weather-image

76:74 – Hamelns Basketballer gewinnen ohne Topscorer Timo Thomas / 22 Punkte von Markus Lohne

Sensation! VfL jubelt in Westerstede

Westerstede. Es ist nicht nur eine kleine Sensation gewesen. „Ich wollte schreien, einen Salto machen und die Jungs in die Arme schließen“, kam es aus Manager Heinrich Lassel heraus. Bis auf den Salto tat er alles – und hatte wahrlich Grund dazu. Mit 76:74 hatten seine Basketball-Männer vom VfL Hameln bei der TSG Westerstede gewonnen. Und der Gegner war nicht irgendwer. Bis zu diesem Spiel konnten sich die Ammerländer ernsthafte Gedanken um den Aufstieg machen. Nach Hamelns Sieg, dem ersten Auswärtssieg in dieser Spielzeit, dürften diese Träume geplatzt sein. Dabei sah es im Vorfeld eher nach einem Debakel für den VfL aus. Topscorer Timo Thomas hatte mit Erkältung abgesagt, Timo Ander war ebenso krank und Benno Wunderlich noch verletzt. Mit nur acht Mann und ohne große Ambitionen ging es in den Oldenburger Dunstkreis. Doch dort wuchsen die Hamelner über sich hinaus.

veröffentlicht am 23.02.2014 um 14:15 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

270_008_6967624_sp101_2402.jpg

Ihren 8:2-Start verteidigten sie bis fast zur ersten Viertelpause, mussten aber doch den Gegner wieder aufkommen lassen. Die TSG übernahm die Führung. Doch anders als in vielen anderen Partien ließen sich die Hamelner auch nicht demotivieren, als die Westerstedter mit 43:30 ihre größte Führung herausgearbeitet hatten. Punkt um Punkt holten sie auf. Die zwei Körbe von Michael Albers und Jakob Faas gleich zu Beginn des vierten Viertels zum 52:53 läuteten die dramatische Schlussphase ein. Immer wieder legten die Gastgeber vor und die Hamelner konterten. Doch dichter als auf einen Punkt kamen sie vorerst nicht heran. 42 Sekunden vor dem Ende traf Markus Lohne zum 73:74, als der Gegner im Gegenzug den Ball verlor und Boris Bonhagen gefoult wurde, musste dieser an die Freiwurflinie. Und dort zeigte er stählerne Nerven. Beide Würfe verwandelte er und elf Sekunden vor dem Ende führten die Hamelner plötzlich mit 75:74. „Ich habe gebetet, dass sie kein Foul mehr begehen und die Westersteder Freiwürfe bekämen“, so Lassel. Er wurde erhört. Die Gegner wurden nervös, vergaben ihren letzten Wurf und foulten erneut. Lars Feuersenger verwandelte einen Wurf zum Endstand und verwarf den zweiten geplant.

„So blieb der Ball im Spiel und die Westersteder konnten in der verbleibenden Sekunde keinen Gegenzug mehr starten.“ Einziger Wermutstropfen nach diesem Coup: Auch Hamelns Abstiegskonkurrenten Lesum und Wolfenbüttel gewannen überraschend, der VfL liegt weiterhin auf dem drittletzten Platz. Nun aber mit viel mehr Selbstvertrauen. mha

VfL Hameln: Markus Lohne (22), Boris Bonhagen (13), Stefan Krause (10/1 Dreier), Jakob Faas (10), Moritz Lohne (8), Michael Albers (6), Lars Feuersenger (6), Dominic Rudge (1)

Happy: Heinrich Lassel nls


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt