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2:0-Derbysieg gegen Aerzen: Afferde jetzt punktgleich mit dem MTSV

Das waren drei „Big Points“ im Kampf um die Aufstiegsrundenplätze: Mit dem 2:0-Heimsieg gegen den MTSV Aerzen ist Eintracht Afferde jetzt punktgleich mit dem Tabellenzweiten der Bezirksliga-Staffel 10.

veröffentlicht am 12.09.2021 um 09:49 Uhr
aktualisiert am 12.09.2021 um 19:30 Uhr

SV Eintracht Afferde – MTSV Aerzen 2:0 (1:0).

Afferde siegt im Derby gegen Aerzen und ist damit jetzt punktgleich mit dem aktuell Tabellenzweiten aus dem Hummetal! „Insgesamt war es ein verdienter Sieg“, meinte Afferdes Sprecher Julian Koch. MTSV-Manager Stephan Meyer sah in der Eintracht ebenfalls den verdienten Sieger: „Afferde hat sehr hohen Aufwand betrieben und daher verdient gewonnen. Die Schlüsselspieler waren heute bei Afferde Kai Schwark und Jannis Helmsen. Sie haben uns den Zahn gezogen, nahezu 100 Prozent aller Zweikämpfe gewonnen.“ Erst gegen Ende des ersten Durchganges sollte der erste Treffer fallen, bis dahin waren Chancen Mangelware. Nachdem Aerzens Keeper Frederik Quindt den heranstürmenden Sebastian Zschoch zu Fall brachte, zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kai Schwark sicher. Meyer haderte jedoch mit dem Pfiff: „Der Elfmeter war fragwürdig.“ Im zweiten Durchgang legten die Hausherren relativ zügig nach: In der 56. Minute legte Florian Selchow zu Maik Wilkening quer, der noch einen Gegenspieler aussteigen ließ und aus acht Metern zum 2:0 verwandelte. In der Folge wehrte sich Aerzen noch einmal mit aller Kraft, hatte zudem Glück, dass die Eintracht nur die Latte traf. Meyer: „Bei Afferde gingen die Kräfte zuneige, das hat uns noch einmal mehr Durchschlagskraft gebracht.“ Zunächst scheiterte Patrick Hoppe am gut parierenden Afferder Fänger Niels Conrad, anschließend verfehlte Timo Guckel das Tor per Kopf knapp. So blieb es beim 2:0 für Afferde. „Unabhängig von den Toren möchte ich heute unseren beiden Torschützen ein Sonderlob aussprechen. Kai hat Patrick Hoppe gut aus dem Spiel genommen und Maik gönne ich diesen Treffer nach seinem Kreuzbandriss ganz besonders“, so Koch.

SV Eintracht Afferde: Conrad, Müller, Helmsen, Lange, Oefler, Schwark, Selchow, Wilkening, Rohloff, Zschoch, Alnasser.

MTSV Aerzen: Quindt, Weirich, Gljanz, Mittelstädt, Pieper, Spatz, Hoppe, Selensky, Blümel, Ribeiro, Klein.

Tore: 1:0 Kai Schwark (44./Strafstoß), 2:0 Maik Wilkening (56.).

SSG Halvestorf – TSV Nettelrede 5:1 (2:0).

Die SSG Halvestorf bleibt in der Staffel 10 weiterhin ohne Punktverlust. Im Derby gegen das punktlose Schlusslicht aus Nettelrede behielt das Team vom Piepenbusch deutlich mit 5:1 die Oberhand. Nach fünf absolvierten Begegnungen hat sich die SSG damit bereits ein Sechs-Punkte-Polster auf das Verfolgerfeld heraus gespielt. „Der Sieg war vom Spielverlauf natürlich verdient. Doch wir Trainer sind sauer auf die Mannschaft. Wir haben heute kein gutes Spiel gemacht und viel zu nachlässig gespielt. Zudem haben wir uns mental nicht gut auf die Partie vorbereitet. Unter der Woche werden wir einige Dinge ansprechen müssen“, kündigte SSG-Trainer Michael Jarzombek kurz nach Abpfiff Konsequenzen an. Schon früh bogen die Gastgeber auf die Siegerstraße ein. Nach einem Doppelschlag von Tayfun Ersan und Alexander Baal führten die Halvestorfer nach 20 Minuten mit zwei Toren. Auch danach gaben die Hausherren den Ton an. Spätestens nach dem 3:0 durch Baal (50.) deutete alles auf einen souveränen Erfolg hin. Die Nordkreisler durften an diesem Nachmittag auch noch jubeln. Philipp-Moritz Meyer markierte den Ehrentreffer für den TSV, ehe Mohammed Abubakari Osei und Baal zum dritten noch zwei Treffer nachlegten. „Lobenswert ist zu erwähnen, dass wir alle fünf Tore schön herausgespielt haben. Gerade das 4:1 war ein richtig schöner Spielzug“, lobte Jarzombek. Auf der anderen Seite war Nettelredes Sprecher Frank Voges mit dem Auftritt seiner Mannen nicht unzufrieden. „Wir haben uns trotz der 1:5-Niederlage gut verkauft. Unter den aktuellen Umständen haben die Jungs gut mitgezogen. Im Nachhinein hätten wir noch etwas mutiger agieren sollen. Wenn wir Angriffe gestartet haben, war Halvestorf in der Defensive anfällig. Am Ende ist Halvestorf der Favoritenrolle gerecht geworden. Das Ergebnis ist aber ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen“, resümierte Voges. Bei den Gästen zeigten Devin Niemeyer und Keeper Luca Bartelt, der unter anderem einen Elfmeter von Neuzugang Osei parierte, eine starke Leistung.

SSG Halvestorf: Tim Kallmeyer (46. Lennart Kallmeyer), Elias, Ersan (62. Kießig), Bleil, Maaß (62. Bartelt), Abubakari Osei, Brixius, Lehnhoff, Baal, Arndt (46. Witthuhn), Jürgens.

TSV Nettelrede: Bartelt, Niclas-Max Meyer, Ketterer (73. Hirtz), Rak (70. Sempf), Niemeyer, Wißmach, Haußer, Schmidt, Ketelhake, Philipp-Moritz Meyer, Böttcher (59. Aunitz).

Tore: 1:0 Tayfur Ersan (14.), 2:0 Alexander Baal (20.), 3:0 Baal (50.), 3:1 Philipp-Moritz Meyer (68.), 4:1 Mohammed Abubakari Osei (69.), 5:1 Baal (72.).

Germania Hagen – TSV Holenberg 2:3 (1:1).

Hagens Co-Trainer Markus Loges war kurz nach der Heim-Niederlage gegen den TSV Holenberg die Enttäuschung anzumerken. „Kämpferisch kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben alles reingehauen. Leider haben wir wieder reihenweise große Möglichkeiten vergeben. Unsere Chancenverwertung ist aktuell das große Problem“, gab Loges zu Protokoll. Dabei erwischten die Germanen ein Auftakt nach Maß. Bereits in der 21. Minute ließ Can Gürek die Hasani-Elf das erste Mal jubeln. Die Freude war aber nur von kurzer Dauer. 13 Minuten später gelang Holenberg in Person von Kevin Suchy der Ausgleich. „Das war ein klares Abseitstor. Da waren sich auf der Anlage alle einig. Keine Ahnung, wo der Linienrichter zu diesem Zeitpunkt hingeschaut hat“, haderte Loges mit der Entscheidung. Danach ließen die Hausherren zahlreiche Hochkaräter für die erneute Führung ungenutzt. Das sollte sich rächen. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff schoss der Ex-Halvestorfer Patrick Schiermeister den TSV erstmals in Front. Dennoch stemmten sich Büchler & Co. gegen die drohende Niederlage und wurden knapp 20 Minuten vor Schluss mit dem erneuten Gleichstand belohnt. Georgios Konstantinidis setze Abbas Issa in Szene, Letzterer beförderte das Spielgerät zum 2:2 in die Maschen. Bei dieser Punkteteilung sollte es aber nicht bleiben. Sieben Minuten vor Ende schnürte Suchy seinen Doppelpack und schoss sein Team damit zum Auswärtsdreier. „Meiner Meinung war das auch Abseits. Das soll aber keine Entschuldigung für die Niederlage sein. Wir müssen einfach vor dem Tor cleverer sein und unsere Chancen nutzen. Wir haben nach vorne die Qualität, aber leider nutzen wir unsere Möglichkeiten nicht. Das müssen wir schnellstmöglich abstellen. Im Moment müssen wir nicht an die ersten beiden Plätze denken“, so ein bedienter Loges. Bei den Gastgebern verdiente sich Gürek ein Sonderlob. „Er war körperlich sehr präsent“, erkannte Loges an.

Germania Hagen: Motzkun, Manka, Kutsch (46. Yousof Issa), Büchler, Culkowski, Ördek (71. Groß), Öktem (46. Konstandinidis), Gürek, Middel, David Relelnsmann.

Tore: 1:0 Can Gürek (21.), 1:1 Kevin Suchy (34.), 1:2 Patrick Schiermeister (52.), 2:2 Abbas Issa (71.), 2:3 Suchy (82.).

Besonderes: Gelb-Rot für Holenbergs Tim Tillner (86.).

SV BW Neuhof – BW Salzhemmendorf 4:1 (0:1).

„Solte“ bleibt bei einem Punkt stehen. Das Auswärtsspiel bei den „Kirschen“ aus Neuhof verlor die Schröer-Elf am Ende noch deutlich. „Es war eine Schablone zur letzten Begegnung. Wir haben wieder enormen Aufwand betrieben. Leider stehen wir wieder ohne Punkt da“, war BW-Trainer Heiko Schröer enttäuscht. Neuhof war der erwartet spielerisch starke Gegner. Die Ostkreisler hatten gerade in der Anfangsphase ihre Probleme. Allerdings hätte Marcel Tost seine Farben bereits in der fünften Minute in Front schießen können. „Neuhof hat viel Ballbesitz gehabt, ohne richtig Gefahr auszustrahlen. Wir haben es immer wieder geschafft, ein Bein dazwischen zu bekommen“, gab Schröer zu Protokoll. In der 22. Minute gingen die Gäste durch ein Eigentor der Neuhofer in Front. Und zehn Minuten vor dem Pausenpfiff hatte Yannik Kassubek das 2:0 auf den Fuß. „Die Situation müssen wir nutzen. Da wird Kassubek auf dem Weg zum 2:0 ganz klar von einem Neuhofer gefoult. Es hätte Rot geben müssen. Da hat man uns ein mögliches Tor genommen“, war Schröer verärgert. Nach Wiederanpfiff folgte die nächste kritische Entscheidung. Cedric Liemant sah eine umstrittene „Ampelkarte“. „Da wurden wir wieder klar benachteiligt. Erst sieht Cedric wegen eines leichten Fouls Gelb und dann wegen einer vermeintlichen Schwalbe Gelb-Rot. Trotzdem haben die Jungs in Unterzahl gut weitergearbeitet“, schilderte Schröer den Spielverlauf. Dennoch drehten die Neuhofer die Partie. Miguel Werner und Justin Könecke schossen eine 2:1-Führung heraus. „Das 2:1 hat uns das Genick gebrochen. Neuhof war am Ende einfach zu stark. Sie waren besser und haben verdient gewonnen. Heute hat uns der Schiedsrichter leider aus dem Spiel genommen. Das macht uns sehr traurig“, so Schröer, der seinen Keeper David Herrndorf lobte.

BW Salzhemmendorf: Herrndorf, Philipp Eickhoff (79. Hendrik Eickfg, Müller, Simon Eickhoff, Granzow, Tost, Geffert, Kassubek (51. Ruhnow), Knoke (39. Held), Liemant, Werra.

Tore: 0:1 Eigentor Dominik-Ben Grelka (22.), 1:1 Miguel Werner (55./Strafstoß), 2:1 Justin Könecke (72.), 3:1 Mensur Isufi (81.) , 4:1 Isufi (82).

Besonderes: Gelb-Rot für Salzhemmendorfs Cedric Liemant (56.).



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