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Kreispokal: Titelverteidiger Wallensen müht sich in Marienau zu einem 4:2 / TC wirft Fischbeck raus

Bisperoder Blamage! Sechser-Pack in Hilligsfeld

Mit einer deftigen 0:6-Niederlage bei TB Hilligsfeld sorgte der mehrfache Pokalsieger TSV Bisperode für die Blamage des Tages in der 1. Runde.

veröffentlicht am 18.08.2021 um 13:00 Uhr
aktualisiert am 20.08.2021 um 08:50 Uhr

HAMELN-PYRMONT. Titelverteidiger WTW Wallensen mühte sich zu einem 4:2-Erfolg bei der SSG Marienau.


TB Hilligsfeld – TSV Bisperode 6:0 (5:0). „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit entschieden. Bisperode hatte über 90 Minuten keine echte Torchance. Wir hingegen haben durch schnelle und gut herausgespielte Konter schöne Tore erzielt“, war Sprecher Bernd Hensel selbst überrascht. „Wir haben niemals mit einem so deutlichen Ausgang gerechnet.“ Jonas Schulze (2), Louis Heucke (2) und Tom Branske sorgten mit dem 5:0 zur Halbzeit für die frühe Entscheidung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bisperode den Druck noch einmal, brachte die Defensive der Hausherren aber nicht in Gefahr. Stattdessen sorgte Christy-Diakuta Lowa für den 6:0-Endstand. Damit war die Riesenüberraschung perfekt.
Tore: 1:0 Jonas Schulze (1.), 2:0 Louis Heucke (21.), 3:0 Schulze (23.), 4:0 Tom Branske (34.), 5:0 Heucke (45.), 6:0 Christy-Diatuka Lowa (80.).


TSV Groß Berkel – SG Königsförde/Klein Berkel 1:2 (1:1). Im Berkeler Derby musste sich der gastgebende „Underdog“ vor rund 200 Zuschauern knapp geschlagen geben. „Wir haben uns hier heute toll präsentiert“, war Groß Berkels Trainer Thomas Pernath nach dem Ausscheiden zwar traurig, aber keineswegs enttäuscht. Im ersten Durchgang bestimmten die Gäste das Geschehen, wurden aber kaum zwingend. In der 34. Minute brachte ein Heber von Fabio Mercia dann die SG-Führung. Doch die Gastgeber schlugen kurz vor dem Pausenpfiff zurück, Sebastian Blome erzielte den Ausgleich. Myles Neumann traf dann noch zum 2:1 für „Köfö“ und Groß Berkls Tugay Kirikci (78.) sah nach einer Notbremse die Rote Karte. Tore: 0:1 Fabio Mercia (34.), 1:1 Sebastian Blom (43.), 1:2 Myles Neumann (53.).


SSG Marienau – WTW Wallensen 2:4 (2:2). „Wir sind erhobenen Hauptes ausgeschieden. Die Jungs haben ein tolles Spiel gemacht“, war Marienaus Trainer Kai Lücke stolz auf sein zwei Klassen tiefer spielendes Team. Allerdings ging WTW effektiv mit seinen Chancen um, Oliver Silex verwandelte die erste echte Möglichkeit sehenswert per Heber in der 9. Minute, ehe Martin Stolper zehn Minuten später ins eigene Tor traf. Nils Bormann stellte den bisherigen Spielverlauf mit einem Doppelpack kurz vor dem Seitenwechsel auf den Kopf und sorgte für den 2:2-Pausenstand. Fast wäre die SSG sogar in Führung gegangen, jedoch vergab Jan Stoffregen die Riesenchance zum 3:2 (43.). „In der zweiten Halbzeit haben wir weiterhin super dagegenhalten und Wallensen hat nicht zu seinem gewohnten Spiel gefunden“, so Lücke. Dennoch gingen die Gäste siegreich vom Platz, Mirko Wulf brachte mit zwei Toren die 4:2-Entscheidung.

Tore: 0:1 Oliver Silex (9.), 0:2 Eigentor Martin Stolper (19.), 1:2 Nils Bormann (32.), 2:2 Bormann (40.), 2:3 Mirko Wulf (62.), 2:4 Wulf (85.).


TC Hameln – TSC Fischbeck 2:0 (1:0). Der TC Hameln besiegte den stark ersatzgeschwächten Favoriten. „Fischbeck spielt zwar eine Liga höher, war aber heute extrem ersatzgeschwächt und musste mit der Altherren auffüllen“, rückte TC-Trainer Michael Huber das Ergebnis ins richtige Licht. Tore: 1:0 Marco Warzecha (35.), 2:0 Sinan Ogurlu (65.).


Germania Beber-Rohrsen – VfB Eimbeckhausen 1:3 (0:1).
„Wir haben zwar verloren, aber uns sehr gut geschlagen“, war Sprecher Lennerd Kühn am Ende zufrieden. Die Hausherren hielten voll dagegen und ließen sich nicht durch Dominik Trotz‘ 0:1-Freistoßtreffer in der 18. Minute beirren. Nach dem Seitenwechsel erzielte Finn Langenstein (49.) sogar den Ausgleich. Abermals Trotz (69.) und ,Pascal Debertolo erhöhten zum 3:1-Entstand. Pech, dass Beber-Rohrsen noch mit einem Elfmeter an VfB-Keeperdung Mirko-Bernd Köster scheiterte.
Tore: 0:1 Dominik Trotz (18.), 1:1 Finn Langenstein (49.), 1:2 Trotz (69.), 1:3 Pascal Debertolo (75.).

SG Lüntorf – TSV Grohnde 0:3 (0:1).

Im Gemeindeduell zwischen Lüntorf und Grohnde setzte sich der klare Favorit letztlich durch. „Grohnde hat jedoch nicht gezeigt, dass sie als Kreisligist drei Klassen höher spielen. Spielerisch haben sie nicht ihren Rhythmus gefunden. Und wir haben leidenschaftlich dagegen gehalten“, erklärte SG-Trainer Olaf Kühl. „Wir haben Grohnde lange Paroli geboten, die entscheidenden Tore sind erst relativ spät gefallen.“ Auf die Siegerstraße bog der TSV hingegen relativ früh ein. In der 20. Minute bestrafte Christopher Thomas mit dem 1:0 einen zu nachlässigen Klärungsversuch der Lüntorfer. Bis zur Halbzeit sollte kein weiteres Tor fallen. Auch nach dem Seitenwechsel blieben Tore zunächst Mangelware – bis zur 65. Minute. Dann beförderte Marcel Pietsch den Ball unglücklich zum 0:2 ins eigene Netz. Den Schlusspunkt setzte schließlich Robert Engel mit einem Strafstoß in der 87. Minute zum 3:0. Kühl war zufrieden: „Die komplette Mannschaft hat gut gespielt. Wir sind stolz auf die Jungs und möchten uns einmal mehr bei Sascha Krannich bedanken, der erneut im Tor ausgeholfen hat.“

Abschließend kündigte Kühl an, die kompletten Eintrittseinnahmen der Spendenaktion des Round Table 62 und AWesA zugunsten der von der Hochwasser-Katastrophe betroffenen SG Ahrtal zukommen zu lassen. „Grohnde und wir haben uns darauf geeinigt. Ein großes Dankeschön an alle, die sich an dieser Aktion beteiligt haben. Insgesamt sind so 300 Euro zusammengekommen. Darüber sind wir sehr glücklich – ein tolles Zeichen“, so Kühl.

Tore: 0:1 Christopher Thomas (20.), 0:2 Eigentor Marcel Pietsch (65.), 0:3 Robert Engel (87./Strafstoß).

SG Hameln 74 – FC Preussen Hameln 0:1 (0:0).

Trotz der Niederlage waren sie am Ende zufrieden. „Preussen hatte mehr vom Spiel, war überlegen und hatte die besseren Chancen. Doch wir sind mit unserem Spiel vollauf zufrieden. Nicht umsonst spielt Preussen zwei Ligen höher als wir. Unsere Jungs haben kämpferisch voll überzeugt. Das war ein Spiel für die Moral“, war SG 74-Sprecher Frank-Uwe Schmidt stolz auf die Darbietung seiner Mannschaft. Die Nordstädter ärgerten den Favoriten über die gesamte erste Halbzeit hinweg, hielten die Null und das Spiel damit offen für eine Überraschung. Erst kurz nach dem Seitenwechsel fiel der Treffer des Tages: Aleksandre Kharbedia köpfte nach einem Eckball zum 1:0 für den FCP ein. In der Folge bestimmten die Gäste weiterhin das Geschehen, jedoch hielt der überragende SG-Keeper Chris Schnelle das Spiel bis zum Ende offen. Das sollte sich beinahe auszahlen, als der „Underdog“ in der 80. Minute das vermeintliche 1:1 erzielte – doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits. „Das war ein ganz knappes Ding. Der Schiri selbst hat es nicht gesehen, ohne Linienrichter hätte der wohl gezählt“, kommentierte Schmidt die Szene. So blieb es beim 1:0 für die Preussen, die damit in die dritte Runde einzogen.

Tore: 0:1 Aleksandre Kharbedia (52.).

SV Lachem – TuS Rohden 5:0 (4:0).

Was für ein Pokalerfolg für den in der 3. Kreisklasse spielenden SV Lachem – mit 5:0 schlug der SVL die drei Ligen höher spielenden Rohdener! Bereits in der ersten Minute brachte Soner Arslan, nach Vorlage von Seyhmus Karayilan, seine Mannschaft in Führung. Dennis Fulek erhöhte 15 Minuten später das Ergebnis auf 2:0. „Wir waren von Anfang an konzentriert und haben versucht früh zu stören. Das ist uns sehr gut gelungen“, war Majcan zufrieden. Mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause durch Seyhmus Karayilan (39.) und erneut Arslan (42.) war das Spiel bereits zur Halbzeit entschieden. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel weiterhin kontrolliert, hatten die Ballkontrolle und haben kaum etwas zugelassen“, meinte Marcjan. Aufregung gab es noch einmal in der 65. Minute, als Stefan Dreier den Elfmeter von Dennis Fulek parierte. Kurz vor Schlussspfiff sollte Fulek den Ball allerdings doch noch im Tor unterbringen und sorgte somit für den 5:0-Endstand in einer einseitigen Partie. „Ich bin sehr zufrieden mit der gesamten Mannschaftsleistung. Wir hatten alles im Griff und sind verdient weitergekommen“, zog Majcan Bilanz.

Tore: 1:0 Soner Arslan (1.), 2:0 Dennis Fulek (26.), 3:0 Seyhmus Karayilan (39.), 4:0 Arslan (42.), 5:0 Fulek (83.).

Besonderes: Stefan Dreier (Rohden-Segelhorst) hält Elfmeter von Dennis Fulek (65.)

MTV Lauenstein – SG Hajen/Latferde 1:2 (1:2).

Die Spielgemeinschaft aus Hajen/Latferde setzte sich im Topspiel des Mittwochs knapp durch. Zunächst ging allerdings Lauenstein vor heimischer Kulisse in Führung. Karsten Eberling nutzte nach einer knappen Viertelstunde einen Abspielfehler in der Hintermannschaft der noch frischen Spielgemeinschaft und brachte seine Mannschaft in Führung. Kurze Zeit später drehte die Brennecke-Elf das Spiel durch einen Doppelschlag. Zunächst erzielte Michael Bartsch nach einem Eckball per Kopf den Ausgleich. Nur zwei Minuten später gab es, so Lauensteins Trainer Stefan Gluba, „einen berechtigten Strafstoß“. Diesen verwandelte Mehran Azimi und drehte somit die Partie. „Wir haben in der ersten Halbzeit komplett abgeschaltet und nicht dagegengehalten. In der zweiten Halbzeit haben wir es zwar versucht, hatten aber nicht die spielerischen Möglichkeiten“, so Gluba. Kurz vor dem Schlusspfiff gab es noch einmal die Riesenmöglichkeit für Karsten Eberding zum Ausgleich. In der 90. Minute vergab der Torschütze zur 1:0-Führung aus kurzer Distanz, als er den Ball über das Tor setzte. „Es war ein verdienter Sieg für Hajen/Latferde“, gab Gluba abschließend zu Protokoll und verteilte ein Sonderlob an seinen Torwart Lukas Plewe.

Tore: 1:0 Karsten Eberding (14.), 1:1 Michael Bartsch (23.), 1:2 Mehran Azimi (25.).

SG Hamelspringe/Eimbeckhausen – TSV Brünnighausen 1:7 (1:3).

„Glückwunsch an Brünnighausen! Ich bin maßlos enttäuscht über die Einstellung meiner Mannschaft“, so SG-Trainer Martin Witzel. In der torreichen Partie gingen die Gäste nach einer knappen Viertelstunde durch einen langen Ball auf Niels Krückeberg in Führung. „Wir beginnen das Spiel gut und kommen nach dem Rückstand auch stark zurück“, meinte Witzel. Andre Matysik erzielte für die Hausherren den Ausgleich. Kurz vor der Pause schraubten die Gäste das Ergebnis durch einen Doppelschlag von Pete Reinecke und Maximilian Reiss jedoch für den TSV auf 3:1 in die Höhe. „Wir machen da einfach individuelle Fehler. Nach der Halbzeit haben wir es nochmal versucht. Aber ein langer Ball bringt uns dann wieder das Gegentor“, beschrieb Witzel die Szene zum 1:4 durch Doppeltorschütze Reiss. Marten Schweinebart und ein zweifacher Fabian Mehrtens schrauben das Ergebnis in Höhe und sorgen somit für einen klaren 7:1-Sieg der Brünnighäuser. „Meine Mannschaft muss sich nach diesem Spiel hinterfragen. Das einzig Gute ist, dass es nur ein Pokalspiel ist. Ich erwarte am Sonntag eine Reaktion“, zog Witzel ein ernüchterndes Fazit.

Tore: 0:1 Niels Krückeberg (14.), 1:1 Andre Matysik (33.), 1:2 Pete Reinecke (40.), 1:3 Maximilian Reiss (42.), 1:4 Reiss (65.), 1:5 Marten Schweinebart (72.), 1:6 Fabian Mehrtens (77.), 1:7 Mehrtens (80.).

TSV Germania Reher – TSG Emmerthal 4:2 (2:1).

Ein echter Pokalfight mit dem besseren Ende für den „Underdog“! Zunächst sah es allerdings nach einem guten Tag für den Favoriten aus Emmerthal. Jonas Batke brachte seine Farben in der 19. Spielminute in Führung. Doch noch vor der Pause sollte die Elf von Spielertrainer Tobias Rügge das Spiel zu ihren Gunsten drehen. Marvin Siever (32.) und Philipp Engel (42.) erzielten die Tore zur knappen Halbzeitführung. „Es war ein ansehnliches Spiel auf Augenhöhe. Wir hatten ein Chancenplus in der ersten Halbzeit. Somit war die Führung auch verdient“, resümierte Rügge die erste Halbzeit. Nach der Pause erhöhten die Emmerthaler den Druck – und wurden belohnt. Manuel Capobianco erzielte zehn Minuten nach Wiederbeginn den Ausgleich. „Nach der Pause haben wir um das Tor gebettelt. Emmerthal hat sehr viel Druck gemacht. Da hatte ich Angst vor einem Schiffsbruch“, skizzierte Rügge die Minuten nach der Halbzeit. Doch statt eines Schiffbruchs erlebten die Germanen einen treffsicheren „Youngster“: Nach einer starken Balleroberung durch Max-Lukas Diedrich erzielte Nico Schmidt in der 75. Minute den erneuten Führungstreffer für die Gastgeber. „Wir haben auf Konter gespielt und das hat in der Situation super geklappt“, so Rügge. Fünf Minuten vor dem Ende kannte der Jubel bei den Hausherren keine Grenzen mehr: Nach einer erneut starken Balleroberung durch Diedrich vollendete Matchwinner Schmidt zum 4:2-Endstand und sicherte damit dem Einzug in die nächsten Pokalrunde. Ein Sonderlob von Rügge verdiente sich neben Max-Lukas Diedrich und Nico Schmidt das Schiedsrichtergespann um Konrad Voss.

Tore: 0:1 Jonas Batke (19.), 1:1 Marvin Siever (32.), 2:1 Philipp Engel (42.), 2:2 Manuel Capobianco (52.), 3:2 Nico Schmidt (75.), 4:2 Schmidt (85.) .

SC Inter Holzhausen – SC RW Thal 0:3 (0:2).

Im Pyrmonter Pokalderby sollte heute keine richtige Stimmung aufkommen. „Es war ein ruhiges, faires Spiel, das von Schiedsrichter Dieter Schröder gut geleitet wurde. In den letzten Minuten wurde es noch einmal ein bisschen hektischer, aber bis dahin war alles völlig im Rahmen“, meinte Holzhausens Sprecher Stefan Bertram, der zwar keinen deutlichen Klassenunterschied vernahm – doch war Thal am Ende drei Treffer besser. „Wir hatten einige gute Chancen, aber hatten nicht das Glück vorm Tor“, bedauerte Bertram. Thal ging hingegen bereits in der 11. Minute in Front, als Kevin Sölla einen Eckball in die Maschen nickte. In der 35. Minute legte der Kreisligist nach, René Hündersen verwandelte einen Handelfmeter. In der zweiten Halbzeit bäumte sich Holzhausen noch einmal auf, doch der Ehrentreffer blieb dem Team von Trainer Patrick Schake verwehrt. Auf der anderen Seite sorgte Florian Bersch für den 3:0-Endstand. „Zwei weitere Chancen von Thal haben unsere Jungs noch von der Linie gekratzt. Wir haben als Mannschaft aus der 1. Kreisklasse gut dagegen gehalten“, zog Bertram sein Fazit.

Tore: 0:1 Kevin Sölla (11.), 0:2 René Hündersen (35./Strafstoß), 0:3 Florian Bersch (78.).

SG Hastenbeck/Emmerthal – SV Azadi Hameln 0:3 (0:1).

Der zwei Klassen höher spielende Kreisligist wurde seiner Favoritenrolle letztlich gerecht. Doch stellte die SGHE die „Adler“ auf ihrem Weg zum Sieg vor große Probleme. „Wir haben bis zum 0:2 super mitgehalten und das Spiel lange offen gehalten“, lobte Trainer Martin Lohmann seine Mannschaft. „Wir haben auch vorne gut gespielt, aber leider sind uns die zwingenden Chancen verwehrt geblieben – abgesehen von einer Möglichkeit von Daniel Cebula.“ Der Favorit nutzte hingegen seinen Geschwindigkeitsvorteil aus. Lohmann: „Alle drei Tore sind nach dem gleichen Prinzip passiert: Azadi hat den Ball erobert, Kontersituationen geschaffen und uns dann überlaufen.“ Kurz vor dem Seitenwechsel brachte Turan Seyyar die Hamelner in Front. Im zweiten Durchgang kämpften die Gastgeber leidenschaftlich weiter – doch das 0:2 von Ibrahim Seyyar bedeutete gleichzeitig die Entscheidung (63.). „Danach war Feierabend. Azadi hat das gut runtergespielt und uns dann ausgekontert“, so Lohmann. Ilias Karabalidis sorgte mit dem 3:0 für den Endstand. Ein Sonderlob von seinem Trainer verdiente sich SGHE-Keeper Felix König: „Er hat noch zwei, drei Situationen sehr gut entschärft.“

Tore: 0:1 Turan Seyyar (42.), 0:2 Ibrahim Seyyar (63.), 0:3 Ilias Karabalidis (80.).

TSV Großenwieden – VfB Hemeringen 10:9 (3:3/1:1).

Was für ein Pokalkrimi im Weserstadion! Erst im Elfmeterschießen setzte sich Großenwieden im Derby gegen Hemeringen durch – und dann kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Zum großen Helden avancierte Heimkeeper Jan-Niklas Klug, der eigentlich in der zweiten Mannschaft spielt. Er musste kurzfristig einspringen. „Er hat im Elfmeterschießen überragend gehalten“, jubelte Co-Trainer Rassan Abdi mit geschwächter Stimme. Zunächst parierte Klug einen Schuss von Hemeringens Kapitän Karsten Wieneke und sein Mannschaftskamerad Lars Michaelis verfehlte das Ziel. Auf der anderen Seite schoss Denis Anklam über das Tor. Der Schuss von TSV-Spieler André Zurmühlen traf den Innenpfosten und sprang wieder aus der Gefahrenzone. Beim Stand von 9:9 verwandelte Großenwieden seinen Elfmeter und dann trat Hemeringens Nico Kuhlmann beim Stand von 9:10 aus VfB-Sicht an. Jedoch ahnte Klug die Ecke und parierte den Schuss, Sekunden später lagen sich die Hausherren in den Armen. „Ein unglaubliches Ende. Sogar die 90 Minuten waren schon der Wahnsinn“, so Abdi. Philipp Nulle, Manuel Hothan und Finn Hoppe schossen den VfB dreimal in Front – doch dreimal kam Großenwieden in Person von Dreierpacker Daniel Wins zurück. „Wir haben einen unglaublichen Kampfgeist bewiesen. Es war ein rassiges Derby und wir haben nie locker gelassen“, berichtete Abdi, der in seiner Mannschaft einen verdienten Sieger sah. „Hemeringen war zwar eiskalt vor dem Tor, aber wir haben uns von jedem Rückschlag erholt und waren spielerisch die bessere Mannschaft.“

Tore: 0:1 Philipp Nulle (11.), 1:1 Daniel Wins (17./Strafstoß), 1:2 Manuel Hothan (46.), 2:2 Wins (80.), 2:3 Finn Hoppe (84.), 3:3 Wins (87.).



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