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83:72 gegen Langenhagen: VfL-Basketballer starten mit Heimsieg

„Solche Spiele machen einfach Spaß“

Hameln. Der Auftakt der Basketball-Saison in der 2. Regionalliga hat keine Wünsche offen gelassen: Tempo, Spannung und Dramatik von der ersten bis fast zur letzten Minute, zwei Gegner auf Augenhöhe. Und natürlich das Ende. Die rund 250 Fans konnten lautstark den 83:72-Triumph des VfL Hameln gegen den starken Aufsteiger SC Langenhagen bejubeln. „Hier regiert der Vau-Eff-Ell“ – dieser Schlachtruf war einmal mehr in der Halle am Einsiedlerbach nicht zu überhören.

veröffentlicht am 27.09.2015 um 10:01 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:24 Uhr

Schon das erste Viertel hatte es in sich. Genau 13 Mal wechselte in diesen zehn Minuten die Führung. 22:26 lag allerdings der VfL in der ersten Viertelpause zurück. Weil Coach Nicu Lassel auf Kondition und Foulbelastung achtete, nahm er die erste Fünf vermehrt vom Platz. „Das war ein Fehler“, gab er später zu. Denn die Gäste zogen zwischenzeitlich auf 41:34 davon. Erst eine Aufholjagd in der letzten Minute vor der Pausensirene brachte den wieder erträglichen 41:43-Halbzeit-Rückstand. Eine gänzlich neue Erfahrung musste dabei Boris Bonhagen, der derzeit aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen pausiert, machen: „Als Zuschauer ist so ein Spiel noch viel nervenaufreibender.“ Das dritte Viertel wurde für ihn noch belastender. Denn die Langenhagener drehten auf und bauten ihren Vorsprung Schritt für Schritt auf 60:50 (26.) aus. Da griff VfL-Coach Nicu Lassel in die Trickkiste und stellte auf Zonenverteidigung um. Die Rechnung ging aber nur langsam auf. Bis zur letzten Pause arbeiteten sich die Hamelner nur auf 63:68 heran.

„Aber im Schlussviertel haben die als Team keine Lösung gegen uns gefunden. Ein paar Dreier – und Sascha Leck hat es mit der Brechstange versucht“, meint Lassel. Wendepunkt war die 34. Minute. Nils Kollmeyer kam von der Bank, versenkte seine Wurf plus einen Freiwurf nach Foul zum 72:70 im Korb. Als danach dem Langenhager Nikolos Malafekas die Nerven versagten, er nach seinem technischen Foul vom Platz musste, und Timo Thomas erst den Freiwurf und danach wie auch Dominic Rudge einen Dreier einnetzte, lag der VfL urplötzlich zwei Minuten vor dem Ende mit 79:72 vorn. Das war die Vorentscheidung.

„Solche Spiele machen einfach Spaß“, meinte Thomas. Das fand auch Benno Wunderlich. Der hatte sich vor zwei Jahren zum Tennis zurückgezogen, aber den Kontakt zum Team nie verloren. „Weil jetzt zwei Lange fehlten, habe ich mich auf die Bank gesetzt. Ich bin aber froh, dass ich nicht spielen musste.“ Als Sieger fühlte er sich dennoch.

VfL Hameln: Timo Thomas (21/3 Dreier), Marcus Lohse (21), Lars Feuersenger (14/2), Markus Lohne (9/1), Dominic Rudge (7), Nils Kollmeyer (4), Roman Augsburger (4), Moritz Loth (3/1), Timo Ander, Jakob Faas, Jan Feuersenger, Benno Wunderlich mha



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