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Unglaublich! VfL stürzt Hannover Korbjäger vom Thron

Die Regionalliga-Basketballer des VfL Hameln haben die Hannover Korbjäger mit einem 66:64-Auswärtssieg von der Tabellenspitze gestürzt.

veröffentlicht am 04.03.2012 um 11:16 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:58 Uhr

Die Regionalliga-Basketballer des VfL stürzen Hannovers Korbjäger vom Thron

Basketball (mha). Am Ende gab es Verbrüderungsszenen. „Ich wurde auch von den Bodfelder Fans gedrückt und geherzt“, sagte Heinrich Lassel, Manager des VfL Hameln. Der Grund war der sensationelle 66:64-Sieg seiner Herren bei den Hannover Korbjägern. Damit entthronte der Vierletzte der 2. Regionalliga aus der Weserstadt nicht nur die Hannoveraner als Spitzenreiter, sondern machte vorerst die Bodfeld Baskets Oberharz zum neuen Primus. „Und Trainer und Spieler aus Elbingerode wollten sich diese Partie offensichtlich nicht entgehen lassen. Auch die müssen nämlich noch bei uns antreten“, sagte Lassel.

Bis zum Erfolg musste Lassel aber lange zittern. Der Start war mit 0:9 alles andere als optimal. Doch der unbändige Kampfeswille, der die VfL-Akteure in der Rückrunde immerhin zu fünf Siegen aus acht Partien gebracht hatte, zeigte auch diesmal wieder Wirkung. Bis auf 9:13 holte der VfL wieder auf.

Doch auch die Gastgeber mussten gewinnen und zeigten ihren Willen ebenso. Auf 38:26 bauten die Korbjäger ihren Vorsprung zu Halbzeit wieder aus. „Da hätten wir den Sack schon deutlicher zumachen können, haben uns aber zu blöd angestellt“, gab Korbjäger-Präsident Aleksandar Tunjic zu.

Das war das Glück der Hamelner. Denn so kamen sie durch den Dreier von Jakob Fass in der Schlussminute des dritten Viertel wieder auf 43:49. Nach dem nächsten Treffer durch die Korbjäger hätten sich viele andere Teams wohl aufgegeben, nicht aber die Hamelner. Und das mit Konsequenzen: Nur drei Minuten brauchten die Hamelner, um auf 50:53 heranzukommen. Beim Gegner flatterten die Nerven. Weitere zwei Minuten später hatte Timo Thomas die erstmalige Wende zum 59:57 geschafft.

Doch die Partie hatte noch mehr Dramatik in sich. Beim 63:63 hatte der VfL seine Führung wieder verspielt und bei Lassel kamen bittere Erinnerungen an das Hinspiel hoch. Auch damals hatte der VfL seinen Vorsprung in den letzten Minuten noch verspielt. „Bitte, bitte nicht schon wieder“, so das Stoßgebet Lassel. Diesmal wurde er erhört. Lars Feuersenger brachte mit seinem Treffer zum 65:63 sein Team aus der Hölle in den Himmel. Auf beiden Seiten gab es noch jeweils zwei Freiwürfe. Da die Korbjäger jedoch nur einen verwandelten und acht Sekunden vor dem Ende auch Feuersenger einmal traf, war der Endstand gesichert – auch weil die Korbjäger mit dem letzten Wurf noch einen Dreier versuchten, aber scheiterten.

„Ich war sowas von erleichtert und glücklich. Wir haben jetzt drei der Großen der Liga in Folge geschlagen und mit dem Abstieg definitiv nichts mehr zu tun“, so Lassel.

VfL Hameln: Boris Bonhagen (20/3 Dreier), Timo Thomas (15/1), Zans Grobinsch (13), Benno Wunderlich (6), Lars Feuersenger (5), Jakob Faas (4/1), Melvin Lamar Simmons (2), Dominic Rudge (1), Felix Haeckel, Tobias Stender, Nils Kollmeyer, Michael Albers

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