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Fußball: Meister hofft im Pokalfinale gegen den FC Preussen Hameln auf das Double

Afferde wieder first beim Feiern?

HAMELN-PYRMONT. Das Trauer-Triple vom Vorjahr ist abgehakt. Wer wie Eintracht Afferde dreimal hintereinander mit bitter enttäuschter Miene zuschauen musste, wie die anderen feuchtfröhlich ihre Triumphe feierten, der konnte in dieser Saison eigentlich nur einen Wunsch haben: Nie mehr Zweiter und rauf auf die Pole-Position. Kurzum: Afferde first.

veröffentlicht am 02.06.2017 um 16:01 Uhr
aktualisiert am 02.06.2017 um 17:50 Uhr

Die Meisterfeier hat Eintracht Afferde schon hinter sich – nun soll am Sonntag auch noch der Triumph im Kreispokalfinale folgen. Foto: nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Mission eins wurde mit dem Gewinn der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga bereits mit Bravour erfüllt. Folgt nun Mission zwei: Das Double. Der Traum wird wahr, wenn die Mannschaft um Kapitän Kai Schwark am Sonntag (15 Uhr) im Kreispokal-Finale von Hastenbeck den ärgsten Saison-Widersacher FC Preussen Hameln erneut hinter sich lässt. Mission Nummer drei fällt dagegen flach, denn ein Kreisliga-Meister muss bekanntlich nicht in die Relegation.

Die hat dafür aber Finalgegner 07 noch vor der Brust und muss zum Auftakt bereits drei Tage (19 Uhr) nach dem Finale schon beim TSV Lenne im Kreis Holzminden antreten. Der zweite Hamelner Kontrahent beim Kampf um den Aufstieg ist dann BW Neuhof. Zwei Seelen schlagen also in der Brust von Trainer Marcel Pöhler. Denn wer will als Fußballer nicht gerne ein Pokal-Finale gewinnen und wer will nicht ebenso gerne auch aufsteigen? Gerade für den Preußen-Coach wäre es aber ein Abschied nach Maß, wenn er gleich beide Ziele erreichen würde. Pöhler macht bekanntlich nach vier Jahren an der Außenlinie Platz für Uwe Filla und wird künftig seine geballte Erfahrung im Nachwuchsbereich der Preussen mit einbringen. Ein Hauch von Wehmut schwingt aber sicherlich auch bei seinem Pendant Dietmar Harland mit.

Für den Meistercoach ist das Finale in Hastenbeck sogar die letzte Amtshandlung in Diensten von Eintracht Afferde, ehe er sich dann in Richtung WTW Wallensen orientiert. Gelingt ihm das begehrte Double, würde er mit dem bislang auf dieser Ebene erfolgreichsten Trainer Oliver Steffan gleichziehen, der zuletzt im Jahr 2000 beide Trophäen für den Klub einsammelte.

Preussen-Jubel auch am Sonntag? Foto: nls
  • Preussen-Jubel auch am Sonntag? Foto: nls
Pfeift das Finale: Felix Bollwitte vom VfB Hemeringen. Foto: kf
  • Pfeift das Finale: Felix Bollwitte vom VfB Hemeringen. Foto: kf

Neben dem obligatorischen Prestige geht es für Afferde aber auch darum, endlich den lästigen Pokalfluch der jüngsten Zeit zu besiegen. Nach zwei verlorenen Endspielen in den letzten vier Jahren gegen Wallensen (0:5) und Bisperode (0:3) soll es nun aber beim dritten Versuch mit dem Griff zum Pott klappen. Auf ein Ende der langen Wartezeit hofft aber ebenso der FC Preussen. Der verließ zuletzt vor 16 Jahren noch als SpVgg. Preußen Hameln den Platz als Sieger. Nun ja, für eine von den beiden Mannschaften hat die Sehnsucht am Sonntag auf alle Fälle ein Ende. Einen echten Favoriten gibt es in diesem von Schiedsrichter Felix Bollwitte geleiteten Finale allerdings nicht. Die Afferder Offensive ist vielleicht mit Jörn Heinzelmann, Jörn Lange und Timo Guschewski ein bisschen kompakter aufgestellt als die der Preussen um Alleinunterhalter Sebastian Latowski.

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