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"Brocki", "Stöcki", "Rolli" und Co. zaubern

Fußball. Sie zauberten wie in den alten Zeiten! Beim Nostagiekick zwischen Afferdes Millenium-Meisterelf und einer Promi-Elf wurden Erinnerungen wach.

veröffentlicht am 19.06.2011 um 11:21 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:41 Uhr

Fußball. Als Rolf Schünemann den Schlusspunkt zum 4:4-Endstand setzte, waren sich sowohl die Trainer, Spieler als auch die gut 100 Zuschauer auf der Afferder Sportanlage einig: Das war der gerechte Endstand nach einem tollen Spiel. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff des souverän leitenden Referees Reinhard Stolpe, erzielte der ehemalige Eintracht-Sturmführer in einem Spiel zweier gleichwertiger Teams seinen dritten Treffer.
Zuvor gab es Fußball vom Feinsten, auch wenn alles nicht mehr so schnell ging wie noch vor gut zehn Jahren. In der Kreisauswahl sorgte der mittlerweile 52-jährige Abwehrorganisator Michael Berger, dass die Afferder Angriffsbemühungen frühzeitig gestoppt wurden.
Jens Hupe und Sven Evers hatten bereits in den ersten Minuten Chancen, um die Eintracht in Führung zu schießen; sie scheiterten jedoch am gut aufgelegten Michael Wolter, dem Keeper der Kreisauswahl. Vorne die Chancen nicht genutzt, hinten kurz nachlässig und prompt folgte die Strafe durch das 0:1 durch Cengiz Colak per Kopf.
Kurz bevor Schiri Stolpe die erste Halbzeit beenden wollte, besorgte Rolf Schünemann mit überlegtem Innenristschuss von der Strafraumgrenze den 1:1-Pausenstand.
Nach dem Wechsel bedrängte die Eintracht das nun von Heiko Schroer gehütete Tor vehement. Immer wieder trieben Hendrik Hauschild, Dirk Brockmann, Frank Schöler und ihre Kameraden das Leder gefährlich vor das Tor der Kreisauswahl. Als Hauschild mit links (!!!) zur Afferder 2:1-Führung vollendete, schien der Bann gebrochen. Die Eintracht, nun zu sehr im Vorwärtsmarsch, offenbarte im Defensivbereich zu große Lücken. Carsten Granzow markierte das überraschende 2:2 nach 69 Minuten. Wütende Eintracht-Angriffe folgten, doch die Kreis-Kicker konterten eiskalt; mit einem Doppelschlag baute Colak die Führung der Gäste auf 4:2 aus. Afferdes Team behielt die Nerven und konnte durch zwei Tore von Torjäger Schünemann in den letzten beiden Minuten ausgleichen.
Nach dem Spiel sprachen sowohl Kreis-Coach Walter Büthe als auch Eintracht-Trainer Oliver Steffan von einem verdienten Remis. Büthe räumte jedoch ein: „Wenn ihr nach dem 2:1 nachgelegt und nicht so viele Chancen liegen gelassen hättet, dann wären wir untergegangen."
Auch Axel Marahrens, der sportliche Leiter der damaligen Afferder Erfolgstruppe, war angetan von dem hochklassigen Kick: „Dass, was die beiden Teams hier gezeigt haben, würde noch heute für gehobenes Kreisliga-Niveau reichen.
Nach dem Spiel saßen Trainer, Spieler und Schiris noch in trauter Runde zusammen. Bei dem ein oder anderen Kaltgetränk und leckerer Grillware wurden rund um das Afferder Sportheim noch bis in die Nacht Geschichten erzählt und geschwärmt von den alten, ach so schönen Zeiten ...

Torfolge: 0:1 Cengiz Colak (19. Min.), 1:1 Rolf Schünemann (44.), 2:1 Hendrik Hauschild (55.), 2:2 Carsten Granzow (69), 2:3 Colak (85.), 2:4 Colak (87.) 3:4 Schünemann (89.), 4:4 Schünemann (90.)



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