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Jubel in Bad Pyrmont: Gasde-Elf auf Meisterkurs – Katerstimmung bei der SG 74

Das Kopf-an-Kopf-Duell

Bad Pyrmont. Erst Nervenflattern, dann Jubel pur! Als Schiedsrichter Marc Gareis das Bezirksliga-Topspiel zwischen der SpVgg. Bad Pyrmont und der SG Hameln 74 abgepfiffen hatte, tauchte er plötzlich wieder auf – Pyrmonts Fußball-Chef Heiko Begemann. Nach dem 1:2-Anschlusstreffer der SG 74 lagen seine Nerven blank: „Ich konnte es mir einfach nicht mehr mit ansehen. Da habe ich mich erst mal hinter die Tribüne verzogen.“ Das tat aber gar nicht not, denn seine Jungs verteidigten den Vorsprung und enttäuschten ihn nicht. Den Satz ihres Fußball-Obmanns „Jetzt müssen wir eben die SG 74 weghauen“ hatten sie nicht vergessen.

veröffentlicht am 16.05.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 14:21 Uhr

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Nach dem Gipfeltreffen zeigte sich auch Pyrmonts Coach Philip Gasde deutlich entspannter: „Wir waren noch nie so nah dran“, sagte Gasde zum Thema Meisterschaft. Pyrmont ist zwar mit einem Punkt Vorsprung auf die SG 74 jetzt wieder Erster, aber eine Vorentscheidung im Kopf-an-Kopf-Duell der Titelfavoriten sei noch nicht gefallen. Das sieht Hamelns Spielmacher Jannik Hilker auch so: „Die Pyrmonter sind noch längst nicht durch, denn sie müssen ihre restlichen drei Spiele gegen Exten, Springe und Germania Hagen erst einmal gewinnen.“ Das gilt allerdings auch für die 74er, die mit Eldagsen, Barsinghausen und Exten ein undankbares Restprogramm haben. „Erst nach den nächsten beiden Spielen wissen wir mehr“, sagt Gasde, dessen Elf im Derby 70 Minuten klar besser war. So ganz zufrieden war er aber trotzdem nicht, „denn in der Schlussphase haben wir das Spiel noch unnötig aus der Hand gegeben“, was prompt zum Anschlusstreffer durch Wyrwoll führte. Die über 600 Zuschauer erlebten an der Südstraße ein tolles Fußball-Fest mit Leidenschaft. Die vermisste Hamelns Coach Paul Bicknell bei seiner Mannschaft vor der Pause: „Da merkte man schon, dass insbesondere die jungen Spieler noch nie vor so einer großen Kulisse gespielt haben und dem Druck wohl noch nicht so gewachsen waren.“ Die Meisterschaft hat Bicknell, der im Sommer 2008 zu seiner Zeit als Pyrmonter Coach mit der Spielvereinigung den Aufstieg in die Landesliga erst beim 1:3 im entscheidenden Relegationsspiel gegen Barnstorf verpasste, zwar noch nicht angehakt, doch er bleibt Realist: „Jetzt wird es für uns ganz schwer.“ Viel zu sehen bekam in Bad Pyrmont auch die zahlreich angereiste Trainergarde. Das „Kiebitzen“ hat sich gelohnt, vor allem für Milan Rukavina, der am Dienstag (19.30 Uhr) mit seinem FC Eldagsen in die Hamelner Nordstadt kommt, und Markus Wienecke (FC Springe), der den neuen Tabellenführer aus Bad Pyrmont am Deister noch vor der Brust hat. Die beiden Übungsleiter waren sich unisono einig: „Ein verdienter Sieg, auch wenn die Pyrmonter das Spiel in der letzten halben Stunde zu sehr verwaltet haben.“

Ein „heißer Draht“ glühte während der 90 Minuten auch zwischen Bad Pyrmont und dem tiefsten Osten. Florian Büchler war mit Germania Halberstadt zum Regionalliga-Duell nach Torgelow gereist. Per Handy ließ er sich im Viertelstunden-Takt live informieren.

Nils Nehrig (li.) – Kopfballsieger gegen Saher Abou-Moulig. nls


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