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Torjäger wechselt zur SG Hameln 74

Darum verlässt Anatoli Deck die SSG Halvestorf

Deck ist weg! Anatoli Deck verlässt Landesliga-Schlusslicht SSG Halvestorf. Via Videobotschaft verkündete der Torjäger im Internet seinen Winter-Wechsel zum Kreisliga-Herbstmeister SG Hameln 74. Der Grund für seinen Abschied: Zoff mit der Vereinsführung. Vor allem auf Halvestorfs Vereinschef Wilfried Binder ist der 26-Jährige momentan nicht gut zu sprechen: „Sechs Wochen lang habe ich mit Schmerzen gespielt und mich gequält. Als Dank musste ich mir vom Vereinsvorsitzenden noch einen blöden Spruch anhören“, ärgerte sich Deck, der aufgrund eines Fußbruches fast die komplette Hinserie ausfiel.

veröffentlicht am 07.12.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 08:58 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Damit nicht genug: Schon bei seinem Wechsel von Preußen Hameln nach Halvestorf vor fast zwei Jahren habe er sich über die Vereinsführung geärgert, weil offenbar einige Sachen nicht so eingehalten werden konnten wie sie abgesprochen waren: „Das wurde mir damals aber erst ein Tag vor Ende der Wechselfrist mitgeteilt, so dass ich nicht mehr reagieren konnte.“ Weil er sich ungerecht behandelt fühlte, spielte Deck schon vor Saisonbeginn mit dem Gedanken, die SSG zu verlassen: „Ich habe mich dann aber doch für Halvestorf entschieden, weil ich mit den Jungs unbedingt in der Landesliga spielen wollte“, sagt Deck, der eigentlich bis Saisonende bleiben wollte. Doch nun hat er sich anders entschieden. Im Gespräch mit SSG-Vize Jörg Schmidt habe er seine Unzufriedenheit geäußert und auch Bedingungen gestellt, die der Verein nicht erfüllen konnte oder wollte. Dass es dabei auch ums Thema Geld ging, leugnet Deck nicht.

SSG-Vereinschef Wilfried Binder wollte auf Anfrage der Dewezet die von Deck geäußerten Vorwürfe nicht näher kommentieren. Nur so viel: „Mit mir persönlich hat der Spieler darüber nicht gesprochen.“ Der Vorwurf, dass sich die SSG nicht an getroffene Vereinbarungen gehalten habe, ist laut Binder „nicht richtig“. Der Verein habe sich aus seiner Sicht jedenfalls nichts vorzuwerfen. Was Decks angekündigten Wechsel zur SG 74 angeht, „werden wir ihm bestimmt keine Steine in den Weg legen“.

Obwohl mit Deck und Burak Öz zwei Spieler die SSG im Winter verlassen, hat Binder die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben: „Wir schmeißen die Flinte nicht ins Korn. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Unsere Mannschaft hat schon vergangene Saison in der Rückrunde eindrucksvoll bewiesen, dass man den Klassenerhalt auch in einer fast aussichtslosen Situation noch schaffen kann, wenn man nicht aufgibt.“ Was mögliche Winter-Neuzugänge angeht, will sich Binder noch nicht in die Karten blicken lassen: „Wir führen Gespräche, es ist aber noch nichts spruchreif.“ Das gilt auch für Kirchbraks Stürmer Andrei Vorrat: „Ich bin mir aber sicher, dass er zu uns kommt.“



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