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Zu Hause stimmen Tünderns Ergebnisse – aber in der Fremde wartet die Motzner-Elf seit zehn Monaten auf einen Erfolg

Auswärtsfluch: Droht in Stadthagen die nächste Pleite?

Es ist wie verhext. Seit fast zehn Monaten wartet die Elf von Tünderns Trainer Siegfried Motzner auswärts auf einen Sieg. Gelingt es am Sonntag, den Auswärtsfluch endlich zu besiegen – oder droht beim FC Stadthagen die nächste Pleite?

veröffentlicht am 24.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:41 Uhr

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Von Andreas Rosslan

Er ist 90 Minuten gerannt, hat unermüdlich gerackert und verbissen um jeden Ball gekämpft. Kein Wunder, dass Tünderns Torjäger Robin Tegtmeyer nach dem 3:1-Heimsieg gegen den unbequemen Aufsteiger STK Eilvese fix und fertig war. Die Sahara-Hitze war am vergangenen Samstag so brutal, dass sich Robsi, wie ihn seine Kumpels nennen, nach dem Schlusspfiff erst einmal auf die Ersatzbank setzte, um durchzuschnaufen und einen Schluck aus der Wasserpulle zu nehmen. „Puh, ich gehe auf dem Zahnfleisch“, sagte Tegtmeier. Erschöpft, aber glücklich. Denn der Sieg war „ein hartes Stück Arbeit“ und im Hinblick auf den angepeilten Klassenerhalt „enorm wichtig“. Das sieht Tünderns Coach Siegfried Motzner bestimmt genauso. Weil er 90 Minuten im kühlen Schatten saß, wirkte er nicht so erschöpft wie seine Spieler und auch nicht so glücklich. Zwar zählen auch für Tünderns ehrgeizigen Trainer am Ende nur die drei Punkte, aber das Niveau der Landesliga-Partie war so grausam, dass sich Motzner fast das komplette Spiel über maßlos ärgerte: über unnötige Ballverluste im Spielaufbau, über ungeschicktes Verhalten in den Zweikämpfen, taktische Fehler und vieles mehr.

Fest steht: Wenn die Tünderaner nicht nur um den Klassenerhalt kämpfen, sondern ihren Mittelfeldplatz festigen wollen, müssen sie am Sonntag (15 Uhr) beim FC in Stadthagen ihre Auswärtsbilanz aufpolieren. Die sieht nämlich mager aus. Der letzte Erfolg auf fremdem Platz liegt nämlich schon ziemlich lange zurück. Das war der 2:1-Sieg in Wettbergen vor fast zehn Monaten: am 30. Oktober vergangenen Jahres. Danach folgten neun sieglose Partien in Folge, wobei die Schwalben nur zwei magere Pünktchen in Wunstorf und Heessel sammeln konnten. Diese lange Durststrecke soll möglichst in Stadthagen enden, aber es sieht nicht gut aus. Denn die Verletztenliste ist lang. Yannick Hill und Niklas Beckmann plagen sich mit einer Schambeinentzündung herum. „An ein Comeback ist momentan noch nicht zu denken“, sagt Beckmann. „Es wird noch einige Zeit dauern, bis ich wieder fit bin.“ Gleiches gilt für Niklas Berndt (Bandscheibenvorfall). Deshalb dürfte Motzner froh sein, dass sein Kapitän Tim Piontek wieder aus dem Urlaub zurück ist, der als Stabilisator im Mittelfeld zuletzt schmerzlich vermisst wurde. Denn ein Selbstläufer wird die Partie in Stadthagen nicht. Wie heimstark der FC ist, bekam beim 0:2 am ersten Spieltag schon der TSV Pattensen zu spüren.

 

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