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Auch Liebegott trifft bei Tünderns 4:1-Sieg doppelt / Heetel-Brüder verlassen SpVgg. Bad Pyrmont

Bum-Bum-Beckmann ballert FC Springe weg

Fußball. Normalerweise findet Tünderns Trainer Siegfried Motzner selbst nach klaren Siegen noch ein Haar in der Suppe. Diesmal allerdings nicht. Statt Kritik gab es nach dem klaren 4:0 (2:0) im Bezirksliga-Topspiel gegen den FC Springe sogar Lob für seine Elf, die den Gegner 90 Minuten im Griff hatte. Allerdings war der zuvor neun Spiele ungeschlagene FCS auch so erschreckend harmlos, dass BW-Keeper Sebastian Kelle nahezu arbeitslos war.

veröffentlicht am 10.04.2011 um 19:38 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 14:37 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Selbst Springes Top-Torjäger Sönke Wyrwoll hatte keine einzige Chance, weil die Schwalben-Abwehr um Robin Hau einen Super-Job machte. Trotz einiger guter Möglichkeiten ließ das 1:0 lange auf sich warten. Erst in der 39. Minute nutzte Niklas Beckmann einen krassen Torwartfehler von Nicklas Oltersdorf. Das 2:0 (45.) köpfte der fleißige Alexander Liebegott kurz vor dem Halbzeitpfiff. Nach dem 3:0 (70.) von Liebegott war die einseitige Partie im Grunde entschieden. Das 4:0 (87.) durch Beckmann war das i-Tüpfelchen. Mit dem Ergebnis war die Genschick-Elf, die insbesondere den starken Robin Tegtmeyer nie richtig in den Griff bekam, noch gut bedient. Das sah auch Motzner so, der nach einen elfmeterreifen Foul an Vladimir Bozok vergeblich einen Strafstoß forderte. Einen Brummschädel hatte Tünderns Kapitän Tim Piontek, der nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Sascha Buchholz trotz einer Platzwunde am Kopf mit einem Turban-Verband weiterspielte.

Die SpVgg. Bad Pyrmont erwischte einen schwarzen Tag: Erst meldeten sich Marco Heetel, der zuvor vom Vorstand bis Saisonende suspendiert worden war, und sein Bruder Marcel vom Verein ab. „Das ging natürlich nicht spurlos an allen vorbei“, sagte Pyrmonts Coach Andreas Loges. Und dann reichte es gegen die in akuter Abstiegsgefahr schwebende SG Ronnenberg nur zu einem mageren 1:1. Die Loges-Elf war zwar optisch überlegen, lag aber durch Pascal Alsleben mit 0:1 (75.) zurück. Kurz vor Schluss rettete Daniele Luggeri (78.) wenigstens noch einen Punkt. Doch durch das Remis verlor die Spielvereinigung im Titelkampf weiter an Boden.

Wie ein Absteiger spielte der TSV Klein Berkel, der zu Hause 1:4 (1:0) gegen den VfR Evesen verlor. Klein Berkels Coach war nach dem Schlusspfiff mächtig angefressen, weil einige seiner Spieler von ihrer Normalform meilenweit entfernt waren, weil sie eine durchzechte Nacht in den Knochen hatten. Einziger Lichtblick war das 1:0 (12.) durch Alexander Selensky. Ansonsten war im Angriff tote Hose. Die spielentscheidende Szene ereignete sich nach genau einer Stunde: Unmittelbar nach der Roten Karte für Evesens Ilja Kuris (wegen Nachtretens) flog auch Klein Berkels Fabian Kowalski (wegen Beleidigung) vom Platz. Diese Dummheit brachte Biester, der wie ein Rohrspatz schimpfte, richtig auf die Palme. Denn danach lief bei seiner Elf so gut wie nichts mehr. Erst bestrafte Marius Mieruch (67., 76.) zwei katastrophale Abwehrfehler der Klein Berkeler eiskalt. Und dann versetzte Evesens Torjäger Alexander Schröder dem TSV in den Schlusssekunden mit einem Doppelpack (90., 90.+1.) den endgültigen Knockout.

Mit Turban: Tim Piontek.


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