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Basketball: VfL Hameln muss das Heimspiel gegen Weende gewinnen / Sochor und Bonhagen fallen aus

Zum Siegen verdammt

HAMELN. Die Basketballer des VfL Hameln sind laut Teammanager Heinrich Lassel „zum Siegen verdammt“. Das Oberliga-Schlusslicht muss das Heimspiel gegen den SC Weende unbedingt gewinnen, sonst hat sich das Thema Klassenerhalt wohl vorzeitig erledigt.

veröffentlicht am 10.01.2018 um 15:20 Uhr

Fällt zum Rückrunden-Start aus: Kristopher Sochor (VfL Hameln). Foto: nls

Autor:

Matthias Abromeit
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Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Doch wenn die Basketballer des VfL Hameln am Samstag (19 Uhr) in der Halle am Einsiedlerbach in die Rückrunde der Oberliga starten, stecken sie nicht nur im tiefsten Abstiegssumpf. „Wir sind zum Siegen verdammt. Nur mit zwei Heimsiegen jetzt gegen den SC Weende und eine Woche später gegen Stöckheim können wir uns weiter Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen“, macht Hamelns Basketball-Chef Heinrich Lassel den Ernst der Lage deutlich. Der Kader ist nicht nur durch den Winter-Wechsel von Kapitän Dominic Rudge zum SC Langenhagen in die 2. Regionalliga geschrumpft. Auch der dienstälteste Spieler, Boris Bonhagen, wird aus gesundheitlichen Gründen fehlen. Gleiches gilt Kristopher Sochor, der sich bei der Arbeit eine Schnittwunde am Daumen zugezogen hat. Sochor wollte zwar unbedingt spielen, aber sein Arzt machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Das Risiko sei zu groß. Da suchen die Hamelner nach Strohhalmen, an die sie sich klammern können. Einer ist die Erinnerung an das Hinspiel. Denn das gewann der VfL in Göttingen mit 70:57. Doch die Freude über den Sieg zum Saisonstart währte nicht lange. Der Triumph gegen das Team, mit dem der VfL in der Vorsaison noch eine Liga höher spielte, blieb der bisher einzige Sieg. Die Weender Gegner haben sich dagegen gefangen und schon viermal das Feld als Sieger verlassen. „Die werden unbeschwert nach Hameln kommen. Mit einem Sieg würden sie sich auch der letzten Sorgen um den Klassenerhalt entledigen“, befürchtet Lassel.

Ein zweiter Strohhalm ist der verbliebene Restkader. Denn der ist wieder ein wenig gewachsen. „Bis zur Partie haben wir die Spielgenehmigung für Sadrick Gomez Stevens“, so Lassel. Der 23-jährige Aufbau- und Flügelspieler trainierte schon seit August beim VfL – soweit es seine Ausbildung an der Akademie für Steuerwesen in Bad Eilsen zuließ. Doch zu den Spielen fuhr er immer noch zu seinem Heimatverein SuS Northeim in die Braunschweiger Bezirksoberliga. „Ich hatte ihn schon öfter gefragt, ob er nicht wechseln will. Jetzt ist ihm die Fahrerei nach Northeim doch zu stressig geworden und er will den Rest der Saison für uns spielen. Wir kennen ihn und wissen es, dass er gut zu uns passt“, freut sich der Abteilungsleiter des VfL über den Winter-Zugang. Endlich einmal eine gute Nachricht. Auch Center Thomas Behn hat wieder seine Hilfe angeboten. Für seinen Hausbau wollte er eine Auszeit nehmen. „Thomas will versuchen, für die kommenden zwei wichtigen Heimspiele zu trainieren und in beiden Partien mitzuspielen“, baute Lassel auf den Center, der dem Hamelner Spiel Masse verleiht. Trotz der vielen schlechten und einigen guten Nachrichten mahnt Lassel zur Ruhe: „Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen und verkrampfen. Dann haben wir eine Chance, gegen Weende noch einmal zu gewinnen.“



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