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Manager arbeitete erfolgreich für die einstigen Drittligisten TuS Hessisch Oldendorf und Preußen 07

Arno Karnau – der Macher wird 80

Hessisch Oldendorf. Kaum einer hat dem heimischen Fußball so sehr seinen Stempel aufgedrückt wie Arno Karnau, der sich in den Glanzzeiten von TuS Hessisch Oldendorf und später bei den Hamelner Preußen als Geschäftsführer und Manager große Meriten verdient hat. Heute feiert er im Foyer der Stadthalle seinen 80. Geburtstag. Ein Alter, das man ihm nicht ansieht. Wer ihm gegenübersitzt, der ist nicht nur von den Macherqualitäten und Visionen des gebürtigen Oldenburgers beeindruckt, sondern muss auch seine Gradlinigkeit, seinen Sachverstand in Fußballfragen und seine klaren Vorstellungen bewundern.

veröffentlicht am 02.10.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:21 Uhr

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Das beruht teilweise auf seiner bis heute andauernden Tätigkeit als Rechtsbeistand. Vor allem auf seiner Fitness, für die er nicht nur in der Jugend als Fußballer, guter Leichtathlet und erfolgreicher Tischtennisspieler die Grundlagen gelegt hat. Dazu zählen heute auch noch seine täglichen „Dienstspaziergänge“ in die Stadt mit Dackel „Rosa“ ebenso wie die liebevolle Hege und Pflege seines Hausgartens.

Nachdem er Anfang der sechziger Jahre zunächst seine Zelte in Duisburg aufgeschlagen hatte, zwang ihn die schlechte Luft im Ruhrgebiet schnell dazu, den Wohnsitz wieder zu wechseln. Und so landete er schließlich im schönen Weserbergland in Hessisch Oldendorf. Beruflich stieg er zum Leiter der Rechtsabteilung bei der Firma Weserberglandmöbel auf und lernte dort den „fußballverrückten“ Siegfried Gottwald kennen. Der TuS-Präsident und Mäzen bot ihm 1971 den Posten eines Geschäftsführers an, den er bis 1992, also 21 Jahre ausübte. In diese Zeit fiel der rasante Aufstieg des TuS von der 2. Kreisklasse bis in die 3. Liga. Arno Karnau, der inzwischen die Managerlizenz in Barsinghausen erworben hatte und sich fortan auch so nannte, brachte Strukturen in den Verein. Zusammen mit dem jeweiligen Trainer (unter anderem Manfred Kühne und Günther Blume) zog er neue leistungsstarke Spieler an Land.

Daneben scheute er sich auch nicht, als Stadionsprecher aufzutreten. Gern erinnert er sich an das Freundschaftsspiel gegen Bundesligist Borussia Dortmund, das der TuS durch ein Tor von Rudi Debus mit 1:0 gewann. „Für mich ein absolutes Highlight und eine Sternstunde vor über 2000 Zuschauern, die völlig aus dem Häuschen waren“. Als der Stern beim TuS sank, bittere Abstiege zu verkraften waren und sich auch Mäzen Gottwald aus Krankheitsgründen immer mehr zurückzog, war auch für Karnau die Zeit des Wechsels gekommen. Obwohl er als Ehrenmitglied die tolle Kameradschaft – „sie war einzigartig und hat uns besonders ausgezeichnet“ – beim TuS sehr schätzte, trat er Ende 1992 zurück und wechselte zu Preußen 07. Dort wurde er mit offenen Armen aufgenommen. „Besonders der damalige Präsident Karl-Heinz Strüver, mit dem mich noch heute eine feste Freundschaft verbindet, wollte auf meine Erfahrungen nicht verzichten, sondern sie auch für den in der 3. Liga spielenden Hamelner Traditionsverein nutzen.

Acht Jahre war er für 07 tätig und begleitete die Mannschaft auch bei jedem Auswärtsspiel im Mannschaftsbus. „Ich habe stets viel Spaß gehabt - nicht nur bei Siegen,“ so Karnau. 2000 zog er sich dann aus Altersgründen zurück. Noch heute verfolgt der Manager die heimische Fußballszenerie, die für ihn allerdings längst nicht mehr den Stellenwert besitzt wie einst zu Drittliga-Zeiten. „Wenn die Vereine alle an einem Strang ziehen, kommen wir da vielleicht eines Tages wieder hin. Denn Potenzial gibt es im Weserbergland genug“, meint Arno Karnau.



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