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Zuletzt gewann die SSG Halvestorf im April 1996 in der Bezirksliga mit 3:1 gegen BW Tündern

Das fast vergessene Derby feiert ein Comeback

Fußball. Die meisten Nachbarderbys im Kreisgebiet haben Tradition, sind stets spannungsgeladen und auch immer wieder große Publikumsmagneten – aber es gibt auch welche, die müssen sich diesen Status erst wieder erarbeiten. Unfreiwillig ein wenig in Vergessenheit geraten ist so das gewiss nicht weniger brisante Duell um Punkte zwischen dem HSC BW Tündern und der SSG Halvestorf/Herkendorf. Warum, ist aber eigentlich klar: Es fand einfach nicht mehr statt, und das schon über 15 Jahre lang. Am Samstag um 16 Uhr feiert das fast vergessene Derby nun aber sein Comeback in der Kampfbahn. Übrigens erstmals in der Landesliga.

veröffentlicht am 19.10.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:53 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Klassennachbarn waren die beiden derzeit noch ranghöchsten Klubs in Hameln-Pyrmont zuletzt 1996 in der Bezirksliga. Damals am 15. April ging der vorläufig letzte echte Derbytag am Piepenbusch über die Bühne. Und grün war damals auch die Farbe des Erfolgs, denn Karsten Werner (51.), Andreas Scheler (67.) und Thorsten Lorenz (80.) schossen einen letztlich mühsamen 3:1-Erfolg für den späteren Vizemeister und Bezirksoberliga-Aufsteiger SSG Halvestorf heraus. Sebastian Cwik (65.) konnte Tündern zwischenzeitlich mit seinem Treffer zum 1:1 auf Augenhöhe halten.

Schon im ersten Derby der Spielzeit am 14. Oktober 1995 war es auch auf dem Sportplatz in Tündern hoch her gegangen. Am Ausgang der Partie änderte das aber gar nichts, denn der Sieger hieß auch hier wieder SSG Halvestorf. Jens Bönning (35.) und Frank Jürgens (77.) trafen beim knappen 2:1-Erfolg, Matthias Schua (79.) konnte für Tündern, am Ende Tabellenzehnter, nur noch verkürzen. In der Statistik der beiden Vereine tauchen allerdings noch zwei Begegnungen um Punkte auf, die schon in diesem Jahrtausend stattfanden, aber nicht unbedingt den wahren Derbycharakter treffen. In der Saison 2009/2010 erreichte Tünderns Reserve in der Bezirksliga zunächst im April ein beachtliches 2:2 vor heimischer Kulisse. Im Rückspiel am Piepenbusch kannte der spätere Meister, Aufsteiger und Bezirkspokalsieger dann im Mai aber keine Gnade mehr und fegte den HSC II mit 8:0 vom Platz.

Von derartig klaren Ergebnissen kann die SSG Halvestorf von heute allerdings nur noch träumen, denn in dieser Saison fallen eher die Niederlagen in dieser Höhe aus. Und das waren bislang schon sieben. So reist der Tabellenvorletzte mit einem bedrohlichen Schnitt von 3,6 Gegentoren pro Spiel zum Derby an.

Gastgeber BW Tündern hat zwar schon zehn Punkte, dafür aber auch nur eine Wackelabwehr zu bieten. Die Schwalben sind mit 3,1 Gegentoren pro Partie dabei. Gäbe es eine Anzeigentafel in der Kampfbahn, sie würde am kommenden Samstag wohl reichlich aufleuchten, denn beim Derby-Comeback der beiden Mannschaften scheint eines garantiert: Es klingelt, auf welcher Seite auch immer.

So war es im April 1996:

Der ehemalige deutsche Ju-ngendnationalspieler Maik Reuter (links) von der SSG Halvestorf entwischt hier Tünderns Carsten Chuchra.

Foto: Archiv,



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