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BW Tündern – FC Eintracht Northeim 2:0 (1:0)

2:0 gegen Northeim! Tündern ist die Rote Laterne los

HAMELN. Na endlich! Nach dem 2:0-Heimsieg im Oberliga-Kellerduell gegen Eintracht Northeim ist der HSC Blau-Weiß Schwalbe Tündern die Rote Laterne erst einmal los.

veröffentlicht am 21.09.2019 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 21.09.2019 um 19:50 Uhr

Es geht doch: Tündern meldet sich dank des 2:0-Erfolges im Kellerduell gegen Northeim zurück! Dank des zweiten Saisonsieges haben die Blau-Weißen zudem den letzten Rang verlassen – nunmehr hält der letztjährige Oberliga-Vizemeister die „Rote Laterne“. „Ich habe es im Vorfeld eingefordert und die Mannschaft hat geliefert. Die Jungs haben wieder ihren Teamspirit und die nötige Kampfbereitschaft an den Tag gelegt“, stellte Tünderns Sprecher Willi Gurgel erfreut fest. Sein Gegenüber, Northeims Pressesprecher Moritz Braukmüller, war dagegen bedient: „Seit unserem Gründungsjahr 1992 war das eines der schlechtesten Spiele, die ich bisher bei unserem Verein gesehen habe. Wir waren unkonzentriert, haben keine Körpersprache gezeigt und die Zweikämpfe nicht angenommen. Vielleicht war die Mannschaft sich zu sicher, dass sie dieses Spiel heute gewinnt und damit den Auftakt zur Wende einleitet.“ Trotz der Rückkehr einiger Leistungsträger, darunter Kapitän Christian Horst und Torjäger Melvin Zimmermann, waren die Gäste von Beginn an unterlegen. Bereits in der 7. Minute setzte Tünderns Lukas Kramer das erste Ausrufezeichen, als sein Distanzschuss nur knapp das Tor verfehlte. 180 Sekunden später kam BW-Verteidiger Florian Fischer aus dem Strafraumgewühl heraus an den Ball, verpasste die Führung jedoch um Haaresbreite. Zwei Minuten darauf tauchte wiederum Kramer alleine vor dem Gehäuse von Northeims Torhüter Christopher Meyer auf, schoss diesen jedoch an. Anschließend befreiten sich die Gäste ein wenig aus Tünderns Klammergriff, blieben aber weiterhin ungefährlich. In der 22. Minute war es schließlich so weit: Ugur Aydin setzte sich über links durch, spielte den Ball in die Mitte und fand Torjäger Robin Tegtmeyer, der aus kurzer Distanz zur umjubelten Tünderaner Führung einschob. Anschließend verpassten die Hausherren das 2:0: Chris Nieblings Distanzschuss wurde stark von Keeper Meyer pariert und Tegtmeyer scheiterte ebenfalls am stärksten Northeimer. Nach dem Seitenwechsel setzten die Gastgeber zunächst da an, wo sie im ersten Durchgang aufhörten. Aydin lief alleine auf Torhüter Meyer zu, schoss jedoch knapp drüber – das 2:0 war längst überfällig. Anschließend entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Richard Hehns Schuss zischte in der 50. Minute knapp über die Latte. Im Gegenzug war Meyer erneut Northeims Fels in der Brandung, als er einen 16 Meter-Schuss von Kris-Lennart Müller in überragender Manier an den Pfosten lenkte (62.). Fünf Minuten später hatte Eintracht-Angreifer Melvin Zimmermann die beste Chance der Elf von Trainer Simon Schneegans. Er lief alleine auf das Tor von Lukas Masur zu, allerdings parierte Masur stark. Kurz darauf schwächten sich die Rot-Gelben selbst, als Carim Blötz aufgrund eines groben Foulspiels an Jannik Hilker die Rote Karte sah. Einen hatten die Gäste aber in Unterzahl noch im Köcher: Wieder kam Zimmermann zum Abschluss, seine Direktabnahme war aber kein Problem für Schlussmann Masur. Danach stürmte nur noch die Motzner-Elf. Insbesondere der eingewechselte „Youngster“ Alexander Manka sorgte für viel Gefahr, war aufgrund seiner enormen Schnelligkeit kaum zu halten. In der 80. Minute nahm er einem Northeimer Verteidiger auf 20 Metern fünf ab, kam zum Abschluss und fand seinen Meister in Meyer. Sieben Minuten später gab es dann einen großen Aufreger: Erneut war Manka schneller als alle anderen und wurde von zwei Northeimern zu Boden gerissen – hätte der Schiedsrichter gepfiffen, wäre es eine Notbremse gewesen. Allerdings blieb der Pfiff zum Entsetzen der Windmühlenkicker aus. „Die Linienrichterin hatte die Fahne schon gehoben – ein klares Foul“, meinte Tünderns Trainer Motzner. Den zweiten Treffer sollte Tündern trotzdem noch bekommen. In der dritten Minute der Nachspielzeit fuhr der heute überragende Spielmacher Hilker einen Konter über rechts, spielte in die Mitte und fand Sören Vespermann, der mit dem 2:0 die Entscheidung markierte. Sein Debüt im BW-Dress des Oberliga-Kaders feierte Jonas Kraus. „Wir haben es in der ersten Halbzeit versäumt, mehr Tore zu schießen. Im zweiten Durchgang sah es ähnlich aus. Jeder hat heute alles gegeben. Lukas und Robin haben vorne alles zugelaufen, um Northeim am Spielaufbau zu hindern. Die beiden waren stehend K.o.. Jannik hat mit seiner Präsenz Ruhe ins Mittelfeld gebracht. Wenn wir es in den kommenden Spielen so gut wie heute umsetzen, werden wir noch das eine oder andere Spiel gewinnen – wobei es beim Heeslinger SC natürlich schwierig wird“, resümierte Motzner. Gurgel war ebenfalls voll des Lobes: „Wir hatten genügend Chancen für vier Tore. Northeims Torwart hat eine höhere Niederlage verhindert. Wir sind stolz und froh, dass wir gewonnen haben. Die Jungs haben wieder Selbstvertrauen bekommen und wir haben unsere Kampfbahn endlich wieder lieb.“ BW Tündern: Masur, Hilker, Müller, Aydin, Niebling, Fischer, Tegtmeyer, Gurgel, Neckritz, Tim Niclas Schumachers. FC Eintracht Northeim: Meyer, Horst, Fiolka, Zimmermann, Blötz, Hehn, Franke, Rüffer, Bircan, Erbek, Hille. Schiedsrichter: Christian Mulder. Assistenten: Anke Hölscher, Julian Korte. Tore: 1:0 Robin Tegtmeyer (22.), 2:0 Sören Vespermann (90.+3). Besonderes: Rote Karte für Northeims Carim Blötz (73./Grobes Foulspiel). awa

3 Bilder
Tünderns Ugur Aydin bereitete das 1:0 herrlich vor. awa


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