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Bubat bleibt dem ESV Hameln treu

Claudia kann es einfach nicht lassen ...

Mit stolzen 43 Jahren ist der Zug im Frauenfußball eigentlich schon längst abgefahren. Aber nicht für Claudia Bubat. Sie sitzt immer noch mittendrin. Die „Grande Dame“ des Kreises kann es einfach nicht lassen, und das ist auch gut so für den Landesligisten ESV Eintracht Hameln. „Ich spiele, solange es mir Spaß macht und ich gebraucht werde“, hat sie nach einer kurzen Pause die Freude am Fußball neu entdeckt und auch wieder Blut geleckt.

veröffentlicht am 18.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

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Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Auch wenn ihr die Knochen nach jedem Spiel ganz schön wehtun. „Aber nicht nur mir, auch den jüngeren Spielerinnen“, schmunzelt die vielseitig einsetzbare Akteurin. Ob Abwehr, Mittelfeld oder Angriff – Claudia Bubat ist der Tausendsassa im Eintracht-Team. Doch viel wichtiger ist für sie die Rolle als treibende Kraft auf dem Platz. „Man muss auch mal was erzählen und die jüngeren Spielerinnen motivieren und antreiben“, sieht sich die 43-Jährige in erster Linie als verlängerter Arm von Trainer Markus Mende. Der hatte sie übrigens nach der Winterpause aus ihrem selbst gewählten Fußball-Exil geholt.

Ein Glücksgriff, denn Bubats Comeback wurde trotz Trainingsdefiziten ein absoluter Volltreffer. Und ganz nebenbei avancierte sie auch noch zur Torjägerin. Sechs Treffer, darunter sogar ein sonst eher seltenes Kopfballtor („der Ball ist mir irgendwie von oben draufgefallen“), sind gewiss keine schlechte Visitenkarte für eine schon etwas reifere Fußball-Dame. Und mit ihr scheinen auch die Weichen für eine erfolgreiche Saison beim ESV Hameln gestellt, obwohl mit Michelle Schrader ein großes Talent nach Völksen abwanderte. „Wir müssen die Aufgaben nun etwas anders verteilen“, peilt Claudia Bubat mit ihren Teamkolleginnen trotzdem einen Platz im oberen Tabellendrittel an. Zuversichtlich macht sie auch Neuzugang Maren Tinne vom SC Diedersen, die eine sehr „torgefährliche Stürmerin“ ist und die Lücke schließen könnte.

Dennoch: Auch in dieser Saison wird die große Erfahrung der Controllerin, die sie zuvor in 15 erfolgreichen Jahren in Diensten des einstigen Zweitligisten und heutigen Oberligisten SV Hastenbeck sammelte, Gold wert sein für das junge Eintracht-Team.

„Das war schon eine tolle Zeit, aber auch an meine Anfänge beim VfB Eimbeckhausen erinnere ich mich heute noch gerne“, lässt Claudia Bubat ihre mittlerweile 30-jährige Karriere noch einmal kurz Revue passieren. Dass ihr damaliger Wechsel 2008 vom Reuteranger zur Eintracht weniger harmonisch verlief, spielt längst keine Rolle mehr. „Das ist abgehakt“, meint die „Schaffnerin“ vom Eisenbahnersportverein. Denn hier ist der Zug für sie noch längst nicht abgefahren...

Sie ist schon 30 Jahre im Fußballgeschäft: Claudia Bubat vom Frauen-Landesligisten ESV Eintracht Hameln will es auch mit 43 Jahren noch einmal wissen.

Foto: nls

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