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Hamelner Basketballer überwintern trotz 65:118-Packung im Harz auf einem Nicht-Abstiegsplatz

VfL wird vom Gegner aufs Glatteis geführt

Basketball (mha). Ein echter Gegner sind die Männer des VfL Hameln nicht gewesen. Bei den Bodfeld Baskets Oberharz waren sie in Elbingerode eher Opfer. Mit 65:118 wurden sie in der letzten Partie der Hinrunde der 2. Regionalliga nach allen Regeln der Kunst demontiert. Einziger Trost: Weil der punktgleiche Hagener SV spielfrei war, blieb der VfL auf dem drittletzten Rang und geht damit auf einem Nicht-Abstiegsplatz in die Weihnachtspause.

veröffentlicht am 11.12.2011 um 11:25 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 13:04 Uhr

„Ich hatte schon bei der Abfahrt ein ungutes Gefühl“, sagte Manager Heinrich Lassel. Denn Kapitän Timo Thomas, Tobias Stender und Melvin Lamar Simmons hatten kurzfristig abgesagt. So blieben nur noch acht Mann übrig. Und die wurden im Harz vom Gegner aufs Glatteis geführt. 14:21 nach dem ersten Viertel war noch nicht ganz so deutlich – und als die Hamelner in den ersten drei Minuten des zweiten Abschnitts auf 19:21 herankamen, keimte sogar so etwas wie Hoffnung auf. Doch bevor die VfL-Männer überhaupt reagieren konnten, hatten die Gegner schon wieder neun Punkte am Stück nachgelegt. Moritz Loths Dreier beantworteten die Gegner mit einem weiteren Dutzend Punkten in Folge. Schon dieser 22:42-Rückstand beendete den Traum von der Überraschung am Harz frühzeitig.

Doch auch die Schadensbegrenzung funktionierte nicht. Benno Wunderlich war mit seinen 1,95 Metern gegen die drei größten Bodfelder, die allesamt 2,05 Meter und mehr maßen, auf Zwergengröße geschrumpft. Als er schon früh im Schlussviertel nach dem fünften Foul vom Platz musste, brachen bei Hameln die Dämme komplett.

Besonders der Bodfelder Everage Richardson zeigte einmal mehr eine Gala-Vorstellung. Mit 54 Punkten demontierte er Hameln fast im Alleingang und schraubte seinen Durchschnitt auf 41,1 Punkte pro Spiel. „Der ist eigentlich viel zu gut für diese Liga. Der könnte auch zwei Ligen höher spielen. Aber er muss wohl so viel in Bodfeld verdienen, dass er glücklich ist und seine Rolle als uneingeschränkter König der Liga genießen kann“, sagte Lassel. Da der New Yorker Richardson, der Slowake Ljubisa Markov (29) und der Bulgare Boyan Tenev (17) gemeinsam auf 100 Punkte kamen, hatten die Hamelner absolut nichts zu Lachen. „Wir müssen dieses Spiel und die ganze Hinrunde nun abhaken. Im neuen Jahr haben sechs wichtige Spiele zu Hause. Mit neuer Energie können wir da noch einmal angreifen“, hofft Lassel auf Besserung.

VfL Hameln: Zans Grobinsch (21), Boris Bonhagen (10), Dominic Rudge (10), Benno Wunderlich (9), Moritz Loth (6), Stefan Krause (6), Jakob Faas (3).

Sprachlos:

Das Team von VfL-Coach Nicu Lassel kassierte eine 65:118-Packung gegen Bodfeld Baskets Oberharz.

Foto: pox



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