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VfL Hameln fertigt Neustadt 86:70 ab / Teurer Sieg für Lohse: Schlüssel in Leipzig vergessen

Sonderbeifall für „Schlitzohr“ Loth

Hameln. Bollwerk, Festung oder ganz einfach Hamelner Heimhalle - egal wie sie genannt wird. Für alle Gegner des VfL ist die Halle am Einsiedlerbach ein Graus. Denn in der 2. Regionalliga verloren bis bisher alle. Nun hat es auch den TSV Neustadt erwischt. Mit 86:70 gewann der VfL sein achtes Heimspiel der Saison. Weder die Vorverlegung des Partie wegen der DeWeZet-Sportgala um drei Stunden, noch das krankheitsbedingte Fehlen von Markus Lohne, der als Nominierter der Sportler-Wahl der Grund für die Verlegung war, änderten etwas an der Stimmung von Team, Trainer oder Fans. Bis zum 18:17 nach dem ersten Viertel spielte der Gegner noch auf Augenhöhe. Doch danach veranstalteten die Hamelner ihre eigene Gala. Eine 18:0-Punkte-Serie trieb Gäste Trainer Miroslav Vorkapic zu Schimpftriaden und den Spielstand auf 41:21. Mit einen 44:25-Vorsprung für den VfL ging es dann in die Kabine.

veröffentlicht am 08.02.2015 um 15:14 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:28 Uhr

Doch einen Schwachpunkt hat das Hamelner Team dennoch. „Wir kommen leider oft unkonzentriert aus der Kabine“, gab Center Marcus Lohse zu. Auch diesmal. Sechs schwache Minuten ließen den Vorsprung auf 52:45 schmelzen. Neustadt setzte zum Überholen an. Doch es blieb bei dem Versuch. Timo Thomas zeigte mit dem wichtigsten seiner fünf Dreier seine Klasse. Nach zwei Fouls netzte Lars Feuersenger seine vier Freiwürfe ein. Es stand wieder 59:47. Die Welt war wieder im Lot. Apropos Loth: Moritz Loth sorgte für den spektakulärsten Korb. Gegner Mourad Chami hielt mit erhobenen Armen den Ball und wartete auf seine Wurfchance. Das „Schlitzohr“ pflückte den Ball einfach von hinten aus dem Griff des Gegners, lief über das ganze Feld und traf zum 83:67. Den Sonderbeifall der Fans hatte er sich verdient.

„Unsere Stärke ist das Team. Ich hatte heute zwölf Mann. Alle haben auch gespielt und fast alle haben auch gepunktet“, stimmte Trainer Nicu Lassel in den Freudentaumel ein. Teuer wurde der Sieg allerdings für Markus Lohse. Er war erst wenige Stunden vor dem Spiel per Zug vom Elternbesuch aus Leipzig zurückgekehrt – und hatte dort seinen Haustürschlüssel vergessen. Der Schlüsseldienst brauchte eine Stunde und 100 Euro, bevor Lohse an seine Sportausrüstung und danach per von Manager Heinrich Lassel organisierte Sonderfahrgelegenheit von Bad Pyrmont erst wenige Minuten vor Anpfiff in die Halle kam. „Warmmachen musste ich mich nicht mehr. Da war noch genug Adrenalin im Blut“, witzelte Marcus Lohse.

VfL Hameln: Boris Bonhagen (18/2 Dreier), Timo Thomas (17/5), Marcus Lohse (13), Zans Grobinsch (12/2), Dominic Rudge (6/1), Thomas Behn (6), L. Feuersenger (4), Roman Augsburger (4), Jakob Faas (3), Moritz Loth (2), J. Feuersenger (1), Timo Ander. mha



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