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Kapitän Daniele Luggeri: „Wollen Meister werden“ / Trainer Andreas Loges feilt am neuen System

Bad Pyrmont rückt für den Titel zusammen

Fußball. Im fünften Anlauf soll er endlich gefeiert werden – der Aufstieg der SpVgg. Bad Pyrmont in die Landesliga. Große Ambitionen hegt die Vorstandsriege schon seit Jahren, doch zum großen Wurf hat es bislang nicht gereicht. In der Saison 2006/07 wurde die damals von Paul Bicknell trainierte Mannschaft mit 69 Punkten überraschend Vizemeister. Erst im letzten Relegationsspiel zur sechsten Liga scheiterten die Pyrmonter am Barnstorfer SV.

veröffentlicht am 15.09.2010 um 17:21 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:47 Uhr

Klaus Frye

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Sportreporter zur Autorenseite

Danach spielten die Rot-Weißen drei Jahren eigentlich nur um die „goldene Ananas“. 3-5-3 und 56-50-49, das sind nicht die Haus- und Telefonnummern der Geschäftsstelle, sondern die Platzierungen und ergatterten Punkte der abgelaufenen drei Spielzeiten.

Doch Mittelmaß soll ab sofort in der Kurstadt keine Rolle mehr spielen. Das machte vor allem Jürgen Bahmann, der neue 2. Vorsitzende des Traditionsvereins, der immerhin schon auf 90 Jahre Fußball-Geschichte zurückblicken kann, deutlich: „Wir müssen jetzt endlich mal Nägel mit Köpfen machen.“ Den Hebel hat der neue Mann aus der Führungsetage der Spielvereinigung schon umgelegt. In einem Gespräch mit dem Spielerrat und Trainer Andreas Loges gab es bereits eine klare Ansage. Die kam von Kapitän Daniele Luggeri: „Wir wollen Meister werden.“

Ein Satz, der bei Jürgen Bahmann wie Musik in den Ohren klingt. „Wir haben eine Mannschaft mit viel Potenzial. Mit den Spielern reicht es nicht, gut mitzuspielen, da muss man schon den Titel anpeilen“, unterstrich er die Zielstellung. Die Meisterschaft strebt auch Trainer Andreas Loges an. Der hat mit seiner Mannschaft die Sache momentan bestens im Griff.

Nach zwei Unentschieden (2:2 in Eldagsen, 1:1 gegen Evesen) nahm das Flaggschiff Spielvereinigung Fahrt auf. Die Serie hielt, drei Siege in Nienstädt (5:2), in Stadthagen (3:1) und gegen Rinteln (4:2) folgten. Fünf Spiele ohne Niederlage – an eine solche Erfolgsserie kann sich an der Emmer kaum jemand erinnern. Vor allem die Auswärtserfolge in Nienstädt und Stadthagen ließen Loges strahlen: „Da haben wir in den letzten Jahren immer Punkte gelassen. Gerade gegen unbequeme Gegner sind Siege wichtig, wenn wir unser Ziel erreichen wollen.“

In dieser Saison scheint der ehemalige Zweitliga-Spieler des VfL Osnabrück mit seinem Kader auch die richtige Mischung gefunden zu haben. „Steve Diener bringt im Mittelfeld viel Erfahrung und Stefan Schmidt im Tor die nötige Ausstrahlung mit“, sagte Loges, der auch seinen jungen Akteuren, wie Gerrit und Yannik Pape, Christoffer Loges oder Patrick Roefs eine Chance gibt.

Dazu feilt der Trainer mit einigen Umstellungen weiter am neuen System. Vor allem fühlt sich Marco Heetel, nach seinen Einsätzen vor der Viererkette, in der Offensivabteilung wieder pudelwohl. Seinen Platz als „Sechser“ hat Christopher Loges übernommen. „Die neue Formation passt“, spürte der 55-jährige Coach in den letzten Begegnungen deutlich. „Aber in der Vorwärtsbewegung müssen wir noch mehr Gas geben und schneller umschalten.“ Typisch Andreas Loges. Selbst wenn sein Team klar auf Kurs fährt, ganz zufrieden ist er nie: „Man kann es immer noch etwas besser machen.“ Das erwartet er auch am Sonntag (15 Uhr). Dann peilt die Spielvereinigung beim Aufsteiger TSV Klein Berkel den vierten Sieg in Folge an.

„Wir halten fest und treu zusammen“ – vor allem guter Teamgeist wird beim bislang ungeschlagenen Bezirksligisten SpVgg. Bad Pyrmont groß beschrieben.

Foto: haje



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