weather-image
32°
×

Vor der Staffeleinteilung in Hameln-Pyrmont gibt es noch offene Fragen

Alles dreht sich im Kreis

Hameln-Pyrmont. Wer steigt auf, wer steigt ab und welcher Verein zieht seine Mannschaft zurück? Eigentlich sollten die Fragen schon längst alle geklärt sein. Aber weil einige Hameln-Pyrmonter Fußballklubs die Meldefrist versäumten, konnte selbst der Spielausschuss-Vorsitzende Hans-Jürgen Hartmann keine konkrete Antwort geben. Es sind laut Hartmann immer noch einige Fragen offen, die bis spätestens Montagabend geklärt werden müssen. Denn dann werden im Fußballkreis Hameln-Pyrmont die Staffeln von der Kreisliga bis zur 3. Kreisklasse eingeteilt. Noch dreht sich alles im Kreis, doch so langsam kommt etwas Licht ins Dunkel. Die Dewezet-Sportredaktion beantwortet die wichtigsten Fragen.

veröffentlicht am 20.06.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:53 Uhr

aro

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Wer verzichtet freiwillig auf seinen Kreisliga-Startplatz? Der SC Börry und die SG Marienau/Coppenbrügge wollen in der nächsten Saison nicht mehr in der Kreisliga spielen, obwohl beide Teams den Klassenerhalt geschafft haben. Die SSG Marienau und der MTV Coppenbrügge wollen laut Teamsprecher David Mazurowski zusammen mit dem SC Diedersen eine Spielgemeinschaft gründen, deren Mannschaft für die 1. Kreisklasse gemeldet wird. Der SC Börry startet als SG Börry/Latferde II in der 3. Kreisklasse. Die Erste des FC Latferde spielt weiter eigenständig in der Kreisliga. Das heißt: In der Kreisliga werden zwei zusätzliche Startplätze frei.

Steigt der SV Hastenbeck dann doch nicht aus der Kreisliga ab? Doch, freiwillig. Der SV Hastenbeck, der vor Beginn der abgelaufenen Saison seine Mannschaft aus der Kreisliga zurückgezogen hatte und somit als einziger Absteiger feststand, hat nach Auskunft von Hans-Jürgen Hartmann die Mannschaft für die 2. Kreisklasse gemeldet – und verzichtet somit auch freiwillig auf den Startplatz in der 1. Kreisklasse, in der dadurch ein zusätzlicher Platz frei wird. Das heißt: Der Tabellenletzte TB Hilligsfeld könnte in der Liga bleiben, „sofern der Verein das überhaupt will“, so Hartmann. Der TBH habe bis Montag Zeit, sich zu entscheiden.

Welche Teams steigen in die Kreisliga auf? Weil nach Kreisliga-Meister SV Lachem auch Wallensen in der Relegation den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hat und sich mit Börry, Marienau und Hastenbeck drei weitere Teams freiwillig aus der Kreisliga verabschieden, könnten laut Hartmann „theoretisch sogar vier Mannschaften aus der 1. Kreisklasse aufsteigen“, sofern in der neuen Saison in der Kreisliga mit einer 16er-Staffel gespielt wird. Die Frage, ob das überhaupt möglich ist, muss aber vonseiten des Spielausschusses aber noch geklärt werden. Der TSV Klein Berkel, MTV Lauenstein und Schwarz-Weiß Löwensen steigen auf jeden Fall in die Kreisliga auf. Bei einer 16er-Staffel könnte auch die TuSpo Bad Münder als Tabellenvierter der 1. Kreisklasse nachrücken. „Wenn wir die Chance bekommen, werden wir in der Kreisliga spielen“, kündigt Bad Münders Fußball-Chef Peter Böhm an.

Wer steigt in die 1. Kreisklasse auf? Weil es mit Klein Berkel, Lauenstein und Löwensen mindestens drei Kreisliga-Aufsteiger geben wird, steht laut Staffelleiter Hendrik Wustrack fest, dass aus den beiden Staffeln der 2. Kreisklasse sowohl beiden Meister, TSV Hamelspringe und Germania Reher, als auch die beiden Vizemeister, TSV Brünnighausen und TSV Großenwieden, in die 1. Kreisklasse aufsteigen. Das Relegationsspiel war somit bedeutungslos. Fest steht, dass in der 1. Kreisklasse mit einer 14er-Staffel gespielt wird und in der 2. Kreisklasse mit zwei 12er-Staffeln. Was die genaue Zusammensetzung angeht, gibt es noch einige offene Fragen, die bis zur Staffeleinteilung geklärt werden müssten.

Was passiert, wenn kurz vor Saisonbeginn ein Verein seine Mannschaft abmeldet? Wenn ein Verein nach der Staffeleinteilung seine Mannschaft vom Spielbetrieb zurückziehen sollte, gibt es keinen Nachrücker. „Wir können dann nichts mehr machen. Uns sind aufgrund der Spielordnung die Hände gebunden“, sagt Hans-Jürgen Hartmann. „Wir würden auch lieber mit einer kompletten Staffel spielen. Aber wenn wir nach der Meldefrist die Staffel auffüllen, hätten wir den Schwarzen Peter, wenn einer vors Sportgericht zieht.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige