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Torhüter beim Pyrmonter Derby im Blickpunkt / Spielvereinigung erwartet große Zuschauerkulisse

Bei Schmidt und Frye ist alles in guten Händen

Es ist Derbyzeit! Volle Konzentration und Tunnelblick sind angesagt. Da macht auch ein Fußball-Torhüter vor dem Spiel nicht viele Worte. Ein leichtes Zunicken, vielleicht noch ein kurzes Abklatschen mit dem Leidensgenossen von gegenüber, dann aber schnell die Handschuhe zurecht gezupft und Abmarsch in die eigene Hütte.

veröffentlicht am 06.04.2012 um 17:06 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Mit dem Anpfiff zählt für jeden Schlussmann nur noch das eigene Sperrgebiet vor der Linie. Alles, was eventuell dahinter kommt, wird ausgeblendet. Bälle halten macht eben wesentlich mehr Spaß als Tore kassieren. Und so wird es auch am Ostermontag (15 Uhr) sein, wenn das Pyrmonter Stadtderby im Stadion an der Südstraße die Fans der beiden Klubs in Atem hält.

Mit Stefan Schmidt von der Spielvereinigung und Niklas Frye von Germania Hagen stehen dann auch zwei der besten Bezirksliga-Torhüter im Blickpunkt des Geschehens. Keine Frage: Bei ihnen ist der Ball in guten Händen. Natürlich wird es auch auf ihre Reflexe ankommen, wer am Ende für einen Tag die Nummer eins in der Kurstadt sein darf. Das Fernduell der beiden Klasse-Torhüter über rund 100 Meter Luftlinie birgt aber auch die Gewissheit: Es kann nur einen Sieger geben, denn an ein Remis glaubt ohnehin keiner.

Auch Stefan Schmidt nicht. „Wir gewinnen am Samstag beim VfR Evesen und leisten Germania Hagen damit schon genügend Schützenhilfe im Abstiegskampf. Im Prestige-Derby haben wir nun wirklich nichts zu verschenken“, macht der 24-Jährige seinen Standpunkt deutlich.

Für ihn ist das Duell der Emotionen allerdings Neuland, denn beim 6:0-Triumph der Pyrmonter im Hinspiel war er im Urlaub und Hajo Vollmer stand im Tor. „Ich freue mich richtig auf dieses Highlight vor großer Zuschauerkulisse. Das wird bestimmt ein tolles Erlebnis“, fiebert der einstige Oberliga-Torwart von 07 dem Klassiker entgegen. Bei Niklas Frye dürfte das große Derby-Prickeln wohl frühestens am Ostersonntag einsetzen. Hagens Schlussmann, ein Jahr jünger als Stefan Schmidt, muss seinen Kasten heute zunächst im Heimspiel (16 Uhr) gegen den FC Boffzen sauber halten. Denn ein Erfolg gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf könnte am Ende wesentlich wertvoller sein als ein vermeintlicher Sieg im Stadtduell. „Wenn wir gegen Boffzen gewinnen, können wir locker an die Südstraße fahren“, sagt Frye, der die Hagener 0:6-Pleite längst unter „P wie Papierkorb“ abgehakt hat. „Da waren wir als Aufsteiger ja noch in der Lernphase der Bezirksliga.“

Mit 1,85 Meter liegen die körperlichen Vorteile zwar klar bei Stefan Schmidt. Doch für den mit 1,76 Meter eher kleinen Germanen-Keeper spielt die Körpergröße am Montag höchstens eine Nebenrolle: „Gerhard Heinze vom VfB Stuttgart war auch nur 1,76 Meter groß und in der Bundesliga mal einer der besten Torhütern.“ Allein eine gute Leistung ist für ihn das Maß aller Dinge.

Sie werden am Ostermontag beim Pyrmonter Stadtduell im Mittelpunkt stehen: Die Torhüter Stefan Schmidt (li.) von der Spielvereinigung und Niklas Frye vom Stadtrivalen Germania Hagen.

Foto: haje



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