weather-image
×

Comeback erst 2015: Jannik Hilker und Manuel Ungermann werden Landesliga-Hinrunde verpassen

Auf Krücken zur Meisterfeier

Bisperode. Die anderen Kicker der SG Hameln 74 lachten sich schlapp, als sich Jannik Hilker und Manuel Ungermann imBisperoder Pappelstadion im Schneckentempo ein Wettrennen lieferten – auf Krücken. Auf dem Meisterfoto der SG 74 sollten sie nicht fehlen, deshalb wurden Hilker und Ungermann von ihren Mitspielern, die sich fürs Foto schon alle im Tor versammelt hatten, lautstark angefeuert. Auf den wenigen Metern bis zur Torline hängte Hilker, der gestern am Kreuzband operiert wurde, seinen Kumpel ab. Für Ungermann, dessen Kreuzband bereits vergangenen Mittwoch „geflickt“ wurde, kein Problem. Schon andere hätten bereits vergeblich versucht, Hilker zu stoppen. Denn Hamelns Mittelfeld-Stratege ist nicht nur einer der besten Spieler der laufenden Bezirksliga-Saison, sondern auch einer der meistgefoultesten. Wir sprachen nach dem Bisperode-Spiel mit Hilker und Ungermann – unter anderem auch über ihre Comback-Pläne.

veröffentlicht am 13.05.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:55 Uhr

aro

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Mit dem 11:0-Sieg in Bisperode hat die SG 74 den Bezirksligatitel vorzeitig perfekt gemacht. Wie sehr blutet das Herz, wenn man aufgrund einer so schlimmen Knieverletzung bei so einem Spiel nicht dabei sein kann?

Hilker: Das ist schon eine bittere Geschichte. Zum Glück ist es erst zum Ende der Saison passiert. Ich hatte gehofft, dass mein Kreuzband nicht gerissen ist. Aber in der Nacht nach dem Bezirkspokal-Spiel gegen Sulingen, bei dem ich mich verletzt habe, tat das Knie schon extrem weh. Da war mir schon klar, dass ich das Schlimmste befürchten muss.

Ungermann: Es ist schon sehr frustrierend, wenn man beim Saisonfinale nicht dabei sein kann. Das kann bestimmt auch jeder nachvollziehen. Aber ich freue mich für die Jungs. Wir haben eine tolle Saison gespielt. Das hat echt Spaß gemacht.

Haben Sie nach der Kreuzbandriss-Diagnose mit dem Gedanken gespielt, Ihre Fußball-Karriere zu beenden?

Ungermann: Keine Sekunde! Für mich stand sofort fest, dass ich weitermache.

Hilker: Wir haben uns den Januar als Ziel gesetzt. Da wollen wir langsam wieder anfangen. Wenn alles nach Plan läuft, sind wir in der Rückrunde der nächsten Saison wieder dabei. Das ist jedenfalls unser Ziel.

Im Vorjahr wurde der Aufstieg in die Landesliga noch knapp verpasst. Jetzt ist die SG 74 drei Spieltage vor Schluss schon Meister. War der Aufstieg in die Landesliga leichter als erwartet?

Hilker: Das kann man so sagen. Es war zum Schluss einfacher, als wir uns das vor der Saison vorgestellt hatten. Im Laufe der Saison haben wir uns immer mehr gesteigert, auch weil wir durch die Neuzugänge (Robin Tegtmeyer, Josef Selensky, Yves Hackl, Bashkim Gutaj und Frederick Quindt; Anm. d. Red.) vor der Saison unheimlich an Qualität gewonnen und sehr diszipliniert gespielt haben. Das hat sich am Ende ausgezahlt.

Ungermann: Unsere Mannschaft ist auch noch mehr zusammengewachsen. Der Teamgeist ist echt top. Und mit Paul Bicknell haben wir auch einen super Trainer, der großen Anteil am Erfolg hat. Man muss aber auch sagen, dass die Bezirksliga-Staffel nicht so stark ist wie im Vorjahr.

Was können wir in der Landesliga von der SG 74 erwarten?

Hilker: Ich bin frohen Mutes, was die neue Saison angeht. Wir haben ja bereits im Bezirkspokal gegen Sulingen bewiesen, dass wir einen guten Landesligisten schlagen können. Die Spielweise liegt uns offenbar, weil sie nicht so ruppig und extrem vom Kampf betont ist wie in der Bezirksliga.

Interview: Andreas Rosslan



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt