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Beim Kreisliga-TÜV der Dewezet ist der MTSV Aerzen der Titelfavorit / Prognose: Meissner-Elf steigt ab

Darum ist der MTSV Aerzen Titelfavorit

Wer holt den Titel? Wer steigt ab? Zum Start der Kreisliga-Saison nimmt Dewezet-Sportredakteur Andreas Rosslan alle 16 Teams unter die Lupe und wagt eine Prognose, die bestimmt kontrovers diskutiert wird.

veröffentlicht am 09.08.2012 um 14:51 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:41 Uhr

TSG Emmerthal

Als Vize-Meister der vergangenen Saison zählt die Quartey-Elf zwar wieder zum engeren Favoritenkreis. Aber zum Titel reicht es wohl wieder nicht. Mit dem ehemaligen Regionalliga-Keeper Gaetano Bartolillo hat die TSG ihr Torwartproblem gelöst. Und auch Rückkehrer Marvin Dohme dürfte sich als echte Verstärkung erweisen. Wenn Torjäger Michael Jermakowicz fit ist und trifft, spielt Emmerthal wieder oben mit. Prognose: Platz 4 ist möglich – mehr nicht.

MTSV Aerzen

Wenn nicht jetzt, wann dann? Auch wenn MTSV-Coach Stephan Meyer es nicht gerne hört: Aerzen ist der Titelfavorit. Die mit vielen hoffnungsvollen Talenten gespickte Mannschaft ist jung und erfolgshungrig. Und der 24er-Kader wurde mit sechs Neuzugängen in der Breite verstärkt. Prognose: Platz 1! Aerzen ist reif für den Titel – auch was das Feiern angeht.

SV Lachem

Lachems neuer Coach Holger Biester spricht zwar vom Aufstieg in die Bezirksliga, den kann er sich aber wohl abschminken. In Lachem stehen zwar oft elf Klasse-Kicker auf dem Platz, aber keine Klasse-Mannschaft, die durch Abgänge (u. a. Sascha Herrmann, Florian Specht, Timothy Taylor, Kai Oswald, Soner Aslan, Daniel Ivicic, Marvin Dohme, Agostino di Sapia) an Qualität verloren hat. Daran ändern auch die vielen vielversprechenden Neuzugänge (u. a. Egzon Popoci, MehmetTerzioglu, YagizArslan, Moritz Bous) nichts. Prognose: Es wird wieder nichts mit dem Aufstieg. Lachem beendet die Saison auf Platz 6 im Niemandsland.

VfB Eimbeckhausen

Die Super-Rückrunde hat zwar gezeigt, welches Potenzial in der Wehmann-Elf steckt. Aber ohne die „Oldies“ Mario Prochnau, André Maedchen und Kai Stelzer wird es wohl nicht gelingen, Platz 5 zu toppen. Denn auch Stefan Schwanz und Hakan Atangüchaben den Verein verlassen. Der Kader ist in der Breite nicht gut genug besetzt, um oben mitspielen zu können. Prognose: Platz 7 ist möglich, aber nur mit Wehmann als Torjäger.

TSV Bisperode

Auch wenn Bisperodes Torjäger Sascha Weiner zurzeit Ladehemmung hat, der TSV spielt ganz oben mit. Trainer Werner Brennecke hat die Qual der Wahl, denn er hat auch in der Breite einen richtig guten Kreisliga-Kader, der mit Spielern wie Markus Dudla, Daniel Ivicic und Marcel Mietzner verstärkt wurde. Prognose: Zum Titel reicht es nicht, Bisperode wird wieder nur „Vize“ – wie 2011.

WTW Wallensen

Wallensens Coach Stefan Gluba will nicht nur ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden, sein klares Ziel ist der Aufstieg in die Bezirksliga. Und das so schnell wie möglich. Wenn WTW vom Verletzungspech verschon bleibt, klettert der Kreisliga-7. zwei Tabellenplätze nach oben. Prognose: Der Titel bleibt ein Traum, aber Platz 5 ist WTW zuzutrauen.

SSG Marienau

Stephan Schröer hat in Marienau einen schweren Trainerjob übernommen, denn mit Markus Dudla, Ali Ibrahim, Jan und Martin Wiwiorra, Marcel Vönöcky, Patrick Giger und Shemsi Halili haben viele Leistungsträger den Verein verlassen, die durch die Neuzugänge nicht gleichwertig ersetzt werden konnten. Prognose: Platz 15. Statt um einen einstelligen Tabellenplatz spielt der Kreisliga-8. der vergangenen Saison nur gegen den Abstieg.

TSV Grohnde

Statt um einen einstelligen Tabellenplatz kämpft der Tabellen-9. der Vorsaison diesmal nur um den Klassenerhalt. Neben dem Dragusha-Trio haben im Sommer weitere sechs Spieler die Koffer gepackt. Und das bereitet auch Coach Uwe Filla Kopfschmerzen, denn bis auf Jens Riemenschneider aus Klein Berkel müssen die Neuzugänge erst noch ihre Kreisligatauglichkeit unter Beweis stellen. Prognose: Grohnde muss diesmal kleinere Brötchen backen und mit Platz 14 zufrieden sein.

VfB Hemeringen

Trotz der peinlichen Kreispokal-Pleite (1:3 beim Kreisklassen-Klub Thal) ist die Hamadi-Elf gut für die Top 10, sofern nicht wieder der Saisonstart in die Hose geht. Die Abgänge von Dennis Hupe, Dominik Krämer und Artur Wesner tun zwar weh, aber mit Roman Bendereit als Kapitän, Abwehrchef Michael Bartsch und Bastian Kuska im Tor hat Hamadi drei Leitwölfe, die den VfB auf einen einstelligen Tabellenplatz führen werden. Prognose: Hemeringen klettert auf Platz 8.

SV Hastenbeck

Hastenbeck ist ein Top-10-Kandidat. Nicht nur, weil der Kader mit Spielern wie Sascha Blanke, Bastian Ziegler, Jan Phillip Muche und Moritz Beck gezielt verstärkt wurde. Mit Lutz Klingen hat der SVH jetzt wieder den Coach, der um Leistungsträger wie Torhüter Maximilian Kinast, Roman Bandorski und Kapitän Sebastian Schnee eine Kreisligamannschaft entwickelt, in der noch viel Potenzial steckt. Prognose: Der SVH hat vor dem Saisonstart zwar mit Verletzungspech zu kämpfen, aber Platz 9 ist drin.

TuS Rohden

Das angepeilte Saisonziel, Platz 6 bis 9, scheint etwas zu ehrgeizig zu sein. Der neue TuS-Coach Dirk Matthias sorgt zwar für frischen Wind, aber die Kreisliga ist auch für ihn absolutes Neuland. Hinzu kommt, dass Rohden mit Liam Reed, Mischa Flaspöhler und Marco Elias drei der besten TuS-Spieler der vergangenen Saison Rohden verlassen haben. Prognose: Rohden spielt gegen den Abstieg, schafft als 13. aber den Klassenerhalt.

Eintracht Afferde

Der neue Eintracht-Coach Axel Marahrens hat bisher alles richtig gemacht. Als er in der Winterpause die vermeintliche „Mission impossible“ übernahm, war Afferde stehend k.o. – doch mit Marahrens kam der Erfolg zurück. Obwohl der Klub in akuter Abstiegsgefahr schwebte, gab Marahrens den eigenen Talenten eine Chance. Die „jungen Wilden“ zahlten ihm das Vertrauen auf dem Platz zurück. Prognose: Die Blutauffrischung durch die eigenen A-Junioren tut der Eintracht gut – Platz 10.

BW Tündern II

Statt bis zum Schluss gegen den Abstieg zu spielen, peilt Tünderns Trainer-Duo Steffen Hüsing und Jörg Nagel einen einstelligen Tabellenplatz an. Die Landesliga-Reserve könnte vom breiten Kader der Ersten profitieren – und auch von der Unterstützung der eigenen A-Junioren. Prognose: Wenn es gut läuft, beendet Tündern II die Saison auf Platz 11.

SC Börry

Börrys Buben müssen auch diesmal wieder um den Klassenerhalt zittern. Fast die ganze vergangene Saison stand die Meissner-Elf auf einem Abstiegsplatz – nur nach dem letzten Spieltag nicht. Dieses Quäntchen Glück wird der Sport-Club wieder brauchen. Meissner fehlt nicht nur ein Torjäger, auch Torwart-Dino Stephen Sword wird er schmerzlich vermissen. Prognose: Sorry, aber Börry wird Letzter und steigt ab.

TuS Hess. Oldendorf

Insbesondere der Abgang von Mehmet Terzioglu wiegt schwer, aber dafür hat sich TuS im Mittelfeld mit Daniel Schröder sehr gut verstärkt. Mit Spielern wie Latif Kiki, Andreas Helmel und Feridun Kelesabdioglu sowie Torwart- Talent Frederik Quindt mischt TuS die Kreisliga auf. Prognose: Nach dem Kreispokalsieg und dem Gewinn der Meisterschaft reicht es für den Aufsteiger diesmal zum 3. Platz – hinter Aerzen und Bisperode.

FC Latferde

Der Aufsteiger hat sich einen Platz im gesicherten Mittelfeld zum Ziel gesetzt – und der ist aufgrund der Heimstärke auch möglich. Prognose: FC-Coach Thomas Pernath führt Latferde auf den 12. Platz.

 

 



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