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Bittere Diagnose in Hannover – Emmerthaler muss Fußball-Karriere beenden

Bendes geschockt: Knie kaputt!

Emmerthal. Das Knie zwickte über die Jahre mal links, mal rechts – doch irgendwie ging es immer weiter. Auch für Kreisliga-Fußballer Murat Bendes galt lange Zeit der eiserne Wahlspruch von Kino-Boxer Rocky Balboa: „Keine Schmerzen.“

veröffentlicht am 29.08.2013 um 14:38 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Bis jetzt, denn nun geht überhaupt nichts mehr. Finito, aus, Schluss und vorbei! Bendes muss die geliebten Fußballschuhe an den Nagel hängen. Mit gerade einmal 30 Jahren im Ruhestand. Das ist bitter für den filigranen Mittelfeldspieler und langjährigen Kapitän der TSG Emmerthal. „Ein schwerer Schlag für mich. Ich konnte die Diagnose erst gar nicht glauben und wollte es irgendwie wohl auch nicht“, beschreibt er den Schock nach der Hiobsbotschaft in Hannover.

Dort in der Praxis von Sportarzt-Koryphäe Wego Kregehr brachte eine Computertomografie die traurige Wahrheit an den Tag: Knorpelschaden am rechten Knie und was noch viel schlimmer ist, fast gar keine Knorpelmasse mehr am linken bereits einmal operierten Knie. Und quasi als Zugabe wurde noch ein Außenbandriss und Arthrose festgestellt.

Kurzum, „Jackpot“ für Murat Bendes. „Wenn ich nicht mit 40 schon eine Knieprothese haben möchte, bleibt nur der Abschied vom Fußball“, kennt „Dante“, wie er wegen seiner geballten Lockenpracht auch manchmal gerufen wird, nun seine einzige Alternative.

Mit Spritzen wird zwar versucht, die fehlende Knorpelmasse wieder langsam aufzubauen, aber das geschädigte Gelenk kann keine großen dauerhaften Belastungen mehr vertragen. Ob Murat Bendes nun mit seinem sportlichen Schicksal klarkommt, wird sich zeigen. Fest steht aber schon jetzt, die entstandene Lücke in Emmerthal wird nur schwer zu füllen sein. Insgesamt zehn Jahre hatte er bei der TSG die sportliche Entwicklung bis hin zum jüngsten Kreispokalsieg mitgeprägt. Aber was macht denn einer, der fast 25 Jahre begeistert der Lederkugel hintergerannt ist, nun ohne Fußball?

„Das weiß ich auch noch nicht so genau. Ich brauche jetzt erst einmal ein bisschen Abstand und werde Urlaub mit meiner Familie in Cesme machen“, lässt er durchblicken. Kommt Zeit, kommt Rat, und irgendwann wird Bendes auch wieder im Umfeld des Fußballs auftauchen. Das ist sicher.



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