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Tschirch schon seit 56 Jahren die gute Seele des Vereins

Börrys Kultbetreuer: Der eiserne Werner

Börry. Auf ihren Kultbetreuer lassen die Fußballer des SC Börry nichts kommen. Und ginge es darum, eine schwarz-gelbe Vereinshymne zu texten, eine Zeile würde garantiert „Unser Werner ist der Beste“ oder so ähnlich lauten. Denn Werner Tschirch ist seit sage und schreibe 56 Jahren die gute Seele des Vereins: 1958 übernahm er zunächst die Betreuung der Jugendteams, bis heute – inzwischen immerhin 80 Jahre jung – kümmert er sich noch die Herrenmannschaft. 1956 kam Werner Tschirch nach Börry, um in der Bäckerei Hinrichs zu arbeiten, und schnell fand er den Weg zum SC. „Als Fußballer war ich selbst keine Leuchte“, gibt er unumwunden zu. „Aber ab und zu, wenn der elfte Mann fehlte, habe ich notgedrungen mitgespielt“. Dennoch war er beim Sportclub immer mittendrin und dabei. Schnell wurde er dank seines Organisationstalents und Engagements im Verein zum „Mädchen für alles“. Ob Gerd Dietrich oder Dirk Brockmann, ob Andreas Grossmann, Michael Siepenkort, Klaus Kipke oder Andreas Meissner: Egal, wer in den vergangenen Jahrzehnten die Ilsetaler trainierte, keiner wollte auf Werner Tschirch als Betreuer verzichten.

veröffentlicht am 11.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:21 Uhr

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Auch Bernd Wollborn, erst seit wenigen Wochen Coach in Börry, ist schon voll des Lobes für ihn: „Einfach beispielhaft, was Werner hier trotz seines hohen Alters alles leistet.“ Heimisch geworden ist Tschirch in Börry allerdings nicht. Zwar blieb er bis 1992 Bäcker bei Hinrichs und ist auch immer noch Mitglied im gemischten Chor des Ortes, aber seit 1962 wohnt er in Afferde.

„Das ist aber kein Problem“, sagt er. „Solange ich noch Auto fahren kann“. So kommt er mindestens zweimal wöchentlich zum Training der Mannschaft nach Börry, und freilich verpasst er auch kein Spiel seiner Jungs. Im Kofferraum seines Autos hat er stets, was eine Fußball-Mannschaft eben so braucht: Trikots, Stutzen, Bälle und mehr. Fehlt irgendwo was, wissen die Spieler: Geh zu Werner, der kann bestimmt helfen.

56 Jahre Woche für Woche auf dem Sportplatz, da gehört schon viel Idealismus dazu. „Mir gefällts hier einfach“, macht der „eiserne Werner“ deutlich, „und ich habe viel Zeit. Schließlich bin ich ja nicht verheiratet“. Natürlich half der Kult-Betreuer auch beim Neuanfang nach dem Rückzug aus der Kreisliga.

Für sein großes Engagement ist Tschirch übrigens schon mehrfach ausgezeichnet worden. Beim SC Börry ebenso wie auf höherer Ebene. So hat er vom DFB die Ehrenamtsurkunde und eine Uhr erhalten. hek



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