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Topscorer wechselt nach Hannover

Schock! Thomas gibt Hameln einen Korb

Hameln. Eine Ära geht beim VfL Hameln überraschend zu Ende. Seit Jahren ist Timo Thomas Kapitän, Topscorer sowie Dreh- und Angelpunkt beim Basketball-Viertligisten, jetzt muss Trainer Nicu Lassel ohne seine vielen Körbe auskommen. Fast 14 Jahre, nur unterbrochen von einem Kurzabstecher in die 2. Liga zu den Hannover Tigers, trug Thomas das VfL-Trikot, künftig streift er sich nun das der Hannover Korbjäger über.

veröffentlicht am 25.06.2013 um 14:02 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:31 Uhr

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Autor:

Matthias Henning

Der Ligarivale aus der vergangenen Saison ist in die 1. Regionalliga aufgestiegen und benötigt Verstärkungen. „Ich bin jetzt 33 Jahre. Wenn ich nicht jetzt die Chance ergreife, nochmals höher zu spielen, dann ist es zu spät“, begründete Thomas seinen Entschluss. Den Abschied hat er sich aber nicht leichtgemacht. „Das war eine extrem harte Entscheidung. Der VfL ist nicht nur sportlich meine Heimat gewesen, da sind auch viele Freundschaften gewachsen“, stellte Thomas fest. Er war einst als jugendlicher Rohdiamant aus Barsinghausen zum VfL gekommen und dort zum Topspieler gereift.

Doch die neue sportliche Perspektive hat ihn nunmehr an sich denken lassen. Korbjäger-Präsident Aleksandar Tunjic, dessen Team seit der Gründung bisher noch nie abgestiegen ist, hatte schon vor ein paar Jahren erste Kontakte geknüpft. „Doch damals hatte ich ihm noch gesagt, dass ich zu keinem Verein gehe, der niedriger oder in der gleichen Liga wie der VfL spielt“, erinnert sich Thomas.

An diese Worte erinnerte sich Tunjic und sprach Thomas nun wieder an. Der überlegte lange – und sagte dann zu. „Auch von der Familie habe ich das Okay. Ob ich nun zwei Stunden früher aufbreche, um die längeren Fahrten oft bis nach Berlin zu absolvieren, oder sonst nach Göttingen gefahren wäre, macht keinen so großen Unterschied. Der Tag ist für die Familie in jedem Fall verloren.“

Geknickt war dagegen VfL-Manager Heinrich Lassel, für den Thomas in den 14 Jahren fast zu einem zweiten Sohn geworden war. „So sehr ich Timo verstehe, ist es aber für uns ein harter Schlag. Aber ich werde ihm sicher keine Steine in den Weg legen und hoffe, dass er auch jetzt noch gerne bei uns vorbeischaut oder zum Kaffee kommt“, meint Lassel.

„Jetzt müssen andere wie Dominic Rudge oder Lars Feuersenger die Verantwortung übernehmen. Auseinanderbrechen wird die Mannschaft nicht“, meint Lassel. Und zwei Rohdiamanten hat er auch jetzt noch. Timo Ander und Hans Wegener, bei 17 Jahre und so alt wie Thomas, als der nach Hameln kam, haben schon erste Einsätze im Team gehabt. „Und sie werden bestimmt schnell hineinwachsen“, ist sich auch Thomas sicher.



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