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Aerzens Torjäger gilt als einer der sichersten Strafstoß-Schützen im Fußballkreis Hameln-Pyrmont

Benno Reuke verrät sein Elfmeter-Geheimnis

Die Kunst des Elfmeterschießens beherrscht Aerzens Torjäger Benno Reuke (28 Saisontreffer) aus dem Effeff. Sein Ex-Coach Tobias Rügge vom Kreisklassen-Klub Germania Reher sagte einmal über ihn: „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Benno schon einmal einen Strafstoß verschossen hat.“

veröffentlicht am 07.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:05 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Kein Wunder, Reuke hat nach eigener Aussage für Reher alle verwandelt. Kurios: Den ersten und bisher einzigen Elfer, auch Penalty genannt, verschoss Reuke im vergangenen August nach seinem Wechsel nach Aerzen: „Daran kann ich mich noch ganz genau erinnern.“ Beim 4:1-Sieg des MTSV im Kreispokal gegen Fischbeck traf der 33 Jahre alte Torjäger erst nur den Pfosten, versenkte dann aber den Nachschuss im Tor. „Der Schiri gab den Treffer aber nicht. Warum, weiß ich nicht. Meiner Meinung nach war das ein reguläres Tor“, so Reuke. Egal. Dieser Fehlschuss war für ihn ein einmaliger Ausrutscher: Es sei ja nicht so schwer, aus elf Metern Entfernung ein 7,32 breites und 2,44 Meter hohes Tor zu treffen – selbst wenn ein Torhüter drinsteht. „Einen Elfer zu verschießen, das geht gar nicht“, so Reuke.

Bayern Münchens Bastian Schweinsteiger sieht das bestimmt anders. Der verschoss am Samstag, 19. Mai, um 23.26 Uhr, den entscheidenden Elfmeter im Champions-League-Finale gegen Chelsea. Kein Witz, aber trotzdem lustig: „Es hat sich ja inzwischen herumgesprochen, dass ich (wie Schweinsteiger gegen Chelsea, Anm. d. Red.) fast immer nach unten rechts schieße“, lüftet Reuke sein Elfmeter-Geheimnis. Es kommt sogar vor, dass ein Torhüter zu ihm sagt, „Benno, ich weiß, wohin du schießt“, wenn Reuke zum Elfmeterpunkt geht. „Deshalb schieße ich ab und zu auch mal nach links unten, aber nie nach oben.“

Warum eigentlich nicht? Angeblich soll die Wahrscheinlichkeit oben rechts ja am größten sein, wenn man den Statistikern glaubt. Aber das interessiert Reuke nicht. Sein Vorteil ist seine Erfahrung, denn vom Penalty-Punkt treffen die älteren Spieler (über 30 Jahre) angeblich häufiger als die jüngeren. Das weiß man aus Erfahrung. Dem Keeper schaut der Aerzener Elfmeterkönig übrigens nie direkt in die Augen: „Ich konzentriere mich nur auf den Ball – und verlasse mich auf mein Bauchgefühl.“ Reuke ist davon überzeugt, dass ein perfekt in die Ecke geschossener Strafstoß nicht zu halten ist. Torhüter hätten nur dann eine realistische Chance, wenn sie vorher erkennen, in welche Ecke geschossen wird. Und woran denkt Reuke, wenn er zum Elfmeterpunkt geht? Vermutlich nicht an William McCrum. Der irische Leinenfabrikant und Hobby-Torhüter erfand 1891 den Strafstoß.



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