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Frauen-Fußball: Trainer Jens Günther verabschiedet sich mit dem Titel aus Hastenbeck

Aufstieg dank Stolle-Hattrick

TÜNDERN. 14.48 Uhr in Tündern: Madeline Piel und Francesca Rüscher liegen sich in den Armen. Natalie Datta sprintet jubelnd aufs Feld. Co-Trainerin Martina Günther wischt sich Tränen der Freude aus dem Gesicht. Jetzt ist es amtlich: Die Fußballfrauen des SV Hastenbeck kehren durch einem 4:0-Triumph beim HSC Tündern in die Oberliga zurück. „Grandios, das macht uns einfach stolz“, sagt Teammanagerin Sabine Thimm im Freudentaumel. Dass Hastenbeck das Saisonfinale am letzten Spieltag so deutlich für sich entscheiden konnte, lag vor allem an Jana Stolle. Nach dem Führungstreffer von Lara Meier (47.) avancierte die Angreiferin mit einem blitzsauberen Hattrick (51./ 57./ 68.) zur Matchwinnern, verwies Tündern damit sogar noch auf Platz drei. „Drei Tore in einem Spiel habe ich vorher noch nie geschossen“, freute sich Stolle über ihren Coup – und fuhr sich durch die nassen Haare. Die Sektduschen haben Spuren hinterlassen, auch bei Trainer Jens Günther.

veröffentlicht am 29.05.2016 um 17:41 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:56 Uhr

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Autor:

Moritz Muschik

Sein schwarzes Shirt triefte vor Sekt, die Freude war riesengroß. Schließlich ist Günther selbst vor drei Jahren mit Hastenbeck aus der Oberliga abgestiegen. Jetzt verabschiedete er sich mit dem Wiederaufstieg. Dass er sich am Meistertitel messen lassen wolle, hatte er schon vor der Saison betont. Seine eigenen Ansprüche hat er jetzt erfüllt. „Drei Jahre harte Arbeit, dafür haben wir uns belohnt. Ich habe meine Mission erfüllt“, war der Coach überglücklich. Er übergibt die Mannschaft nun an Bianca Lity, die als Spielertrainerin fungieren wird. Günther nimmt einen Neustart bei den Herren von Germania Beber-Rohrsen in Angriff.

Das Saisonfinale in Tündern stand noch nach wenigen Minuten auf der Kippe. Hätte Hanna Kleindiek den Ball frei vor Hastenbecks Torhüterin Alexandra Lubina nicht neben das Tor gesetzt, wäre der HSC früh in Führung gegangen – und das Endspiel vielleicht anders gelaufen. Daran glaubte Trainer Alexander Stamm aber nicht: „Auch so wäre es richtig schwer für uns geblieben“, hatte der Coach seine Zweifel. „Hastenbeck hat absolut verdient gewonnen, wir konnten das Tempo in der zweiten Halbzeit nicht mehr mitgehen.“ Rosen gab’s am Ende trotzdem für beide Teams. Während der Meister den Oberliga-Aufstieg bejubelte, blieb Tündern nur die Zuschauerrolle. Platz drei in der ersten Landesliga-Saison ist dennoch alles andere als ein schlechtes Endergebnis.

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