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Fußball: Robin Gaida über die Träume im DFB-Pokal und den Egestorfer Regionalliga-Aufstieg

Am liebsten gegen den FC Bayern

EGESTORF. Einzug in den DFB-Pokal, Last-Minute-Aufstieg in die Regionalliga – und einen Tag später schon Party auf Mallorca. Für Robin Gaida von Germania Egestorf sind gleich mehrere Träume wahr geworden.

veröffentlicht am 15.06.2016 um 16:04 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:44 Uhr

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Im Interview spricht der ehemalige Nachwuchskicker von Blau-Weiß Tündern über den Relegations-Krimi, seinen Lieblingsgegner im Pokal und die Abschlussfahrt.

93. Minute im entscheidenden Relegationsspiel gegen Altona 93. Gerade habt Ihr das 1:1 in der 90. bekommen. Dann gibt es Strafstoß. Ein Tor und der Aufstieg in die Regionalliga wäre perfekt. Was ging Dir durch den Kopf?

Robin Gaida: Nach dem späten 1:1 dachte ich: Das war es für uns! Und dann kam der Elfmeter. Ich wäre fast durchgedreht. Aber Angst hatte ich nicht. Christoph Beismann ist ein sicherer Elfmeterschütze.

…und hat den Strafstoß ja auch verwandelt. Plötzlich stand der Aufstieg fest. Woran hast Du als erstes gedacht?

Für die ganze Mannschaft ist mit dem Aufstieg ein Traum in Erfüllung gegangen. Nach dem Schlusspfiff konnte ich vor Freude erst mal nicht mehr denken.

Viel Zeit zum Realisieren blieb auch nicht. Am nächsten Morgen seid Ihr nach Mallorca geflogen…

Genau. Wir haben bis früh morgens gefeiert und sind dann gemeinsam nach Malle geflogen. Erst vergangenen Samstag sind wir zurückgekommen. Da war es richtig gut, aber auch anstrengend (lacht). Und viel Pause haben wir jetzt auch nicht. Schon im Juli haben wir das erste Punktspiel in der Regionalliga.

Ist mit dem Aufstieg ein Traum für Dich in Erfüllung gegangen?

Ja, auf jeden Fall. Ich wollte schon immer hoch spielen. Da habe ich viel meinem Vater zu verdanken, der mich immer unterstützt und gefördert hat (Torsten Gaida war unter anderem Trainer von Robin in Tündern, Anmerkung der Redaktion). Jetzt freue ich mich einfach auf die neuen Herausforderungen und die vielen guten Mannschaften, die auf uns warten.

Was ist das Geheimnis Deiner Mannschaft? Warum seid Ihr so erfolgreich?

Wir sind wie eine große Familie. Bei uns kämpft jeder für jeden, bis er umfällt. Unsere Mannschaft war von Anfang der Saison an gut aufgestellt, jeder hat seine besonderen Fähigkeiten. Ich habe mir natürlich gewünscht, dass wir oben mitspielen. Aber mir war auch bewusst, dass wir eine sehr junge Mannschaft sind, die noch viel zu lernen hat.

Der Aufstieg in die Regionalliga war nicht der einzige Coup. Durch einen Sieg gegen den Drittligisten VfL Osnabrück im Halbfinale des Niedersachsenpokals habt Ihr Euch für den DFB-Pokal qualifiziert. Der Finaltag der Amateure wurde von der ARD sogar live übertragen. Wie war es, als plötzlich die Fernsehkameras auf Dich gerichtet waren?

Das war natürlich etwas Besonderes für mich, aber ich war ruhig und habe mich auf das Spiel konzentriert. Es war schon beeindruckend, vor so vielen Zuschauern zu spielen. Aber vom Medienrummel rund ums Spiel habe ich nicht viel mitbekommen. Nur der Pokalsieg wäre das I-Tüpfelchen gewesen (Drochtersen/Assel gewann 2:0, Anm. d. Red.). Trotzdem haben wir keinen großen Druck empfunden, weil unser größtes Ziel natürlich der Einzug in den DFB-Pokal war.

Wer wäre Dein Lieblingsgegner im DFB-Pokal?

Ich bin Bayern-Fan, das dürfte die Frage beantworten. Aber wir werden uns überraschen lassen und in jedem Pokalspiel unser Bestes geben.

Interview: Moritz Muschik



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