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Vor dem Sunderland-Spiel: Rückblick auf die Nullnummer gegen UEFA-Cup-Sieger FC Porto

Als Hannover 96 Mourinho in Hameln ärgerte

Europa hautnah! Hannover 96 macht es möglich, dass Hameln als Showbühne des internationalen Fußballs nach langer Pause endlich wieder einmal im Rampenlicht steht. Genauer gesagt, zum dritten Mal mobilisieren die „Roten“ am 20. Juli (19 Uhr) gegen den AFC Sunderland nun schon die Massen.

veröffentlicht am 10.07.2011 um 18:25 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:55 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Europa hautnah! Hannover 96 macht es möglich, dass Hameln als Showbühne des internationalen Fußballs nach langer Pause endlich wieder einmal im Rampenlicht steht. Genauer gesagt, zum dritten Mal mobilisieren die „Roten“ am 20. Juli (19 Uhr) gegen den AFC Sunderland nun schon die Massen. Bei der Premiere am 24. Juli 2003 gegen den damals frisch gekürten UEFA-Cup-Sieger FC Porto strömten über 8000 Schlachtenbummler ins Weserberglandstadion und sorgten so für eine würdige Kulisse. Die Fußball-Fans sahen zwar keine Tore, auch keinen Traumfußball – dafür aber einen frechen Bundesligisten, der den Favoriten aus Portugal mächtig ärgerte. Und einer war so richtig angefressen: Trainer Jose Mourinho. Zwar hatte er seinen Spielern in der letzten Phase der Vorbereitung ein Sexverbot erteilt, richtig in Gang kamen seine Mannen auf dem extra auf 3,5 Zentimeter gestutzten Rasen aber trotzdem nicht. Und spätestens als Benny McCarthy in der 39. Minute fast schon kläglich mit einem Foulelfmeter an 96-Torhüter Gerhard Tremmel scheiterte, war es mit der guten Laune beim heute wohl begehrtesten und teuersten Trainer der Welt endgültig vorbei. Das änderte sich auch nicht mehr bis zum Abpfiff, denn kaum war das Spiel vorbei, waren Maestro Mourinho und der FC Porto auch schon im Bus verschwunden. Damals konnte natürlich noch keiner ahnen, dass Hannover 96 dem kommenden Sieger der Champions League ein beachtliches 0:0 abgetrotzt hatte. Beim zweiten Europa-Auftritt des Bundesligisten im Hamelner Weserberglandstadion am 24. Juli 2004 gegen den polni- schen UEFA-Cup-Teilnehmer Amica Wronki fielen dann auch endlich Tore. Allerdings nur zwei – eins auf jeder Seite. Abwehrspieler Dariusz Zuraw traf per Kopf vor rund 4000 Zuschauern der 96-Torschütze gegen seine Landsleute. Erst kurz vor Schluss konnte Grzybowski dann noch ausgleichen. Im Tor stand damals übrigens der später so tragisch ums Leben gekommene Robert Enke bei einem seiner ersten Einsätze für 96. Schon 2003 dabei waren Altin Lala und der derzeit noch verletzte Steven Cherundolo. Durchaus möglich, das nur Lala gegen Sunderland sein „Euro-Triple“ in Hameln perfekt macht.

So war es damals: Thomas Christiansen (links, Hannover 96) im Duell mit Mario Silva vom FC Porto.

3 Bilder
Cherundolo gratuliert Zuraw zum 1:0 gegen Wronki. Fotos: Archiv


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