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Hamelns Coach Bicknell kritisiert Terminplanung des NFV / Bezirkspokal-Finale abgesagt

„An die Gesundheit der Spieler denken“

Hannover. Das Bezirkspokal-Finale zwischen der SG Hameln 74 und der SV Alfeld wurde am Mittwoch-Nachmittag kurzfristig abgesagt. Aber nicht, weil es in Strömen regnete, sondern weil das Halbfinalspiel zwischen dem HSC Hannover und der SV Alfeld möglicherweise wiederholt werden muss.

veröffentlicht am 30.05.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:55 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Der HSC Hannover, der am Tag zuvor das erste Halbfinale mit 2:3 gegen Alfeld verloren hatte, legte gegen die Wertung des Spiels Protest ein, wie der Spielausschuss-Vorsitzende Thorsten Schuschel auf Anfrage der Dewezet bestätigte. „Es geht um einen Spieler, der nicht eingesetzt werden konnte. Mehr kann ich dazu momentan nicht sagen“, so Schuschel. Wie die Dewezet von HSC-Spartenleiter Volker Neubacher erfuhr, soll der Staffelleiter einem Hannoveraner Spieler – angeblich aufgrund einer Gelb/Rot-Sperre – irrtümlich die Spielberechtigung für das Halbfinale im Bezirkspokal nicht erteilt haben. Weil die Gelb-Sperre aber nur für Punktspiele in der Landesliga gilt, hätte der HSC-Spieler im Bezirkspokal spielen dürfen.

Ob das Pokal-Halbfinale zwischem dem HSC Hannover und der SV Alfeld wiederholt wird, ist noch nicht entschieden. Ein neuer Termin für das Finale steht noch nicht fest. Gleiches gilt für das Wiederholungsspiel, falls es eins geben sollte. „Wir müssen die Entscheidung abwarten. Ich weiß noch nicht, wann und gegen wen wir im Finale spielen müssen“, sagte Hamelns Coach Paul Bicknell. Einige seiner Spieler seien schon auf dem Weg nach Hannover gewesen. Als sie von der Spielabsage erfuhren, mussten sie umkehren.

Kritik übte Bicknell, dessen Elf – wie berichtet – mit einem Sensationssieg gegen den Oberliga-Aufsteiger Arminia Hannover (4:2 nach Elfmeterschießen) das Endspielticket löste, an der Terminplanung des NFV-Bezirks Hannover. Weil das Final Four in der Woche zwischen den beiden letzten Punktspieltagen in der Bezirks- und Landesliga angesetzt worden sei, hätten die beiden Endspielteilnehmer drei Spiele in vier Tagen absolvieren müssen. Und das drei Tage vor ihrem letzten und möglicherweise entscheidenden Saisonspiel, bei dem einige Teams in ihren Ligen noch um den Aufstieg bzw. Klassenerhalt kämpfen.

Die Verantwortlichen sollten laut Bicknell nicht nur ans Geld, sondern auch „an die Gesundheit der Spieler denken“: Wie man auf die Idee kommen kann, dass das Endspiel direkt am Tag nach den Halbfinals, wo beide Teams an die Leistungsgrenze gehen mussten, stattfinden zu lassen, ist für Hamelns Coach ein Rätsel: „Ich kann darüber nur mit dem Kopf schütteln“, so Bicknell. Durch die hohe körperliche Belastung und zu geringe Regenationszeit steige das Verletzungsrisiko der Spieler enorm.



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