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Fußball: Bezirksliga-Aufsteiger BW Salzhemmendorf funkt nach Fehlstart SOS

„80 Prozent reichen nicht“

BEZIRK HANNOVER. Seit fünf Spieltagen wartet Bezirksliga-Schlusslicht Blau-Weiß Salzhemmendorf in der Staffel 4 bereits auf den ersten Saisonsieg. Bisher vergeblich. Nach den zuletzt deftigen Niederlagen entwickelt sich der Aufsteiger (1 Punkt, 3:22 Tore) immer mehr zum Abstiegskandidaten Nummer eins.

veröffentlicht am 08.09.2018 um 00:00 Uhr

In der vergangenen Kreisliga-Saison holte Paul Bicknell mit BW Salzhemmendorf den Titel. Nach dem Fehlstart ist der noch sieglose Bezirksliga-Aufsteiger zurzeit Tabellenletzter und steckt im Abstiegskampf. Foto: nls
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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In der Fußball-Bezirksliga (Staffel 4) funkt Schlusslicht Blau-Weiß Salzhemmendorf bereits nach fünf Spieltagen SOS. Für die Elf von Trainer Paul Bicknell hagelte es zuletzt eine klare Niederlage nach der anderen. Der vorläufige Tiefpunkt: Am vergangenen Sonntag gab es im Keller-Duell gegen die bis dahin ebenfalls noch sieglose SV Alfeld eine deftige 0:7-Pleite. Direkt nach dem Spiel schlug Salzhemmendorfs Kapitän Malte Fitzner Alarm: „Im Moment entwickeln wir uns zur Schießbude der Liga. Wir müssen schleunigst etwas ändern.“

Vor dem Heimspiel gegen Aufsteiger Sarstedt (Samstag, 16 Uhr) legte Fitzner noch einmal nach: „Wir müssen jetzt eine Reaktion zeigen. In Sachen Einstellung und Laufbereitschaft müssen wir uns deutlich steigern, um in der Liga punkten zu können. So langsam muss jedem klar sein, dass 80 Prozent in der Liga nicht reichen. Wir müssen in jeder Partie an unsere Grenze gehen.“ Dass Salzhemmendorf als Aufsteiger zu den Abstiegskandidaten zählt, war vor Saisonbeginn klar. Das Ziel ist der Klassenerhalt. Doch die Zwischenbilanz ist ernüchternd: ein Unentschieden, vier Niederlagen, 3:22 Tore. Im Angriff ist die Bicknell-Elf zu harmlos und die Abwehr ist so löchrig wie ein Schweizer Käse. Bisher ist Salzhemmendorf nicht bezirksligatauglich.

Eine schwere Hypothek ist die miserable Heimbilanz. Die Bicknell-Elf hatte schon vier Heimspiele, drei davon wurden verloren. Einziger Lichtblick war das 2:2 gegen Schliekum – nach 0:2-Rückstand. Es war der erste und bisher einzige Punkt für Salzhemmendorf. Im Aufsteiger-Duell gegen den 1. FC Sarstedt, der als Tabellenführer im Gegensatz zu „Solte“ schon drei Saisonspiele gewonnen hat, müssen möglichst drei Punkte her. Sonst droht Salzhemmendorf den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu verlieren. Das weiß auch Bicknell. Dass mit Simon Eickhoff, Michael Kahle (beide verletzt), Yannik Kassubek, Aljoscha Grote und Nico Wiegmann (alle im Urlaub) fünf Spieler ausfallen, macht die schwierige Aufgabe nicht einfacher.

Information

6. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Staffel 4

Eintracht Afferde – 1. FC Egestorf-Langreder II (Sa., 16 Uhr): Wenn Afferde das Heimspiel gegen Egestorfs starke Regionalliga-Reserve verliert, droht der Eintracht, die mit drei Punkten Tabellenzwöfter ist, ein Abstiegsplatz. Das weiß auch Trainer Oliver Bock, der wieder nur einen Mini-Kader zur Verfügung hat. Jan Lange und Florian Selchow sind im Urlaub, Niklas Hahn, Marco Koch, Julian Koch, Hamo Alnasser, Lennart-Felix Rohloff und Jannis Helmsen sind verletzt.

MTSV Aerzen – Koldinger SV (Sa., 16 Uhr): „Es wird schwierig, einen Punkt zu holen. Koldingen hat eine starke Mannschaft“, sagt Aerzens Fußball-Chef Karsten Hoppe. Der MTSV ist mit zwei Punkten als Tabellenvorletzter noch sieglos und gegen den Tabellendritten Außenseiter. MTSV-Trainer Gaetano Bartolillo muss am Samstag auf seinen Spielmacher Josef Selensky (verletzt) und Keeper Noah Buchmeier (beruflich verhindert) verzichten. Für ihn wird Marlon Reckemeier das Tor der Aerzener hüten.

SSG Halvestorf – VfR Evesen (So., 15 Uhr): Für die SSG läuft’s: Nach fünf Spieltagen sind die Halvestorfer noch ungeschlagen. Mit 13 Punkten ist die Hau-Elf hinter dem TSV Barsinghausen (15 Pkt.) Tabellenzweiter. „Wir wollen unsere Serie im Heimspiel gegen Evesen weiter fortsetzen“, sagt Halvestorfs Fußball-Chef Burkhard Büchler. Die personellen Voraussetzungen sind gut, denn Trainer René Hau kann am Sonntag nahezu in Bestbesetzung antreten. Voraussichtlich fällt nur Niklas Williams (verletzt) aus.

SV Lachem – TuS SW Enzen (Sonntag, 15 Uhr): Lachems Trainer Tarik Önelcin muss im Heimspiel gegen Enzen auf Jonas Bente (verletzt) und Flamur Dragusha verzichten, dafür ist Egcon Musliji wieder dabei. Lachems Spielmacher feierte am letzten Spieltag in Egestorf sein Comeback über 90 Minuten. „Egcon ist wichtig für das Team, auch wenn ihm noch etwas die Spielpraxis fehlt“, sagt Önelcin, dessen Team zu Hause noch ungeschlagen ist. Das soll auch so bleiben. aro



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