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Fluchtlicht-Ausfall sorgt für Abbruch in der 94. Minute / Göttingen schlägt Tündern bis dahin 5:2

Auf der Kampfbahn gegen die Lichter aus

Spielabbruch in der 94. Minute! Ob Tünderns 2:5-Heimpleite im Oberliga-Kellerduell gegen Göttingen gewertet wird, ist noch unklar. Der Grund: Am Freitagabend fiel in der Nachspielzeit das Flutlicht aus, bevor der Schiedsrichter die Partie abgepfiffen hatte.

veröffentlicht am 24.09.2021 um 22:45 Uhr
aktualisiert am 25.09.2021 um 11:20 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

BW Tündern – SVG Göttingen Abbruch (5:2/1:0).

Plötzlich gingen auf der Hamelner Kampfbahn die Lichter aus. In der 94. Minute war es dunkel – und Schiedsrichter Julian Meckfessel sah sich gezwungen das Spiel abzubrechen. „Wir haben den Staffelleiter bereits gebeten, das Spiel dennoch zu werten. Wir möchten keine neue Ansetzung, Göttingen hat das Spiel gewonnen“, betonte Tünderns Sprecher Willi Gurgel, der zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten sah. „Im ersten Durchgang haben wir uns auf unsere Stärken besinnt und ein wirklich gutes Spiel gezeigt. Göttingen hat nicht einmal aufs Tor geschossen.“ Robin Tegtmeyer wertete in der 38. Minute eine Flanke von Cristiano dos Santos zur 1:0-Führung der Hausherren. Nach dem Seitenwechsel lief jedoch gar nichts mehr beiden Hausherren zusammen. Nur eine Minute nach Wiederanpfiff erzielte Alexander Kern den 1:1-Ausgleich – ein Wirkungstreffer. Gurgel: „Danach war bei uns Unordnung. Das, was in der ersten Halbzeit geklappt hat, Zweikämpfstärke und das Schließen von Räumen, hat nach dem Seitenwechsel gar nicht mehr funktioniert.“

„Oberliga-Tauglichkeit jede Woche neu erkämpfen“

In der Folge legten Justin Taubert und Florian Evers gar das 3:1 für den SVG nach – der erste Saisonsieg der Göttinger war zum Greifen nahe. Selbst eine Tünderaner Schlussoffensive brachte im Anschluss nur noch das 2:3 von Chris Oliver Niebling, ansonsten fehlten die Chancen. „Abgesehen von einem abgefälschten Schuss, den Göttingens Torwart aber problemlos gehalten hat, ist uns nicht viel gelungen“, so Gurgel. Stattdessen trafen nur noch die Gäste aus der Unistadt, Evers und Dennis Moschanin sorgten für den vermeintlichen 5:2-Endstand, ehe das Flutlicht den Geist aufgab. „Das 1:1 hat uns aus der Bahn geworfen. Das können wir uns nicht leisten in dieser Liga – egal gegen welchen Gegner. Das Mannschaftsumfeld, inklusive mir, hat den Jungs nach der annullierten Saison und den ersten Spieltagen dieser Spielzeit Oberliga-Tauglichkeit attestiert. Jedoch müssen wir uns diese Tauglichkeit jede Woche neu erkämpfen und dürfen uns nicht auf den ersten guten Spielen ausruhen. Anders geht es nicht“, resümierte Tünderns Sprecher.

BW Tündern: Kowalski, Hanus (78. Karadeniz), Niebling, dos Santos (78. Dragusha), Müller, Kramer (62. Baumeister), Tegtmeyer, Vespermann (62. Frese), Gurgel, Neckritz, Schumachers.

SVG Göttingen: Henze, Relota, Nazyrov (46. Evers, 89. Moschanin), Al Debek, Taubert (90.+2 Hooge), Westfal, Kern, Ernst, Fischer, Krenzek, Kratzert (70. Ismail).

Schiedsrichter: Meckfessel.

Assistenten: Hechmann, König.

Tore: 1:0 Robin Tegtmeyer (38.), 1:1 Alexander Kern (46.), 1:2 Justin Taubert (57.), 1:3 Florian Evers (73.), 2:3 Chris Oliver Niebling (77.), 2:4 Evers (87.), 2:5 Dennis Moschanin (90.+1).

Besonderes: Gelb-Rot für Göttingen (90.+4).



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