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Fußball: Trainer Tarik Önelcin hat in Lachem noch nicht verlängert – und denkt sogar ans Aufhören

Abschied als Meister?

HAMELN-PYRMONT. Ende einer Erfolgsstory – oder gibt es doch noch eine Fortsetzung? Fakt ist: Trainer Tarik Önelcin hat seinen Vertrag beim Fußball-Bezirksligisten SV Lachem-Haverbeck noch nicht verlängert und lässt seine Zukunft damit auch völlig offen.

veröffentlicht am 12.02.2019 um 17:58 Uhr

Bleibt er oder geht er? Trainer Tarik Önelcin, der hier von seiner Mannschaft nach dem Pokaltriumph auf Händen getragen wird, hat seinen Vertrag noch nicht verlängert. nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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„Im Moment weiß ich wirklich nicht genau, ob ich weitermache. Ich bin jetzt fünf Jahre hier. Eine lange und vor allem intensive Zeit, die auch viel Kraft gekostet hat“, gibt der 44-jährige Coach Einblicke in seine Gefühlswelt. Auch seine Gesundheit war zwischenzeitlich schon angeschlagen. Was ihm eine Entscheidung aber so schwer macht: Zwei Herzen schlagen in seiner Brust. Der geliebte Fußball auf der einen Seite, seine Familie und sein Fulltime-Job als Stadtjugendpfleger von Hessisch Oldendorf auf der anderen Seite. Beides scheint auf Dauer aber nicht mehr ohne Probleme vereinbar zu sein. „Ich habe eine Frau und drei kleine Kinder, die sehen mich ja kaum“, möchte der Coach diesen Zustand natürlich gerne ändern.

Gleichwohl bezeichnet Tarik Önelcin den SV Lachem auch als sein sportliches Zuhause. „Ich liebe diesen Klub und ich liebe meine tolle Mannschaft, aber ich muss auch ein wenig an mich denken“, stellt er klar. In welche Richtung der Zeiger nun tatsächlich ausschlägt, wird sich wohl schon bald herausstellen. Intensive Gespräche zwischen dem Trainer und dem Vorstand um Friedrich Homeyer finden jedenfalls statt. Ausgang völlig offen.

Aber ungeachtet der noch ungeklärten Vertragssituation hat Tarik Önelcin schon den Start in die Restserie der Bezirksliga fest im Blick. Bis zum Saisonende will er noch einmal alles an Motivation in die Waagschale werfen und seine Mannschaft auf den Punkt top vorbereiten. Denn der 44-Jährige sieht seine sportliche Mission beim aktuellen Tabellenzweiten noch nicht ganz erfüllt. Es fehlt irgendwie noch das berühmte i-Tüpfelchen.

Und das wäre dann wohl zweifellos die Meisterkrone. Zwar könnte der SV Lachem-Haverbeck im Fall der Fälle mangels einer eigenen Junioren-Mannschaft und einer Reserve nicht in die Landesliga aufsteigen, aber „der Titel wäre trotzdem der absolute Hammer“, meint Önelcin.

Für ihn und seine spielstarke Crew gilt deshalb auch: Alles mitnehmen, was noch geht. Und wenn man denn so will, wäre das dann sogar auch noch ein idealer Abschied für den Coach, denn als Meister ginge es sich eventuell leichter. Was soll dann schließlich noch kommen? Zwei enorm wichtige Aufgaben hat Önelcin während seiner Dienstzeit am Haarbach indes schon mit Bravour erledigt.

Als er vor fünf Jahren als Nachfolger von Spielertrainer Muhammet Sen mitten in der Saison einstieg, rettete er den damals hochgradig gefährdeten Klub zunächst vor dem Abstieg in den Kreis. Und spätestens nach dem sensationellen Triumph 2018 im Bezirkspokal (2:0 gegen Stelingen), weiß jetzt auch jeder Fußball-Fan im Bezirk Hannover, wo das kleine Dorf Lachem liegt. Damit die Sache für Önelcin rund wird, fehlt jetzt tatsächlich nur noch der Titel. Wie man Meister wird, bewies er schon 2012 mit dem Kreisliga-Aufstieg des TuS Hessisch Oldendorf. Als Zugabe gab es seinerzeit übrigens auch noch den Kreispokalsieg dazu.



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