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Mit Heiko Schröer und Sascha Weiner hängen zwei Bisperoder Kultkicker ihre Fußballschuhe an den Nagel

„Atze“ und „Hibbel“ sagen Tschüss

Aerzen/Bisperode. Zwei Bis-peroder Kultkicker hängen ihre Fußballschuhe an den Nagel: Torwart-Dino Heiko „Atze“ Schröer (36) und der zuletzt vom Verletzungspech verfolgte Gute-Laune-Stürmer Sascha „Hibbel“ Weiner (32) gehen in „Rente“. Die heutige Bezirksliga-Partie in Aerzen (16 Uhr) ist quasi ihr Abschiedsspiel, doch dem TSV bleiben sie treu.

veröffentlicht am 31.05.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:53 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Von der Wiege bis zum Tode – TSV Bisperode, steht auf ihren blau-gelben Fanschals. Ein Schlachtruf, der die beiden Bis- peroder Kicker quasi ihr ganzes Fußballerleben begleitete. Heiko Schröer hütet bereits seit einer gefühlten Ewigkeit das TSV-Tor – genau seit 30 Jahren. Dass der 36-Jährige einer der besten Keeper in Hameln-Pyrmont geworden ist, hat er übrigens seinem Bruder und „heimlichem Vorbild“ Peter zu verdanken, denn der erzählte seinem früheren F-Junioren-Coach und heutigen Teammanager Thilo Becker, dass sein kleiner Bruder Heiko gerne im Tor spielen würde – ohne ihn vorher überhaupt zu fragen. „Eigentlich wollte ich ja lieber Spielmacher werden“, verriet der Fan des 1. FC Köln, dessen Vorbild Ex-Nationaltorwart Bodo Illgner ist, einmal der Dewezet. Doch als Sechsjähriger hat sich der kleine „Atze“ damals nicht getraut, zu widersprechen und akzeptierte die Entscheidung. Einen Titel hat Bisperodes Kult-Keeper zwar nie gewonnen, aber mit dem Bezirksliga-Aufstieg vergangene Saison hat sich Schröer im Herbst in seiner Fußball-Karriere einen sportlichen Traum dann doch noch erfüllt. Der bereits perfekte Klassenerhalt des TSV ist für Bisperodes Sportler des Jahres ein schöner Abschluss. Auch Sascha „Hibbel“ Weiner werden die Bisperoder Fans vermissen. Seine Auftritte mit gelb-blauer Perücke beim Dewezet-Supercup waren Kult. Sein unermüdlicher Kampfgeist auch. Selbst wenn sein Akku leer war, gab der kaum einmal schlecht gelaunte Torjäger, der immer einen Schalk im Nacken hatte, 100 Prozent. Selbst Verletzungen konnten ihn nicht stoppen, doch jetzt macht der Körper nicht mehr mit. „Hibbel“, der nach seiner langen Verletzungspause 2011 einmal sagte, dass er ohne Fußball Entzugserscheinungen bekommt, hört schweren Herzens auf. Und das mit gerade einmal 33 Jahren. Dazu passt ein Zitat von ihm, das knapp drei Jahre alt ist: „Es ist zum Heulen“, jammerte „Hibbel“ damals wie ein kleiner Junge, weil er aufgrund einer Verletzung lange pausieren musste, denn der Fußballplatz war sein zweites zu Hause.

Auch TSV-Torjäger Sascha Weiner beendet seine Karriere. nls


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