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Fußball: Pyrmont, Halvestorf, Preussen, Hagen und Aerzen auf Bezirksebene im Abstiegskampf

Das Quintett der Sorgenkinder

BEZIRK HANNOVER. Was ist bloß aus der heimischen Fußball-Kunst auf Bezirksebene geworden? Wer sich einen Blick auf die Tabellen gönnt, der erkennt schnell: Es sieht richtig düster aus.

veröffentlicht am 01.11.2017 um 17:32 Uhr

David Odonkor
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Acht Herren-Mannschaften aus dem Kreis sind in der Landesliga und den beiden Bezirksliga-Staffeln am Start – ein Quintett davon kämpft im Moment gegen den Abstieg. Und so wird nun schon der November zum Monat der Sorgenkinder. Mächtig Gas geben und vor der Winterpause noch fleißig Punkte sammeln, kann da nur die Prämisse lauten.

Aber wie? Das fragt sich vor allem die SSG Halvestorf als Schlusslicht (sechs Punkte) der Bezirksliga, Staffel 3. Trainer René Hau kommt mit seinen Mannen einfach nicht in Tritt. Fehlende sportliche Qualitäten und dazu auch noch Spielausfälle am laufenden Band – der erhoffte Weg aus dem Keller wird fast zwangsläufig immer schwieriger. So haben die Piepenbuschkicker alleine in der Hinserie noch sieben Partien zu absolvieren. Eine Mammutaufgabe. Und die erste Stunde der Wahrheit naht schon am kommenden Sonntag (14 Uhr) im Kellerduell gegen den ebenfalls im freien Fall taumelnden Aufsteiger FC Preussen (9 Punkte). Die SSG hat, damit sie überhaupt mal wieder spielen kann, ihr Heimrecht kurzfristig getauscht und tritt nun beim Tabellenviertletzten auf dem Hamelner Kunstrasen an. Hier gilt die Devise: Wer verliert, bekommt kostenlos eine Verlängerung seiner Keller-Dauerkarte. Aber wer will das schon? 07 ist übrigens seit dem 3. September sieglos, Halvestorf seit dem 17. September. Da muss jetzt mal wieder was kommen.

Optisch noch nicht ganz so problematisch ist die Situation in der Bezirksliga-Staffel 4. Hier haben aber mit Germania Hagen (10 Punkte und dem MTSV Aerzen (11) zwei heimische Klubs schon hautnahen Kontakt zur gefährdeten Zone. Bereits die nächste Niederlage könnte verheerende Folgen haben und den Absturz auf einen Abstiegsplatz bedeuten. Beide Mannschaften müssen in der Hinserie noch fünfmal antreten, zum Angebot gehört auch das Derby auf dem Hagen am 14. November. Auch in der höchsten Spielklasse im Bezirk Hannover, der Landesliga, ist die SpVgg. Bad Pyrmont nach dem 0:5-Debakel in den Abstiegsstrudel geraten und damit das fünfte Sorgenkind.

Sorgen: Trainer René Hau. nls
  • Sorgen: Trainer René Hau. nls

Sollte Trainer David Odonkor mit seiner Elf nun auch noch am Sonntag (14 Uhr) im Duell der bisher Verprellten beim Schlusslicht Eilvese leer ausgehen, dann werden die Alarmglocken noch viel lauter schrillen und Abstiegsangst gewiss kein Fremdwort mehr sein. Ohne große Schweißausbrüche kommen derzeit nur der HSC Tündern als Fünfter in der Landesliga sowie die Bezirksligisten Lachem (Siebter, St. 3) und Eintracht Afferde (Dritter, St. 4) aus.

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