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Fußball: Trainerwechsel in Halvestorf – Thomas Fenske hilft als Interimscoach bis zum Sommer aus

Aus für Hau – aber warum?

HALVESTORF. Das Aus für René Hau als Trainer der SSG Halvestorf kam überraschend, weil der Fußball-Bezirksligist als Tabellenfünfter bisher eine solide Saison spielt. Was sind die Gründe für den Trainerwechsel?

veröffentlicht am 04.04.2019 um 00:00 Uhr

Überraschend entlassen: René Hau ist ab sofort kein Trainer in Halvestorf mehr. Foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Bei der 1:2-Niederlage in Stadthagen saß René Hau am Sonntag zum letzten Mal auf der Bank der SSG Halvestorf – am Mittwoch wurde das überraschende Aus für den Trainer offiziell bestätigt und mit Klein Berkels Ex-Coach Thomas Fenske gleich ein Nachfolger präsentiert. Der 51-Jährige wird bis Saisonende in Halvestorf als Interimscoach aushelfen, bevor der bisherige A-Jugend-Coach Matthias Günzel wie geplant den Trainerjob beim Fußball-Bezirksligisten übernimmt.

Obwohl die Trennung von Hau, dessen Vertrag – wie berichtet – nicht verlängert wurde und am Saisonende sowieso ausgelaufen wäre, bereits seit Januar beschlossene Sache war, hatte wohl niemand mit seinem sofortigen Rausschmiss gerechnet. Denn als Tabellenfünfter der Bezirksliga-Staffel 3 spielt die SSG bisher eine sorgenfreie Saison. „Leider hat die Chemie zwischen dem Trainer und der Mannschaft nicht mehr gestimmt. Das hat sich unter anderem in einer schlechten Trainingsbeteiligung widergespiegelt“, begründet Halvestorfs Fußball-Chef Burkhard Büchler den sofortigen Trainerwechsel. „Damit möchten wir den derzeitigen negativen Trend entgegenwirken und somit auch die Mannschaft für die restliche Saison in die Pflicht nehmen“, so Büchler. Hau, der für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen war, hätte sich nach zehn Jahren bestimmt einen anderen Abschied vom Piepenbusch gewünscht. 2009 kam Hau als Spieler nach Halvestorf und war seit 2017 SSG-Coach. „René hat als Trainer in Halvestorf sehr, sehr gute Arbeit geleistet und die Mannschaft Schritt für Schritt weiterentwickelt“, lobt Halvestorfs Interimscoach Thomas Fenske seinen Vorgänger.

Ein Trainerjob kam für mich eigentlich nicht infrage, weil ich beruflich viel um die Ohren habe. Aber bis Saisonende helfe ich gerne aus.

Thomas Fenske, Interimscoach der SSG Halvestorf

Dass Fenske nach fast dreijähriger Auszeit sein Comeback als Trainer feiert, hatte der 51-jährige Ex-Coach des TSV Klein Berkel eigentlich nicht geplant. „Ich hatte nie im Leben damit gerechnet, dass ich Trainer in Halvestorf werde. Als der Anruf kam, war ich total überrascht“, so Fenkse. „Ein Trainerjob kam für mich eigentlich nicht infrage, weil ich beruflich viel um die Ohren habe. Aber bis Saisonende helfe ich gerne aus.“ Am Samstag wird sich Fenske der Mannschaft vorstellen und am Sonntag beim Heimspiel gegen Germania Egestorf-Langreder II erstmals auf der Halvestorfer Trainerbank sitzen. Eine lange Eingewöhnungszeit wird Fenske wohl nicht brauchen, denn einige SSG-Spieler wie Torwart Fabian Moniac, Julian Seifert, Jan Bierwirth, Dario Winter und Paul Alles hat Halvestorfs Interimscoach bereits früher in Klein Berkel und Lachem trainiert. „Außerdem habe ich in dieser Saison einige Spiele von Halvestorf gesehen und weiß, was mich erwartet“, so Fenske. „Wenn es uns gelingt, am Saisonende unter den ersten fünf zu stehen, haben wir unser Saisonziel erreicht.“

Mein Standpunkt
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Von Andreas Rosslan

Der Rausschmiss von René Hau ist ein Rätsel. Nach zwei Zitter-Saisons ist die SSG Halvestorf immerhin Tabellenfünfter in der Fußball-Bezirksliga. Eigentlich kein Grund, ad hoc den Trainer zu wechseln. Zumal der Vertrag von Hau sowieso am Saisonende ausgelaufen wäre. Schon die geplatzte Vertragsverlängerung im Winter war ein Indiz dafür, dass die Chemie nicht mehr stimmt. Dass die Ära Hau nach zehn Jahren in Halvestorf mit einem Rausschmiss endet, ist schade. So einen Abgang hat er nicht verdient.



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