ Dennoch sollte man den Bundesliga-Dino aus dem Norden, der seit zwölf Spieltagen keinen Sieg landen konnte, keinesfalls frühzeitig aufs Abschiebe-Gleis Richtung 2. Liga fahren. „Noch tickt sie, die weltweit bekannte HSV-Uhr“, weckte Wehmeyer Hoffnung. „Immerhin schon im 55. Erstliga-Jahr.“ Deshalb wollte er auch nichts von einem möglichen Zweitliga-Derby in der kommenden Spielzeit gegen den FC St. Pauli hören. Schmunzelnd gab er den Zuhörern zu verstehen: „Darauf würde ich gerne verzichten. Da spielen wir doch lieber weiter gegen Hannover 96.“

Klar, dass Bernd Wehmeyer im Vereinsheim der Kolonie am See natürlich auch die fußballerische Glanzzeit, die er mit den Hamburgern erlebte, nicht zu kurz kommen ließ. Erst unter Branko Zebec, dann unter Ernst Happel. „Kein Trainer machte eine taktisch so hervorragende Schulung wie Zebec. Da haben alle fasziniert zugehört“, lobt ihn Wehmeyer heute noch. Und unter Happel, dem „Grantler und Kettenraucher mit Wiener Schmäh“ erlebte er seine besten Jahre an der Elbe: „Der hat mich zum linken Außenverteidiger und zum Stammspieler gemacht.“



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