weather-image
23°
×

Ex-Bundesligaspielerin Bianca Lity will in Hastenbeck ihre Fußball-Karriere ausklingen lassen

„Birgit Prinz habe ich sogar mal getunnelt“

Hastenbeck. Sie spielte acht Jahre in der ersten und zweiten Frauenfußball-Bundesliga und auch in der Jugend-Nationalmannschaft (U17 und U21), jetzt kehrt Bianca Lity (geb. Sauer) an ihre alte Wirkungsstätte zurück: den Hastenbecker Reuteranger. Die 29-Jährige will beim Landesligisten SV Hastenbeck, mit dem sie bereits im Alter von 16 Jahren in die Regionalliga aufstieg, ihre Fußballkarriere ausklingen lassen.

veröffentlicht am 21.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 21:21 Uhr

Für SVH-Coach Jens Günther ist der Neuzugang ein Glücksfall: „Bianca ist eine wirkliche Bereicherung für die ganze Mannschaft.“ Und eine echte Verstärkung. Sie sei nicht nur eine sehr gute Fußballerin, sondern auch eine absolute Führungsspielerin mit viel Erfahrung, an der sich die jüngeren Spielerinnen des SVH orientieren könnten, so Günther. „Das ist Gold wert!“

Die 29-jährige Bianca Lity kann immerhin auf 130 Einsätze in den beiden höchsten Ligen des deutschen Frauenfußballs zurückblicken. Im Jugendbereich begann vor einigen Jahren alles in Hastenbeck. Nachdem der SVH 2006 aus der Regionalliga abstieg, wagte sie den Schritt in die Bundesliga und wechselte zum FFC Heike Rheine. An ihr Bundesliga-Debüt gegen Brauweiler kann sich die angehende Kindergärtnerin noch genau erinnern. „Ich war damals total nervös in der Startaufstellung, doch das legte sich in der zweiten Hälfte zum Glück“, erzählt sie lächelnd. 2008 folgte der Wechsel nach Essen, 2009/2010 spielte sie beim Herforder SV. Ab 2010 war sie für Victoria Gersten am Ball, die später zum SV Meppen wurden. Freudig blickt sie heute noch auf die Partien gegen bekannte Nationalspielerinnen wie Kerstin Garefrekes oder Renate Lingor zurück. „Birgit Prinz habe ich sogar mal getunnelt“, erzählt die ehemalige Jugend-Nationalspielerin augenzwinkernd. Vor vier Jahren heiratete sie den Handballer Hendrik Lity, zwei Jahre später kam ihr Sohnes Jarne zur Welt. Deshalb trat die Fußballerin zunächst etwas kürzer, meldete sich nach der Schwangerschaft aber wieder zurück, um es sich selbst noch einmal zu beweisen. „Meine Familie hat mich jahrelang beim Fußball unterstützt, jetzt möchte ich in Form von Zeit auch etwas zurückgeben“, begründet die in Kirchohsen lebende Lity ihren Wechsel zu ihrem alten und neuen Klub. Und wer weiß, vielleicht stellt sich mit ihrer Rückkehr ja auch der Erfolg aus den glorreichen Hastenbecker Frauenfußballzeiten wieder ein … mo



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige